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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1928-10-15 · 20 (15.10.1928) · p. Seite 318

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
4 (1928)
Issue
20 (15.10.1928)
Article
Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler
Date
1928-10-15
Page
Seite 318 (sequence 2)
Language
German
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3 IS Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 20 ZU AUFFÜHRUNGEN FÜR CHANUKKAH eignet sich DGr MufterTraum Cha n u kka h-Mä rch e n in einem Aufzuge von Dr. S. Kessler Preis: RM. —.80 VERLAG B.HELLER MÜNCHEN Herzog-Max-Str. 4 gliedern dieses Jahr viermal gratis zugehen, fortgesetzt werden; dieselben werden für jeden Kunstfreund eine Quelle der Belehrung bilden. Die Mitgliedschaft wird durch Einsendung von mindestens RM. 10.— Jahresbeitrag auf das Konto Julius Kaufmann, Vereinskonto, Frankfurt a. M. 47620, erworben. Mitglieder erhalten sämtliche Publikationen der Gesellschaft zu wesentlich ermäßigten Bezugsbedingungen; die Ermäßigungen machen allein schon einige Jahresbeiträge aus. venkmäler jüdischer Kunst Die Räume der Kunstsammlung der Berliner jüdischen Gemeinde in der Oranienburger Straße, die vor einiger Zeit in Dr. Karl Schwarz einen kenntnisreichen und umsichtigen Leiter erhalten hat, beherbergen zurzeit eine Privatsammlung von besonders schönen und erlesenen Stücken. Auch die Kenner des interessanten Spezialgebiets werden kaum jemals ein solches Gedränge von Dingen hoher Seltenheit und vorzüglichster Qualität gesehen haben. Meisterliche Arbeiten des edlen Gewerbes, der Metallkunst, des Filigran, der Keramik, der Schnitzerei find aufgereiht. Alle Sonderarten der charaktervollen, kultischen Zwecken dienenden Kunstgegenstände sind vertreten. Man findet überaus zierliche Thoraschränkchen, jüdische Hausaltärchen gleichsam, darunter ein Exemplar in Silber und Vergoldungen von erstaunlicher Feinarbeit, an dessen Ornamentik zwei polnisch anmutende Adler wohl auf die Heimat der Sammlung deuten. Man findet weiter Thoraschilder und Kronen von kostbarer Schönheit der Ausführung. Man sieht die Fingerzeiger („Jad") für die Vorlesung von Stellen der Heiligen Schrift, darunter einen aus Bernstein und Koralle, die mit unvergleichlicher Geschicklichkeit und Phantasie behandelt sind. Psombüchsen von verschiedensten Formen, immer neu überrraschend, sind vorhanden; eine in Gestalt einer Sonnenblume aus Silber, für die man kaum ein Beispiel finden wird. Dazu Becher für religiöse Feste; der älteste, 1553 datiert, in Form einer Birne, die auf zartem Stengel aufwächst. Die Schwierigkeiten für die Juweliere und Ziseleure, die am Werke waren, bestanden zum Teil darin, daß Figürliches vermieden werden sollte. Übrigens galt dies Gebot doch nicht mit absoluter Strenge, wie etwa die prächtige Schale für Spenden bei der „Auslösung des Erstgeborenen" beweist: sie trägt in getriebenem Silber eine Reliefdarstellung der Opferung Isaaks. Eine kleine Merkwürdigkeit ist das Schachspiel für den Sabbat (damit nicht die am Werktage abgegriffenen Figuren am feierlichen Tage benutzt würden!), mit kunstreichsten Figürchen, Silber für Weiß, Vergoldung für Schwarz. Es entsteht die Frage, ob es denn nicht möglich ist, eine solche Sammlung höchsten Wertes in Berlin zu halten. Allzuviel von den Denkmälern altjüdischer Kleinkunst wandert heute nach Amerika. Erst vorm Jahre ist ja die berühmte Sammlung Kirschstein aus Nikolassee nach Cincinnati verkauft worden. Jetzt endlich müßte man einmal zugreifen. Die Gemeinde selbst und die Kreise der Kunstfreunde, die ihr nahestehen, sollten nicht zögern, die Gelegenheit wahrzunehmen, die sich hier bietet, und die vielleicht nicht mehr wiederkehrt. Paläsiinareifen. Der deutsche Keren Hajessod, Jüdisches Palästinawerk e. V., veranstaltet im Frühjahr 1929 zwei Gesellschaftsreisennach Palästina. Diese beiden Reisen werden sich von anderen ähnlichen Veranstaltungen dadurch unterscheiden, daß den Teilnehmern bei objektiver Führung ein lebendiger Eindruck des jüdischen Palästina vermittelt werden wird. Besonderer Nachdruck wird darauf gelegt werden, den Mitreisenden Gelegenheit zu geben, die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten Palästinas in Landwirtschaft. Industrie und Handel zu studieren. Anschließend an diese Reise ist Gelegenheit zu einem Aufenthalt in den Nachbarländern (Ägypten, Syrien usw.) gegeben. Die Durchführung der Reise ist dem Palestine Lloyd G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2, Joachimsthaler Straße 38, übertragen worden, der alle näheren Auskünfte erteilt. Ein Vorstoß der Schächtgegner in der Hamburger Bürgerschaft zurügewiefen Hamburg, 2. Oktober. (ITA.) In der Hamburger Bürgerschaft richtete der Kommunist Hüttmann eine Anfrage an den Senat, ob derselbe gewillt sei, beim Reich ein allgemeines Schächtverbot zu beantragen. Der Senat hat darauf erwidert, daß er hierzu nicht bereit sei. Gemäßigtere Haltung der Schächtgegner? Jahresversammlung der rheinisch-westfälischen Tierschuhvereine E l b e r f e l d, 1. Otober. (ITA.) Im Bergischen Saal des Elberfelder Rathauses fand in diesen Tagen unter der Leitung von Studiendirektor Fritz Löhe (Köln-Nippes) die Jahresversammlung des Verbandes rheinisch-westfälischer Tierschutzvereine statt. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand die Frage des Schächtens. Der Kölner Schlachthofdirektor, Veterinärarzt Dr. Bühler, der zugleich Vorsitzender des Verbandsausfchufses des Deutschen Tierschutzverbandes für die humane Tiertötung ist, berichtete über diese Bestrebungen und die im Schlachthof zu Köln vorgenommenen Versuche der elektrischen Schachtviehbetäubung. Die Versuche, die in Gegen- Fortsetzung auf Seite 321 1- ^jftunehen tj*eindtc <3'CevumMeiclun^ na& 9Kaß (m&iivtt Acit ii&e* 50 \$a$vian. dcA 'TÖeftitau AeA £andan 0teqe.nu£&to/i fUaicte. §po4tansuqe

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