Mannheim
Compact Memory

Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1927-12-13 · 12 (13.12.1927) · p. Seite 369

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
3 (1927)
Issue
12 (13.12.1927)
Article
Thoravorhang in der Synagoge Aub
Date
1927-12-13
Page
Seite 369 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2727810-2727836-2727849--02671-2732439
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 12 Bayerische Israelitische Gemeindezeitunq 369 5lus dem Verbände Thoravorhang in der Synagoge Aub Von Aub wird uns folgendes berichtet: Von dem jetzt in Neustadt a. d. Aifch amtierenden Lehrer Blumenthal wurde der Vorhang vor etwa zehn Jahren auf dem hiesigen Synagogenboden unter altem Gerümpel hervorgezogen. Der Grundstoff, gestreifter Seidenplüsch, war noch leidlich gut erhalten, dagegen die prachtvolle Stickerei sehr ruiniert. Die Schrift, Perlenstickerei, war noch ziemlich gut erhalten. Der Vorhang wurde durch die Bankiers Abraham und Otto Oppenheimer in Aub renoviert. Die Jnfchrstt wurde von Herrn Dr. Wohlgemuth (Kitzingen) übersetzt und lautet: „Sein Licht möge leuchten. Der Theuere und Erhabene, der Parnos und Rabbi Juda G. ist sein Hort der Sohn des Nathan s. A. und seine teuere Ehefrau Rosel, die Tochter des alten Herrn Abraham G. ist sein Hort. Keser Thora Zion wird durch Gerechtigkeit erlöst." Das Wort „Mischpot" in helleren Farben gehalten, soll die Jahreszahl 5429 darstellen, die dem Jahre 1669 entspricht. Die Inschrift im Mittelstück ist neu und heißt: Renoviert von neum durch Abraham Oppenheimer und seinen Sohn Otto 5687. Die exakte künstlerische Arbeit wurde ausgeführt von der Schwester der katholischen Arbeitsschule in Aub. Bad kissingen Rabbiner Dr. Bamberger beging am 8. November das fünfundzwanzigjährige Jubiläum seines Dienstantritts als Rabbiner des Bezirkes Bad Kissingen. Ein Vierteljahrhundert segensreiche Tätigkeit im Dienste der Gemeinde liegt hinter ihm, in der er es verstanden hat, den religiösen Sinn in den ihm unterstellten Gemenden zu erhalten und zu stärken. Schon frühzeitig hat Dr. Bamberger erkannt, daß nur der feste Zusammenhalt des gesamten bayerischen Judentums den Boden bieten kann für einen gesunden Aufbau der religiösen Gemeinschaft. Er ist dem Landesverband Bayerischer Israelitischer Gemeinden ein aufrichtiger und hingebender Mitarbeiter geworden. Von Seiten des Landesverbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden ging dem Jubilar ein herzlich gehaltenes Glückwunschschreiben zu. Wiedereröffnung des israelitischen Hospitals in Fürth Das israelitische Hospital in Fürth, Theaterstraße 36, wurde im Laufe der letzten Monate durch umfangreiche bauliche Änderungen, Instandsetzungen und Ausstattung allen neuzeitlichen hygienischen Anforderungen entsprechend eingerichtet. In erster Linie wurde eine Warmwasserheizung mit Warmwasserbereitung für sämtliche Räume eingebaut. In allen Zimmern wurden Waschbecken mit Kalt- und Warmwasseranschluß angeordnet. Die Verbindung zwischen Küche und den einzelnen Stockwerken stellt ein neuer elektrisch betriebener Speiseaufzug her. Gänge, Treppenhaus, Küche und die Rückwände der Waschbecken in den Krankenzimmern erhielten Wandplattenverkleidung. Sämtliche Fußböden sowie das Treppenhaus wurden mit Linoleum belegt. Die Ausstattung und Wäsche des ganzen H'IWMU im Thoravorhang in der Synagoge in Aub Hauses wurden vollständig erneuert. Der Operationssaal mit Vorbereitungszimmer, der schon vor einigen Jahren in modernem Sinn eingerichtet worden war, erhielt weitere wertvolle Ergänzungen durch Neueinrichtung und Anlage eines Röntgenzimmers und Apparatur für Höhensonne und Diathermie. Das Bad wurde neu ausgestattet. Die Anstalt enthält jetzt: im Erdgeschoß: Ärztezimmer und Röntgenzimmer, Wirtschaftsraum, Verwalterwohnung und Synagoge; der erste und zweite Stock enthalten außer dem Operationssaal mit Vorbereitungszimmer und Bad Räume für achtundzwanzig Krankenbetten; in einer besonderen Abteilung sind fünf Zimmer für Pfründner Vorbehalten. Die Entwurfsbearbeitung und Oberbauleitung war dem Architekten BDA. Dipl.-Jng. Köhler (Fürth) übertragen. Die an der Ausführung beteiligten Firmen verzeichnen wir noch. Zur Wiedereröffnung des Hospitals war vom Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth auf Sonntag vormittag halb zwölf vßWTi ulo^MiU PORZELLlMl£l)EßL4GE Mf JfCHEX THEATINERSTRASSE 23 GRÖSSTE AUSWAHL IX GEBRAUCHS- UID JLUXUS-PORZEU1.AX DIE FÜHRENDE WELTMARKE

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.