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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1927-06-22 · 6 (22.6.1927) · p. Seite 207

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Nr. 6 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 207 Dr. Felix Pinner, der Chefredakteur der Handelseitung des „Berliner Tageblatts", und Dr. Richard Lewinsohn, der unter dem Pseudonym Morus bekannte nationalökonomische Schriftsteller. Über jüdische Dichter und Schauspieler schreiben Julius Bab, Artur Eloesser, Arthur Sakheim, Hugo Bieber u. a., über jüdische Musik und jüdische Musiker der bekannte Musikschriftsteller Dr. Alfred Einstein und der Dichter-Komponist Arno Nadel. Von weiteren Mitarbeitern seien genannt: Rabbiner Dr. Leo Baeck (Berlin), Dr. Fritz Baer (Berlin), Pros. M. Balaban (Warschau), Prof. Dr. E. Baneth (Berlin), Priv.-Doz. Dr. D. Baumgardt (Berlin), Dr. Hugo Bergmann (Jerusalem), Dr. Siegfried Bernfeld (Berlin), Ad. Böhm (Wien), Dr. Max Brod (Prag), Prof. U. Cassuto (Florenz), Pros. Arthur Cohen (München), Rabbiner Dr. Emil Cohn (Berlin), Rabbiner Dr. Jacob Freimann (Posen), Paul Goodman, London, Prof. Alfr. Grotte (Breslau), Prof. Julius Guttmann (Berlin), Sylvain Halft, Sekretär der „Alliance Jsraelite Universelle" (Paris), Rabbiner Dr. Max Joseph (Stolp), Dr. Fritz Kahn (Berlin), Pros. Samuel Klein (Jerusalem), Dr. Hans Kohn (Jerusalem), RA. Dr. Max Kollenscher (Berlin), Prof. Samuel Krauß (Wien), Reg.-Rat I. Kreppel (Wien), Doz. A. Lewkowitz (Breslau), Prof. H. Loewe (Berlin), Prof. E. Mahler (Budapest), Prof. Siegfried Marck (Breslau), Oberrabbiner Dr. D. F. Markus (Konstantinopel), Schachmeister I. Mieses (Leipzig), Dr. Louis Oungre, Generaldirektor der „Jca", Paris, Rabb. Dr. P. Rieger (Stuttgart), Prof. Dr. Gottfried Salomon (Frankfurt a. M.), Prof. Dr. Simonsen (Kopenhagen), Rabbiner Dr. Jacob Sonderling (Neuyork), Rechtsanwalt Heinrich Stern i(Berlin), Frl. Dr. Selma Stern (Berlin), Doz. Dr. H. Torczyner (Berlin), Davis Trietsch (Berlin), Prof. Dr. Gotthold Weil (Berlin), Frau Siddy Wronsky (Berlin), Rabbiner Dr. Ziegler (Karlsbad) usw. Re' mann, Schächtfrage und jüdische Speisegesehe Im Verlage Gustav Engel (Leipzig) ist ein Schriftchen von Re' man über „Schächtfrage und jüdische Speisegesetze" erschienen. Der Verfasser wendet sich in dieser Schrift gegen die Versuche, ein Schächtverbot herbeizuführen, insbesondere aber gegen den Versuch, seine früheren, auf diesem Gebiete erschienenen Ausführungen — der Autor ist Vegetarianer — als Argument für ein Schächtverbot anzuführen. Am Ende seiner Schrift nimmt Ne' mann Veranlassung, seine Glaubensgenossen auf die Vorteile und die Fortschrittlichkeit einer vegetarischen Lebensweise hinzuweisen. Jüdisches Jahrbuch für Groß-Berlin. Dieses im Verlage von Scherbe! & Co., Berlin-Grunewald, erschienene, von Dr. Jacobsen und Dr. Segall herausgegebene Werk, bietet ein sehr interessantes Bild des jüdischen öffentlichen Lebens von Berlin. Aus seinem reichen Inhalte sei hervorgehoben: Überblick über die Geschichte der Juden in Berlin. Statistik der Juden. Organisation der jüdischen Gemeinden. Jüdische Wohlfahrtspflege, Die Parteien in der jüdischen Gemeinde. Geistiges und kulturelles Leben. Nekrologe (Wassermann, Preuß, James Israel, Mathilde Rathenau). Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums Das Aprilheft der „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums" bringt einen Sammelbericht über die bibelwissenschaftliche Literatur von Max Wiener. Weitere Berichte über die Literatur zu einzelnen Teilen der Bibel werden für die nächsten Hefte in Aussicht gestellt. I. Maybaum widmet einen sehr klar geschriebenen Aufsatz dem Rabbiner Samuel Formstecher, einem der ersten unter den neueren jüdischen Theologen, welche eine philosophische Begründung des Judentums versuchten. Diese Arbeit erhält ihre Ergänzung durch die sehr lebensvolle Schilderung, welche im gleichen Heft M. Weißberg von den Aposteln der Aufklärung in Galizien entwirft. Ferner führt G. Scholem seine vielbeachteten Untersuchungen zur Geschichte der Kabbala weiter. Zu den „Textkritischen Bemerkungen" E. Baneths im vorigen Jahrgang sind der Monatsschrift manche Einsendungen zugegangen, die weite Leserkreise inürcssieren; auch sie gelangen in diesem Hefte mit Äußerungen Baneths zum Abdruck. Der überaus billige Bezugspreis der Monatsschrift RM. 10.— für den 6 starke Hefte umfassenden Jahrgang, wird sicherlich für Gelehrte wie für Laien ein Anreiz sein, sie beziehen zu wollen. Man abonniert sie, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von RM. 10.— an diese Gesellschaft (Postscheckkonte Paul Veit Simon, Berlin 7030) oder an einen der Vertrauensmänner sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgezählt sind. Vereine Jüdischer Gesangverein München. Die Konzertreise zur Musik- Ausstellung ist nunmehr gesichert. In großzügiger Weise haben die Israelitische Kultusgemeinde München und die München-Loge namhafte Beträge zu den hohen Unkosten zur Verfügung gestellt. Um einen würdigen Verlauf des Konzertes in Frankfurt zu sichern, finden von jetzt ab die Proben zweimal wöchentlich, jeden Dienstag und Donnerstag, abends 8 Uhr im Bibliotheksaal der Gemeinde statt, die unbedingt jeder Teilnehmer an der Reise regelmäßig besuchen muß. Interessenten, die die Frankfurter Ausstellung besuchen wollen (auch Nichtmitglieder des Vereins) können sich der Fahrt anschließen und so in den Genuß des Sonderfahrpreises und der verbilligten Eintrittspreise zu den Veranstaltungen der Ausstellung gelangen. — Nähere Auskunft erteilt Zahnarzt K. Bettsack, Neuhauserstraße 21, Tel. 58091. Das Jüdische Kammerorchester München veranstaltet in einem größeren Saale (Näheres wird noch bekanntgegeben), eine öffentliche Probe, um weitere Kreise für uns zu interessieren. — Programm: Praetorius: Fackeltanz, Händel: Concerto grosso; Mozart: Menuett, Mozart: Nachtmusik, Schubert: Symphonie Nr. 5 in B-Dur. Es wird sicher allgemeines Bedauern Hervorrufen, daß die in weiten Kreisen Münchens bekannte Ceylon-Teestube, die im Laufe der vergangenen 18 Jahre zu einem besonders beliebten intimen Treffpunkt geworden war, vorläufig nicht weitergeführt wird und zunächst am 30. Juni ihre gastlichen Pforten schließt. Man darf wohl hoffen, daß es ihrer bewährten Leitung gelingen wird, bald wieder ein anderes passendes Lokal zu finden. Wie uns mitgeteilt wird, findet der Verkauf des beliebten Ceylontees vom 1. Juli ab einstweilen in den Räumen der Fa. Gottwald, Maximilianstr. 3, statt. AMTLICHER ANZEIGER Nummer 6 Beilage der Bayrischen Israelitischen Semeindezeitung 22. Juni 1927 Bekanntmachungen des Verbundes Bayerischer Israelitischer Gemeinden Bekanntmachung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden Betreff: Ersatzwahl An Stelle des verstorbenen Privatiers Jakob F r ä n k e l (München) wurde der Ersatzmann Dr. Emil F r ä n k e l, Justizrät und Rechtsanwalt (München) als Mitglied der Tagung berufen. Herr Justizrat Dr. Fränkel hat die auf ihn gefallene Wahl angenommen. München, 8. Juni 1927. Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Dr. N e u m e y e r.

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