Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 13 (15.7.1928)
- Article
- Zum 50. Geburtstag von Elias Straus
- Date
- 1928-07-15
- Page
- Seite 217 (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 13 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 217 fciflldte nacfi 9UaJJ Acit 50 ^fa fixen dffein^etttetun^ Jed IScMauicd üiadßti £Rc<jc nit^Ata* ^cfjc SjUMtan^e Zum 50. Geburtstag von Elias Straus Elias Straus für seine jüdische Gemeinschaft geschaffen. Bedeutsames dürfen wir noch von ihm erhoffen. Verband und Gemeinde finden sich daher in dem Wunsche, daß der Fünfzigjährige noch viele Jahre ihnen Führer und Berater bleibe. M. F. wederlafsungsmöglichkeiten auf dem Lande. Es wird uns mitgeteilt, daß in kleiner jüdischer Gemeinde Niederlassungsmöglichkeit besteht für einen Spengler, einen Uhrmacher, eine Pinselfabrik. Auch kann ein jüdischer Zimmermannslehrling bei nichtjüdischem Meister eine Lehrstelle finden. Näheres durch Lehrer G. Erlebacher, Mönchsroth. Mitteilungen des Schochtimverbandes Bayerns. Die Herren Kollegen werden gebeten, die für das zweite Halbjahr 5688 fälligen Mitgliedsbeiträge auf Postscheckkonto Nr. 36559 unter I. Lubinski, Schweinfurt, beim Postscheckamt Nürnberg umgehend einzuzahlen. Amtliche Bekanntmachungen Im amtlichen Teil dieser Nummer erscheinen auf Grund der auf der Vamberger Tagung des Verbandes gefaßten Beschlüsse folgende Bekanntmachungen: betr. Jahresrechnung 1927 und Haushaltplan 1928. betr. Bildung eines Finanzausschusses, betr. Wahlordnung und Geschäftsordnung für die Ausschüsse betr. Besoldungsordnung. betr. Übernahme der Alters- und Hinterbliebenenversorgung von Gemeindebeamten auf den Verband, betr. die Ergänzung der Gehalts- und Versorgungsbezüge der Volksschullehrer durch den Verband, betr. Landeswohlfahrtsfonds. ftus der Gemeinde München Ausstellung »Heim und Technik". In der Ausstellung „Heim und Technik" befindet sich in Halle 6 der Stand 29 der vereinigten Münchener Mittelstandshilfen. Die Arbeitsgemeinschaft der Mittelstandshilfen, der nicht nur die drei großen konfessionellen Verbände wie Evangelischer, Jüdischer und Katholischer Frauenbund, sondern auch der Verein für Fraueninteressen, das Institut für soziale Arbeit u.a.m. angehören, hat hier im Interesse ihrer Schützlinge eine Reihe wunderschöner und preiswerter Arbeiten ausgestellt, die sich für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel eignen dürften. Wer in der Ausstellung Geschenke oder Andenken kaufen will, der besuche Halle6,Stand2 9. Am 1. Juli hat Justizrat Dr. Elias Straus fein 50. Lebensjahr vollendet. Einer hochangesehenen Karlsruher Familie entsprossen, genoß er in seinem Vaterhause eine Erziehung, die ihn insbesondere auf jüdischem Gebiete befähigte, sich das umfassende Wissen anzueignen, das ihn in so hervorragendem Maße auszeichnet und ihn in den Stand fetzt, Dinge zu beurteilen, die dem Laien sonst verschlossen sind. Die weithin bekannte Wohltätigkeit und Gastfreundschaft seines Elternhauses haben schon in dem Knaben den Keim gelegt, aus dem sich die sozialdenkende und handelnde jüdischsittliche Persönlichkeit entwickelte, die Denken, Fühlen und Handeln in so seltenem Maße in Einklang zu setzen gewußt hat, ohne den Boden der Wirklichkeit unter den Füßen zu verlieren. Seinen Parteifreunden im Lande war Elias Straus bald der berufene Führer, dessen einzigartige Begabung auf wirtschaftlichem Gebiet sich weithin Geltung verschaffte. Darüber hinaus aber hat sich Elias Straus in allen Lagern des deutschen Judentums Freundschaft und Anerkennung in reichem Maße erworben, so daß ihn das Vertrauen seiner Glaubensgenossen zum stellvertretenden Vorsitzenden der Kultusgemeinde München und in den Rat des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden berufen hat. Was er hier auf sozialem und finanziellem Gebiet geleistet, kann mit kurzen Worten nicht geschildert werden, ebensowenig sein Anteil an der gesetzgeberischen Arbeit dieser beiden Körperschaften. Ein Organisator ohnegleichen, mit einer beispiellosen Arbeitskraft und Arbeitsfreudigkeit, hat er die vielfach neuen Aufgaben, die an die jüdische Welt nach dem Kriege herantraten, mit seltenem Verständnis aufgegriffen und ihrer Lösung zugeführt. Stets hat er das Wohl der jüdischen Gesamtheit im Auge behalten und in diesem Geiste auch bei den Vorarbeiten zur Bildung eines Reichsverbandes mitgewirkt. Bedeutsames hat Nus der Gemeinde Augsburg Augsburg. Am 1. August begeht Herr Oberkantor Wilhelm Hei mann im Kreise seiner Familie den fünfzigsten Geburtstag. Um der Bescheidenheit des schlichten Mannes nicht nahezutreten, muß es dem Schreiber dieser Zeilen versagt bleiben, vom Menschen Heimann hier zu berichten. Ein Urteil hierüber bleibe der großen Schar der ihm nahestehenden Freunde und Bekannten Vorbehalten. Die Gemeinde Augsburg hat einen glücklichen Griff getan, als sie für ihre neu erbaute imposante Synagoge eine weitere Kraft in Oberkantor Heimann erwarb. Sie schätzt in ihm nicht nur den gottbegnadeten Sänger, sondern auch den würdigen Interpreten ihrer Gefühle, Wünsche und Bitten beim öffentlichen Gebet, und die Kenner sind sich noch nicht schlüssig darüber, ob Münchner Illustrierte Die große Bilderschau der Woche erscheint jeden Samstag Einzelnummer 20 pf. Im Abonnement monatlich 80 pf. Süddeutsche Sonntagspost Das amüsante Familienblatt mit Lebens- und Unfallversicherung. Leben bis zu NM. 600.—, Unfall bis zu RM. 10000. —. Monatlich einschl. Versicherung RM. 1.— probenummern stehen auf Wunsch gerne zur Verfügung Verlag Knorr & Hirth G. m. b. H., München Sendlingerstraße 80