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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern · 1928-07-01 · 7 (fehlt an der UB FFM) (7.1928) · p. Seite 16

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Journal
Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1928
Issue
7 (fehlt an der UB FFM) (7.1928)
Article
Fortbildungskurs in Mannheim
Date
1928-07-01
Page
Seite 16 (sequence 1)
Language
German
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Nr. 7 Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern 16 Fortbildungskurs in Mannheim Vom Oberrat der Israeliten in Baden wird vom 29. Zuli bis 9. August 1928 in Mannheim ein Fortbildungskurs für Religionslehrer und Kantoren abgehalten, dem als leitender Gedanke der „Versöhnungstag" zugrunde gelegt ist. Im einzelnen sieht das Programm folgende Vorlesungen vor: 1. Bibel, die Bußpsalmen 6, 32, 38, 31, 102, 130, 143 (Dr. Lauer); 2. Mischna, Traktat Joma (Dr. Unna); 3. Talmud Joma, 82a—83a, 85—87 (Dr. Unna); 4. Midrasch, der Versöhnungstag im Midrasch (Dr. Lauer); 5. Liturgie des Versöhnungstages (Dr. Zimels); 6. Die Friedensidee im Judentum (Dr. Schiff). Außerhalb dieses Rahmens sind weiter an Vorlesungen vorgesehen: „Die Kunst Assyriens und Babyloniens im biblischen Zeitalter" (Dr. Hülsen, Frankfurt a. M.); Pädagogik: Neue Forschungsergebnisse in der Heilpädagogik (Dr. Moses); Geschichte: 2"' Juden in Polen im 18. und 19. Jahrhundert (Dr. Lauer); Kantorat: Die bedeutendsten Meister auf dem Gebiete des Synagogengesanges und ihr Schaffen (Kantor Adler); Wohlfahrtspflege: Probleme jüdischer Jugendwohlfahrtspflege (Frau Neter). Für den praktischen Teil ist eine Reihe von Lehrproben in Aussicht genommen. Zu der Veranstaltung, die besonders jüngeren Kollegen aufs wärmste empfohlen werden kann, sind auch außerbadische Lehrer eingeladen. Der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden ist bereit, etwaigen Teilnehmern Reisebeihilfen zu gewähren. Anträge auf solche Beihilfen wären vor Teilnahme an dem Kurs an den Verband (Anschrift: München, Herzog-Max-Straße 7/1) zu richten. Personalien In tiefe Trauer wurde Kollege Strauß (Geroda) durch den Verlust seiner Gattin versetzt, die ihm nach kurzer Ehe am Erev Schewuos, nachdem sie einige Tage zuvor einem Söhnchen das Leben geschenkt hatte, durch den Tod entrissen worden ist. Dem schwergeprüften Kollegen sei auch an dieser Stelle die herzlichste Teilnahme zum Ausdruck gebracht. Danksagung Anläßlich des Ablebens unseres unvergeßlichen Simon Dingf e l d e r wurden dem Vereine wie dem Schriftleiter persönlich von so vielen Seiten so reiche und liebevolle Teilnahme bewiesen, daß es unmöglich ist, jedem einzelnen zu danken. Ich bitte daher, den innigsten Dank auf diesem Wege entgegennehmen zu wollen. Notizen. Zur Besprechung von Fragen aus der Methodik des Religionsunterrichtes findet Montag, den 9. Juli, vormittags 10 Uhr, eine Fortbildungskonferenz für Schulamtsbewerber in der Lehrerbildungsanstalt Würzburg statt. Stoll Die nächste Nummer der „Mitteilungen" erscheint Mitte August. Für den Inhalt der „Mitteilungen" verantwortlich: M. Rosenfeld, München. Versammlung der Vertreter der israelitischen Gemeindezeitungen Deutschlands in Köln Auf Wunsch aus der Versammlung heraus eröffnet Rabbiner Cohn 10,30 Uhr die Sitzung und begrüßt die Erschienenen, dankt im besonderen dem Vorsteher der Gemeinde und Rabbiner Dr. Kober für das durch ihr Erscheinen bekundete Interesse an den Beratungen. Die Führung der Niederschrift übernimmt Herr Bacharach. Der Vorsitzende stellt fest, daß zur Zeit Gemeindeblätter erscheinen in Aachen, Anhalt, Bayern, Berlin, Bonn, Breslau, Dresden, Frankfurt a. M., Hamburg, Hessen, Königsberg, Leipzig, Mannheim, Nürnberg-Fürth, Saarbrücken, Stuttgart. Ferner Wochenblätter, die mit Rücksicht auf ihre Neutralität den Gemeindeblättern gleichzustellen sind, in Chemnitz, Erfurt, Halle, Hannover-Braunschweig, Kassel, Magdeburg, Wiesbaden. Die Schriftleitungen der in Berlin, Breslau, Königsberg und Nürnberg erscheinenden Gemeindeblätter hatten die Nichtentsendung von Vertretern durch wichtige Behinderungen entschuldigt, ferner war Herr Dr. Schmidt (München) durch Krankheit am Erscheinen behindert. Der Preußische Landesverband Jüdischer Gemeinden und. die Zentralwohlfahrtsstelle der Deutschen Juden haben schriftlich ihr starkes Interesse an der Veranstaltung bekundet. In einem einleitenden Referat spricht