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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1928-07-15 · 13 (15.7.1928) · p. Seite 218

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
4 (1928)
Issue
13 (15.7.1928)
Article
Augsburg / S. F.
Date
1928-07-15
Page
Seite 218 (sequence 2)
Language
German
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218 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 13 'Don/M cfaocvo 'Kap’J- 'TfbäSSi Aass - SchneiAeTeL — Aodisches Beiwerk sie dem herrlichen Stimmaterial oder dem kunstvollendeten Vortrag, dem Singen oder dem „Sagen", dem Oberkantor oder dem Schliach zibbur den Preis zuerkennen müssen. Man muß schon weit nach dem Osten, dem Reservoir unserer Größten auf dem Gebiete des Chasonus, greisen, um diesen Schmelz der Stimme, diese Wärme und Innigkeit des Vortrags zu erleben, die die Hörer in ihren Banne ziehen und zur Andacht zwingen. Möge der Jubilar noch lange in Gesundheit und Glück uns erhalten bleiben. S. F. Vereine Jüdischer Gesangverein München Der Jüdische Gesangverein widmete sein am 6. Juni stattgefundenes Konzert den Manen Schuberts. Das Programm, das mit großer künstlerischer Feinheit zusammengestellt war, brachte an größeren Chorwerken den für die Wiener Synagoge komponierten Psalm 92 und den bereits früher hier gehörten Mirjams Siegesgesang, außerdem zwei kleine a eapsUa-Chöre, sowie zwei Lieder („Das Wandern" und „Heideröslein"), die von dem Dirigenten des Vereins vorzüglich für gemischten Chor gesetzt waren. Die Aufführung war unter der sicheren und stilgerechten Leitung des Chormeisters, Herrn Joseph Ziegler, dank des namentlich in den Frauenstimmen sehr klangschönen Stimmenmaterials, eine ausgezeichnete. Bedauerlich erschien nur, daß der Psalm in der Mendelsohnschen Übersetzung und nicht in der von Schubert selbst gewählten Originalsprache des Hebräischen zur Aufführung gelangte. Im Siegesgesang bewährte Frau Sonja Ziegler chre große Sangeskunst. Herr Ernst Mosbacher, der in dem Psalm das Solo übernommen hatte, fand dann noch Gelegenheit, an mehreren Schubertliedern, von Herrn Joseph Ziegler vorzüglich begleitet, sein schönes Organ wie seine den geistigen Gehalt der Kompositionen ausschöpfende Vortragskunst zur Geltung zu bringen. Einen künstlerischen Genuß höchster Qualität übermittelte dann Frau Annie Steiger-Betzack, deren geigerische Qualitäten von früher her noch in bester Erinnerung standen, mit der Sonatine in G-Moll, wie in dem Rondo brillant, von ihrem Bruder, Herrn Kurt Betzack, kongenial am Flügel begleitet. Der begeisterte Beifall der Hörer erzwang sich dann noch mehrere Zugaben, in denen die Künstlerin in Tönen geradezu schwelgen konnte. Nach einer längeren Pause folgte dem ersten ernsten Teil des Konzerts noch ein heiterer Wiener Abend, der dem Tanz geweiht war, an dem Tanzeinlagen von Adi Schwarz und Clärle Fleischer, sowie für gemischten Chor gesetzte Strauhsche Walzer Stürme der Begeisterung hervorriefen. Bedauerlich war nur die geringe Anteilnahme des Münchener Publikums an dieser Veranstaltung, die wahrlich eines größeren allgemeinen Interesses wert gewesen wäre. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, die Öffentlichkeit auf die hochwertigen Leistungen des Jüdischen Gesangvereins hinzuweisen und einen besseren Besuch künftiger Konzerte zu gewährleisten^ Jüdisches Kammerorchester München. Am 27. Juni veranstaltete das Jüdische Kammerorchester unter Leitung von Franz Kleinbauer einen, diesesmal vom jüdischen Publikum schon mehr beachteten und recht gut besuchten Vortragsabend fiir Orchester. Wiederum ist zu konstatieren, daß unter der sicheren Stabführung Kleinbauers das sichtlich sehr gut vorbereitete Orchester sehr exakt, hübsch und klangvoll musizierte. Man hörte Stücke von Schein und Corelli, Schubert und Schumann, wie überhaupt das Jüdische Kammerorchester, und nicht zu seinem Nachteil, mit Vorliebe schöne alte Werke ausgräbt, die man sonst kaum zu hören bekommt. Zum Schluß aber wagte sich das Orchester, und zwar mit ganz besonderem Erfolge, an fast allermodernste Musik. Mit Schwung und Begeisterung, außerordentlich melodiös spielte es eine kleine Serenade von Richard Trunk, die 1925 entstanden ist. Mit diesem Stück erweckte es denn auch ganz besondere Begeisterung bei den dankbaren Zuhörern, so daß ein Satz der Serenade als Zugabe wiederholt werden mußte. Dr. Fr. S. Var kochba München. Am Sonntag, dem 15. Juli, vormittags ab 9.30 Uhr, findet ein großes allgemeines Training für sämtliche Abteilungen statt. Es spielen die I. und II. Handballmannschaft in derselben Aufstellung wie am vergangenen Sonntag gegeneinander. Wir erwarten, daß beide Mannschaften vollzählig antreten, damit die Mannschaften endgültig für die am 11. August beginnenden Verbandsspiele aufgestellt werden können. Das weitere Training für Handball findet am Donnerstag ab 7 Uhr, für Leichtathletik am Dienstag ab 7 Uhr, jeweils auf dem Sportplatz an der Säbenerstraße statt. Die Leitung. Bar Kochba München. Damensportabteilung. Wir haben uns entschlossen wieder eine Damensportabteilung zu gründen, die hauptsächlich Leichtathletik und Handball treiben soll. Wir kommen damit einem Wunsche unserer Damen entgegen und hoffen, daß dieselben nun ihr großes Interesse durch regelmäßigen und zahlreichen Besuch des Trainings beweisen werden. Dasselbe findet unter Leitung von Hermann Renka erstmals am Sonntag, dem 15. Juli, vormittags 9.30 Uhr, auf dem Sportplatz an der Säbenerstraße statt. Weiteres Training jeden Donnerstag ab abends 7 Uhr ebenfalls auf dem Sportplatz Säbenerstraße. Die Leitung. Var Kochba München. Jugendabteilung. Das Training der Jugend und Knabenabteilung, das nunmehr Herr Josef Orljansky übernommen hat, findet regelmäßig an folgenden Tagen statt: für die Jugend Sonntag vormittags ab 9.30 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag ab nachmittags 6 Uhr. Für die Knaben Sonntag vormittags 9.30 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag nachmittags 5 Uhr, jeweils auf dem Sportplatz an der Säbenerstraße. Wir erwarten regelmäßiges und pünktliches Erscheinen. Anmeldungen werden auf dem Sportplatz entgegengenommen. Die Leitung. Die neuzeitliche Hauslrauen-Wflscberei HefiSiTflOe 58 v.Franz Schrag,Tel.597127 eDOUmSWASCHE bei billigster Berechnung Einzelbehandlung! Bestes Waschmaterial! Besichtigung des Betriebes gerne gestattet

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