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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern · 1928-11-15 · 11 (15.11.1928) · p. Seite 25

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Journal
Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1928
Issue
11 (15.11.1928)
Article
Die Neuordnung der Lehrerbildung in Bayern
Date
1928-11-15
Page
Seite 25 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 11 Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern 25 den; ein starker Kulturwille braucht noch lange kein Illusionismus zu sein. Dieser Wille zur jüdischen Kultur ist allerdings nötig, wenn die Hebung der jüdischen Lehrerbildung Wirklichkeit werden soll. Unsere Forderung lautet darum: Für die jüdische Schule und das Judentum ist der b esta u s g e b i ld e te Lehrergeradegutgenug. pädagogischer Kongreß in Kassel Vorbemerkung der Schristleitung: Bei der großen Bedeutung, die den pädagogischen Kongressen zukommt, begrüßen wir es dankbarst, den Originalbericht eines Vereinsmitgliedes über die jüngste Veranstaltung hier veröffentlichen zu können, ohne daß wir indes zu den aufgetretenen Problemen Stellung nehmen. In Kassel, der Stadt der Schulen, tagte vom 4. bis 6. Oktober der Allgemeine Deutsche Pädagogische Kongreß, veranstaltet vom Ausschuß für Erziehung und Unterricht. Über 400 Pädagogen aller Schulgattungen trafen sich am Abend des 4. Oktober im Blauen Saal der Stadthalle. Oberbürgermeister Dr. Stadler bewillkommnete die Erschienenen, betonte die Wichtigkeit des Erziehungsproblems für unser neues republikanisches Staatswesen und bekannte, daß Kassel auf dem Gebiete des Schulwesens bis an die Grenze des finanziell Möglichen gegangen fei, um dieses modern und leistungsfähig zu gestalten. Mit berechtigtem Stolz wies er auf die beiden neuesten Schöpfungen hin, auf die Waldschule und die neue Jugendherberge. Gerade diese habe eine hohe erziehliche Aufgabe. Sie sei berufen, eine stärkere Verbindung zwischen Großstadt- und Landjugend herbeizuführen. Weitere Begrüßungsworte sprach der Vizepräsident des Provinzialschulkollegiums Dr. Borbein als Vorsitzender des Ortsausschusses. Der Vertreter des Reichsministeriums des Innern bezeichnete als eine der wichtigsten Aufgaben die Vereinheitlichung des höheren Schulwesens. Dann besteigt der Vorsitzende des Deutschen Ausschusses für Erziehung und Unterricht, Georg Kerschenfteiner, der Jüngling im weißen Haar, das Rednerpult, um für die freundlichen Begrüßungen zu danken. Weshalb sei man nach Kassel gekommen? Die herrliche Vereinigung von Natur und Kunst, die Erinnerung an die Pädagogische Woche vor 4 Jahren, wo er gemeinsam mit Spranger. Litt und anderen habe schaffen dürfen, sei der Anlaß gewesen. Umrahmt waren die Ansprachen von prächtig vorgetragenen Gesängen des Kasseler Lehrergesangsvereins unter Robert Laugs meisterhafter Stabführung. (Fortsetzung folgt.) Bezirkskonferenz Fürth Die Lehrer des Bezirkes Fürth beschlossen am 28. Oktober nach eingehender Besprechung und unter reger Beteiligung die Gründung einer Bezirkskonferenz, die der wissenschaftlichen und methodischen Fortbildung, wie der Besprechung von Vereins- und Standesfragen dienen soll. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Kollegen angrenzender Bezirke, soweit sie noch keiner Konferenz angehören, zum.Beitritte einzuladen. Die erste Konferenz findet am Sonntag, dem 25. November, nachmittags 2 Uhr in Fürth, Moststraße 10/11, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Aufgaben und Verfahren eines zeitgemäßen Religionsunterrichtes. Referent: Herr Direktor Dr. Elias. 2. Mifchna: Traktat Schabbos 1. Kapitel: Einführung und gründliche Behandlung. Referent: Herr Hauptlehrer Ellinger. 