Gemeinderabbiner Cohn an Hand einiger an die Beteiligten verteilten Leitsätze über den Zweck der Tagung. Was Gemeindeblatt ist, seit dem Anfang 1911 die jüdische Gemeinde zu Berlin zum ersten Male mit der Ausgabe eines solchen begonnen hat, mehr und mehr in größeren und mittleren Gemeinden und Gemeindeverbänden zu einer wichtigen Einrichtung geworden. Wenn in früheren Zeiten die Synagoge (beth hakneßeth) Stätte der Verbindung zwischen dem geistigen Führer und den Gemeindemitgliedern einerseits und den Gemeindemitgliedern untereinander anderseits gebildet Habe, so stelle in neuerer Zeit das Gemeindeblatt diese Verbindung in einer neuen Verhältnissen entsprechenden Weise her. Seine Eigenart bestehe darin, daß es sich im wesentlichen auf die örtlichen Angelegenheiten beziehe und damit die Bindung des einzelnen an seine Gemeinde, die Eingliederung in die Gemeinden überhaupt und in das gesamte Judentum fördere. Aufgabe des Gemeindeblattes sei es, den Frieden innerhalb der Gemeinde zu festigen, indem die einzelnen in der Gemeinde vertretenen Richtungen einander durch die Berichte über ihre Tätigkeit kennenlernen und näherkommen können. Darum sei in weitestem Sinne Neutralität geboten, müsse alles, was den Frieden zu gefährden geeignet sei, vermieden werden. Daher auch seien alle Polemiken, die leicht heftige Formen annehmen könnten, mit möglichster Vorsicht zu behandeln. Das Gemeindeblatt wolle unter ausdrücklicher Betonung seiner Eigenart sich nicht gegen die allgemeine jüdische Presse richten, sei vielmehr geeignet, für die allgemeine Presse Interesse zu erwecken und dürfe deshalb beanspruchen, daß ihm von dieser Seite keine Schwierigkeiten bereitet werden. Wünschenswert sei, in mittleren und größeren Gemeinden ein wöchentliches Erscheinen, weil nur dadurch die innerhalb der Gemeinden arbeitenden Organisationen ein Organ für die regelmäßige Bekanntgabe ihrer Veranstaltungen besitzen, mindestens aber müsse ein halbmonatliches Erscheinen als Notwendigkeit anerkannt werden. Vorsteher Blumenau begrüßt die Erschienenen, dankt auch namens der Rheinland-Loge für die Einladung. Er betont die große Bedeutung, die ein Gemeindeblatt für das Leben innerhalb der jüdischen Gemeinde gewonnen hat und die Notwendigkeit des Ausbaues. Rabbiner Dr. Kober weist in seinen Vegrüßungsworten daraufhin, wie notwendig es sei, daß auch für die kleinen Gemeinden hinsichtlich der Einrichtung eines Gemeindeblattes gesorgt werden müsse, wie dies zum Teil ja auch schon in den von Verbänden herausgegebenen Organen berücksichtigt wird. Dr. Mayer dankt Rabbiner Cohn für Anregung und Vorbereitung der Tagung. Neutralität sei geboten, schließe aber die objektive Erörterung strittiger Probleme nicht aus, die nicht totgeschwiegen werden sollten. Das Gemeindeblatt habe in mancher Hinsicht die frühere Funktion des Rabbiners übernommen, dürfe aber keinen Predigt- Ersatz darstellen. Gewisse Artikel könnten von einer Zentralstelle sämtlichen Gemeindeblättern geliefert werden. Die Vermittlung von Nachrichtenmaterial aus der deutschen und ausländischen jüdischen Welt sei erforderlich. Sehr erwünscht sei auch zentrale Belieferung mit Bildern. Die Gemeindeblätter müßten fortlaufend historische und statistische Mitteilungen aus der Gemeinde bringen, wodurch für die Zukunft wertvolles Quellenmaterial entstehe. Auch die Einrichtung eines fortlaufenden historischen Kalenders komme in Frage. Sehr zu erwägen feien belehrende Artikel aus Bibel und Schrifttum, die aber keinen schablonenhaften Charakter haben dürften. Regelmäßige Bibliographie, Sorgfalt bei Auswahl der Rezensenten. Allgemein interessierende Gesetze, Verordnungen, Entscheidungen. Honorierung aller Originalartikel, etwa 20 Pf. für die Druckzeile, Zusatzhonorar für Nachdruck. Rabbiner Dr. Levi betont, daß diese Zusammenkunft gewissermaßen historische Bedeutung besitze, da zum ersten Male die Gemeindeblätter als eine wesentliche Einrichtung der Gemeinden und Verbände in Erscheinung träten. Zu den schon zuvor gegebenen Anregungen fügt er des weiteren die hinzu, es solle eine Vereinbarung über unentgeltlichen Nachdruck von Artikeln getroffen werden. Er legt Wert auf regelmäßiges Erscheinen von Berichten und Vereinsanzeigen der Jugendorganisationen und empfiehlt die Vil- Pianohaus Kaim FLÜGEL« PIANO SM Ältestes fachmännisches Geschäft am Platze Augsburg Obstmarkt D 100 a, Telephon 82t

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