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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1928-08-15 · 15 (15.8.1928) · p. Seite 249

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
4 (1928)
Issue
15 (15.8.1928)
Article
Moderne Synagogenmusik
Date
1928-08-15
Page
Seite 249 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 15 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 249 Kraftfahrzeuge, Blutenburgstraße 91 Telephon 63457 JO-Schreincr OPEL / STUDEBAKER Vertretung / SpeziahReparaturwerkstätie / Günstige Ratenzahlungen sierung und durch passende Verwendung der Ganztonskala ausgezeichnet ist. Für denjenigen Teil des besprochenen Werkes, der eine wertvolle Bereicherung der synagogalen Musikliteratur in maßvoll fortschrittlichem Sinne darstellt, werden dem rührigen, talentvollen Autor die interessierten Kreise Dank wissen und diesen Dank durch fleißiges Studium und durch fleißige Verwendung seiner Kompositionen kundgeben. Möge Kornitzer in seinem ferneren Schaffen für die Synagoge der Versicherung treu bleiben, die er in der Vorrede in die programmatischen Worte kleidet: „Der Stil, dem ich zuletzt und endgültig zuneige, ist der von unseren traditionellen Motiven genährte." E. Kirschner. Vom Wesen des Alpinismus und von jüdischen Bergsteigern In meinem Aufsatz „Vom Wesen des Alpinismus und von jüdischen Bergsteigern" der Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung vom 1. April 1928 habe ich folgende Äußerungen über die Sektion Bayerland des D. u. Oe. A. V. gebracht: „Deshalb will ich hier nur einer Sektion Erwähnung tun, weil ich dies dem Gedenken teurer Toten schuldig zu sein glaube. Das ist die Sektion „Bayerland", eine Sektion, die zu den bergsteigerisch tüchtigsten gehört. Diese Sektion, der Paul Preuß, Gottfried Merzbacher, Otto MargulieS und Fritz Pflaum angehört haben, diese Sektion, die aus der Stiftung des Juden Fritz Pflaum und dessen Familie im Jahre 1912 ihre Fritz-Pflaum- Hütte erbaute und die noch im vorigen Jahre beim Tode Merzbachers versichert hat, daß sie sein Andenken in Ehren halten werde, hat das Andenken ihrer Toten mißachtet, indem sie im geheimen, schon vor Merzbachers Tod, anläßlich der Donaulandangelegenheit beschloß, keine Juden mehr aufzunehmen. „Im geheimen!" Öffentlich dies einzugestehen, hat man sich wohl gescheut. Mag sein, daß viele Mitglieder dies heute nicht mehr billigen, die Tatsache besteht weiter." Diese Ausführungen habe ich seinerzeit auf Grund mißverständlicher Informationen gemacht. Da ick inzwischen von der Tatsache unterrichtet worden bin, daß in der Sektion Bayerland kein Geheimbeschluß besteht, der sich gegen die Aufnahme von Juden richtet, nehme ich meine diesbezüglichen Worte mit dem Ausdruck deöBedauerns zurück." Dr. Georg Franz Bergmann Protokoll der Verhandlungen der sechsten lagung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden in Bamberg am 17. und 18. Juni 1928 Ende der Claldeballe — Nbttlmmung über den Clal — Lin historischer Moment: als erster der deutschen Landesverbände beschliehl der Verband vaverischer Israelitischer Semeinden über den Entwurf eines Neichsverbandes — luslizral vr. komme! (Schweiniurl) referiert über den Entwurf (Fortsetzung aus Sitzung am Montag, dem 18. Juni 1928, vormittags halb 10 Uhr, im Saale der Gesellschaft Ressource. Oberstlandesgerichtsrat Professor Dr. Silberschmidt: Wir kommen nun zur Abstimmung über den Etat. Die Beratungen sind bereits gestern nachmittag vorangegangen. Hervorheben möchte ich, daß für die Realschule der Zuschuß von RM. 10 000.—> auf RM. 12 000.— erhöht werden soll, wenn Mittel hierfür vorhanden sind. Ich möchte über den Antrag Jung abstimmen lassen, für Siedlungszwecke RM. 5 000.— und aus den Überschüssen des Etats evtl, aus den Zinsen des Landeswohlfahrtsfonds weitere RM. 3 000.— zurückzustellen. Der Antrag wird angenommen. . Dr. Bamberger (Nürnberg) bittet zur Geschäftsordnung, auch über seinen Antrag abstimmen zu lassen, da er inhaltlich gleich ist wie der Antrag Jung und auch Siedlungszuschüfse bezweckt. Er verliest seinen Antrag: „Wir beantragen für Siedlungszwecke in Palästina (Keren Hajessod und Keren Hajischub) RM. 5 000.— einzusetzen und zu bewilligen. Die Jüdische Volkspartei." r. 14 der Zeitung) Ich möchte deswegen diesen Antrag stellen, damit eine Klarstellung in dieser Richtung erfolgt. Es ist unlogisch, in Siedelungsfragen auf der einen Seite dafür und auf der anderen Seite dagegen zu sprechen. Wenn Sie von uns verlangen, daß wir für Erhöhung des Postens fiir Siedelungszwecke find, so dürfen Sie die Siedelungsfrage in Palästina nicht zu einer Nebensächlichkeit stempeln, sondern ich möchte bitten, daß eine Siedelung in Palästina ebenso unterstützt wird, wie eine Siedelung irgendwo anders. Rechtsanwalt Jung: Ich bitte diesen Antrag abzulehnen. Es wird hier mit dem Worte Siedelung ein Spiel und ein Mißbrauch getrieben. Ich meine, es ist den Herren Vertretern der anderen Richtungen genau bekannt, daß diese Frage der Siedelung in Bayern weltanschaulich nicht in den gleichen Topf geworfen werden kann mit der Frage des Keren Hajessod. Ich möchte erklären, daß meine Freunde heute ganz entschieden gegen den Keren Haiessod stimmen würden, weil die Frage in vorgerückter Stunde aufgetaucht ist. Ich gebe aber die Erklärung ab, daß wir bereit sind, uns einmal über dieses Thema zu unterhalten und erforder- STOLtWERCK | SCHOKOLADE-PRALINEN Bi

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