Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 24 (15.12.1928)
- Article
- Generalversammlung des Bundes gesetzestreuer israelitischer Gemeinden Bayerns
- Date
- 1928-12-15
- Page
- Seite 387 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2727810-2727850-2727874-2734525--04027-2734607- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 24 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 387 In Augsburg Hotel Bayerischer Hoff wohnt man gut und billig im | an die Lehrenden und Lernenden weiter gefördert werden. — Der Erfolg des Bundes, den er durch Unterfttitzung der Rabbinerkonferenz und des Verbandes erzielt hat, daß nämlich die juristischen Staatsprüfungen künftig unter Freihaltung der Sabbate ftattfinden werden, wurde freudigft begrüßt. — Zur Unterstützung notleidender Gemeinden in der Reparatur chrer Thorarollen und Ausgestaltung der rituellen Tauchbäder hat der Verein im verflossenen Jahr etwa RM. 1000.— verausgabt. Es wurde der Vorstandschaft anheimgegeben, den rechten Zeitpunkt ausfindig zu machen, um durch eine Eingabe bei der Staatsregierung die Befreiung der jüdischen Volksschüler an den Sabbaten vom Schulbesuch sicherzustellen. Sodann berichtete der Vorsitzende über einige, die jüdische Öffentlichkeit zur Zeit bewegende wichtige Fragen des religiösen Lebens. Ferner gibt er bekannt, daß er bei der Beratung der Mustersatzungen des Verbandes für die Gemeinden von einigen Gemeinden um Aufklärung und Mitarbeit angegangen wurde und diese gerne geleistet hat. Auch hob er das von Vertrauen getragene Verhältnis bei der Arbeit zwischen Verband und Bund gebührend hervor. Des weiteren wurde eine Kommission ernannt, die auf eine Zusammenfassung der konservativen Juden Bayerns hinarbeiten soll, deren Mitglieder alsdann im Bunde gesetzestreuer israelitischer Gemeinden aus Grund geänderter Statuten als Förderer mit dem Recht der Antragstellung und beratender Stimme wirken können. — Der Kassabericht ergab einen erfreulich gesunden Stand der Kassa. An die Generalversammlung schloß sich alsdann der Bundestag an. Er wurde durch eine besonders herzliche Ansprache des Herrn Justizrat Dr. Hammel als Vorsitzender der israelitischen Kultusgemeinde Schweinfurt und durch eine Begrüßungsrede des Bundesvorsitzenden eingeleitet. Letzterer schilderte im Anschluß an den Gegensatz zwischen Esau und Jakob den Widerstreit zwischen der idealistischen und materialistischen Lebensanschauung, die die beiden Pole des menschlichen Strebens darstellen, und forderte die Mitglieder des Bundes auf, in diesem Kampfe sich zu Schildträgern Gottes, als Verfechter des Idealismus zu bewähren, in Befolgung des Prophetenwortes: „Reiniget Euch, Ihr Schildträger Gottes!" Mit größter Aufmerksamkeit und freudiger Zustimmung wurden die beiden nun folgenden Referate von der Versammlung hingenommen. Das erste erstattete Herr Bezirksrabbiner Dr. Bamberger (Kissingen). Es behandelet das Thema: „Der Einfluß der jüdischen Frauen und Mütter im religiösen Leben der Gegenwart." Redner schilderte in allen zu Herzen gehenden Worten die auf Sittlichkeit und Familientreue beruhenden Anschauungen des Judentums und seiner Weisen und stellte mit anerkennenswertem Mut die Entartung der Moderne als bedauerlichen Gegensatz dazu dar. Das zweite Referat, erstattet von Bezirksrabbiner Dr. Stein (Schweinfurt), behandelte die rechte Art der Psalmenlektüre. Zahlreiche, wohl ausgewählte Proben gaben eine sachgemäße Anleitung zum richtigen Verständnis der Psalmen, die mehr wie jedes andere Buch der heiligen Schrift der Anregung eines geläuterten religiösen Sinnes und einer praktischen Frömmgikeit dienen. Aus der Mitte der Versammlung heraus wurde die Anregung zur Drucklegung der Referate gegeben. Es darf mit Befriedigung festgestellt werden, daß der Bundestag eine wohlgelungene, anregende Veranstaltung darstellte, von der man nur wünschen kann, daß sie reiche Früchte tragen möge. Tagung der Jüdischen Jugendvereine Bayerns Am 2. Dezember fand in Nürnberg die Tagung des Landesverbands Bayern im Verband der jüdischen Jugendoereine Deutschlands statt. Die Teilnahme zahlreicher Gäste, unter ihnen Vertreter des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, der Rabbiner und Lehrer der Gemeinde, der B'ne Brith-Logen, war ein Beweis dafür, wie sehr das Interesse für die Jugendvereine auch in Bayern im Wachsen ist. Der Vorsitzende des Landesverbands, Rabbiner Dr. R ü l f (Bamberg), eröffnete die Tagung mit einem Bericht über das verflossene Jahr. Aus diesem Bericht ist hervorzuheben, daß seit der letzten Tagung vier neue Jugendvereine dem Verband angeschlossen wurden, nämlich Nürnberg, Bayreuth, Ingolstadt und Fischach. Dank der verständnisvollen Unterstützung durch den Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden konnte erfreuliche jüdische Kulturarbeit geleistet und insbesondere den kleinen Vereinen Zuschüsse zur Anschaffung von Büchern gewährt werden. Der Höhepunkt der Tagung war das Referat des Vorsitzenden des Gesamwerbandes für Deutschland, Rabbiner Dr. Hahn (Essen), über das Thema „Die Welt des jungen Juden". An das Referat, das viele neue Gesichtspunkte über die gegenwärtige geistige und soziale Lage der jüdischen Jugend Deutschlands enthielt, schloß sich eine angeregte Aussprache. Im weiteren Verlauf der Tagung wurden Organisationsfragen besprochen und der Bericht der Delegierten aus den einzelnen Vereinen entgegengenommen. Auch die Volksschulverhältnisse in Bayern, die gerade seitens der jüdischen Jugend besondere Aufmerksamkeit verdienen, wurden eingehend besprochen. Am Abend fand ein Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Hahn (Essen) in der Hauptsynagoge statt über das Thema „Lebenswerte des Alten Testaments". Altenstädt in Schwaben. Es ist mir angenehme Chronistenpflicht, von einem bedeutsamen und heiligen Werke zu berichten, das Pietät und Liebe geschaffen haben, nämlich von der Erstellung einer dauerhaften Mauer um den hiesigen altehrwürdigen Friedhof. Derselbe gehört wohl zu den ältesten in Bayern. Schon 1650 wurden im hiesigen Ortsteile Jllereichen, wonach sich fast bis in die neueste Zeit die hiesige Kultusgemeinde benannte, von dem damaligen Grasen und Schutzherren Hans von Rechberg fünf Familien Schöne Wäsche ist stets ein willkommenes Geschenk für die Dame den Herrn das Kind und den Haushalt QjJasdfusfuDULLS^ 21 Dienerstrafye 21 * MÜNCHEN #