3. Vereins- und Standesftagen. Die Konferenzteilnehmer werden um pünktliches Erscheinen gebeten. — Gäste willkommen. Blumenthal. Nus der Pfalz Neustadt a. d. H. — Am 1. November trafen sich im hiesigen Gemeindezimmex die Pfälzer Lehrer und Kantoren zu einer Aussprache über schwebende Vereins- und Standesftagen. Trotz körperlicher Indisposition hatte auch der Vorsitzende des Verbandes der Israelitischen Kultusgemeinden der Pfalz — zur Freude aller Erschienenen — der Einladung zu dieser Sitzung Folge geleistet und Kollege Schottland (Frankenthal), fand in seiner Begrüßung herzliche Worte des Dankes an Herrn Kommerzienrat Joseph für diese Verbundenheit des Pfälzer Verbandsvorsitzenden und der Pfälzer Lehrer. Die Berufung des bisherigen Vorsitzenden Krämer nach München gab Veranlassung, dessen verdienstvolle Führerarbeit von 1924 bis 1928 zu würdigen und der an seiner Stelle einstimmig zum Vorsitzenden gewählte Kollege Schottland (Frankenthal) wurde mit der Ausgabe bettaut, den innigen Dank der Pfälzer Lehrer in geziemender Form an den Kollegen Krämer weiterzuleiten. Die sehr gehaltvollen Ausführungen des Vorsitzenden des Pfälzer Gemeinde- Verbandes, Herrn Kommerzienrat Joseph, über wichtige, dringend der Lösung harrende Gegenwartsfragen wurden mit starkem Beifall ausgenommen. Die übrigen Punkte der Aussprache, — Besetzung der Schulstelle Speyer, Kasualienablösung, Vesoldungsgesetzrätsel (? d. Schrftlt.) usw. wurden in mehrstündiger, harmonisch verlaufener Debatte eingehend erörtert. Generalversammlung 1929: Himmelsahrtstag (9. Mai). Ort der Tagung: Kaiserslautern. Referatsthema: Die Fortbildung des jüdischen Lehrers. H. R. N. Personalien Der Leiter der israelitischen Volksschule in Würzburg und verdiente frühere Vorsitzende unseres Vereins A. Mandelbaum wurde mit Wirkung vom 1. November zum etatmäßigen Oberlehrer ernannt. Ebenso ist Frl. Unna an der gleichen Schule zur Oberlehrerin befördert worden. Erlangen. Nach langem und schwerem Leiden starb hier die Witwe unseres früheren Lehrers, Frau Johanna Katz. Sie war eine Tochter des Lehrers Morgenthau, der vor ihrem Manne viele Jahre segensreich in unserer Gemeinde wirkte. Für den Vüchertisch Chanukkah naht heran! Wir verweisen daher wie schon öfters auf die für den Büchertisch besonders geeigneten, hübsch ausgestatteten wie inhaltlich gut ausgewählten Ausgaben des Heine-Bundes (der Heine-Bund, eine jüdische Buchgemeinde, Berlin W 57, Pallasstraße 10/11). So schreibt einer unserer Mitarbeiter über das in diesem Verlag erschienene Werk von Arnold Zweig, Juden auf der deutschen Bühne: „Auch diese Neuerscheinung beweist, daß der Heine-Bund sich bestrebt zu halten, was er in seinem Prospekt versprach. Das Buch, in glänzendem Stil geschrieben, bietet instruktiven Ausschluß, welchen Anteil jüdische Schauspieler, Dramaturgen, Regisseure, Dichter am Auffchwung des deutschen Geisteslebens haben." Auf die „Blätter des Heine-Bundes", eine kleine interne Zeitschrift über bemerkenswerte Vorgänge des jüdisch-literarischen Lebens, die Interessenten kostenlos erhalten, sei noch besonders aufmerksam gemacht. Mitteilungen der Vereinsleitung Der wissenschaftliche Fortbildungskurs vom 24. bis 27. Dezember in Würzburg ist gesichert. Näheres durch besondere Mitteilung. Eine ganze Anzahl von Kollegen hat den kürzlich zugesandten Fragebogen noch nicht beantwortet. Es wird dringendst um baldigste Erledigung und Einsendung an den Schriftführer ersucht. 8/40 und 12/60 PS Oixi Komet-Schnel I-Lief erwägen 3/15 PS Die deutschen Qualitätswagen / Prospekte und Verkauf durch die Vertretung JOSEF MAYR, MÜNCHEN Thalkirchner Straße 66/70 Telephon 55136 und 57 5 39 Für den Inhalt der „Mitteilungen" verantwortlich: M. Rosenfeld, München.

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