Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 11 (11.11.1927)
- Article
- Schwesternheim
- Date
- 1927-11-11
- Page
- Seite 340 (sequence 1)
- Language
- German
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340 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 11 Schwesternheim. Das Jüdische Schwesternheim stellt von jetzt ab eine seiner Schwestern als Gemeindeschwester zur Verfügung. Diese Schwester wird kostenlos ambulante Krankenpflege in den Familien übernehmen, in denen stundenweise schwesterliche Hilfeleistungen nötig sind, so bei akuten Erkrankungen, dauernd Invaliden, Wöchnerinnen usw. Meldungen von Ärzten oder auch direkt von den betr. Familien sind an das Wohlfahrtsamt der Israelitischen Kultusgemeinde München, Herzog-Max-Straße 7/0, Telephon 92 8 83 zu richten. Gemütliche Abende im Mädchenklub. Der Schwesternbund der München-Loge veranstaltet in den Räumen des Kinderheims, Antonienstraße 7, auch in diesem Winter alljährlich drei Heim-Abende. Am Dienstag findet unter bewährter Anleitung ein Nähkurs statt. Es werden Kleider, Wäsche und Handarbeiten angefertigt. Am Mittwoch wird Gymnastik betrieben. Am Donnerstag rvird von 7.30 bis 8.30 Uhr englischer Unterricht erteilt, ferner ist am Donnerstag jeweils von 8 bis 10 Uhr geselliger Abend. Alle Mädchen, die wenigstens 16 Jahre all sind und gerne mit der Jugend frohe und arbeitssame Stunden verbringen wollen, sind zu unseren Heimabenden eingeladen. Anmeldung nimmt jederzeit entgegen: Frau Studienrat Schaalmann, Tengstraße 37. Die Teilnahme ist unentgeltlich. Die Abende beginnen um 8 Uhr. Die Leitung. Ferienheim krumbach Der Israelitische Frauenverein von 1830 hat ein Übereinkommen mit dem Israelitischen Verein für Ferienkolonien und zur Bekleidung von Schulkindern in München getroffen und nimmt außerhalb, der großen Ferien und des Pesachmonates in das Ferienheim in Krumbach Frauen und Mädchen auf, die der Erholung bedürfen. Auch weibliche Personen, die nicht in München wohnen, kommen in Betracht, jedoch nur Erholungsbedürftige und Rekonvaleszenten, aber keine Kranken. Das Heim bietet gesunde, behagliche Zimmer, gute Verpflegung, schönen Garten. Nähere Auskünfte sind zu erhalten bei der Vereinsleitung, München, Herzog-Max- Straße. Bayerische Vereinsbank Niederlassungen an allen größeren Plätzen Bayerns rechts des Rheins i ff Gold-pfandbrief 8 > ' «Lin. a - JöW.li ll nu. — &02BU 35 ganze tinA ©ramm ZeingvlA —100 ©olfimart. '„T _£~ Individuelle Beratung in allen Vermögensangelegenheiten Unsere Wohltätigkeitsvereine, die mehr als je notwendige Aufgaben haben, entbehren sehr die außerordentlichen Zuwendungen, die ihnen früher außer den Jahresbeiträgen zuteil wurden. Der Kreis der zu Unterstützenden ist gewachsen, und eine große Anzahl früherer Gebender ist dazu nicht mehr in der Lage. Mögen die Glücklicheren, deren Verhältnisse es gestatten, die schöne Sitte, die unseren Vorfahren liebe Pflicht war, weiter üben und bei allen persönlichen Anlässen der bedürftigen Nebenmenschen gedenken! R. W. Am 5. Oktober wurde auf dem alten Friedhof Frau Johanna May, geborene Neuhöfer, zu Grabe getragen. Die Verstorbene, die einer alten Münchener Familie entstammte und viele Wohltaten im stillen erwiesen hat, hatte kurz vorher ihre Tochter, Frau Gertrud Frohmann durch einen tragischen Unfall verloren. Den Hinterbliebenen wendet sich die allgemeine Teilnahme zu. Bücberschau Hermann herh „Jüdische Gedanken und Gedanken über das Judentum" Dieses Buch des Oberrrabbiners von Großbritannien Josef Hermann Hertz sollte den Angehörigen der Münchener Glaubensgemeinde schon deshalb von besonderem Werte sein, weil es 1924 von der Witwe des 1894 verstorbenen Münchener Rabbiners Dr. Josef Perles, Frau Rosalie Perles, die hochbetagt in geistiger Frische in Königsberg in Preußen lebt, aus dem Englischen übersetzt wurde, eine für das Atter der Übersetzerin (sie war damals 85 Jahre alt) wohl seltene Arbeit. Das Buch, eine Anthologie besten Inhalts, bietet wohl jedem Leser so viel Anregung, daß es in keiner Bibliotehek fehlen sollte; der Anschaffungspreis ist angesichts des Inhalts gering. O. Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums Anläßlich des 25jährigen Bestehens der Gesellschaft bringen wir nachstehend ein Verzeichnis ihrer Publikallonen, das in nächster Nummer fortgesetzt wird. ($>rzeIIazL läenfEalPorzellan ^Jlieclerlage 'Jnfi..ZKarI (ßau GMund&eKL, 9Keafuierätra3äe 23