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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1927-04-15 · 4 (15.4.1927) · p. Seite 112

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
3 (1927)
Issue
4 (15.4.1927)
Article
Jüdisch-theologisches Seminar in Breslau
Date
1927-04-15
Page
Seite 112 (sequence 2)
Language
German
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112 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 4 Abschluß, Fr. 6.40—7.30. 7. Homiletische Übungen, Samstag nachmittag vor dem Gottesdienst. 3. Herr Dozent Dr. Albert Lewkowitz wird lesen: 1. Die Religionsphilosophie der Aufklärung in ihrem Einfluß auf das Judentum, Mi. 10.20-h11, Do. 9.20—10. 2. Übungen zur Philosophie Mendelsohns und Kants. Mo. 4.30 bis 6. 3. Die Nachbarreligionen des alten Israels mit religionsgeschichtlichen Übungen, Mi. 11.20—12, Do. 10.20—11. 4. Die systematische Theologie der Gegenwart, Fr. 10.20—11. 5. Übungen zur systematischen Theologie der Gegenwart, Di. 6—7.30. 4. Herr Dozent Dr. Israel A. Rabin wird lesen: 1. Bibelexegese: a) Kl. Propheten, A, Di. 9—10, Do. 7—8 ab. b) Kön. I u. II, Prov. (ausgew. Kap. curs.) 0 u. 8, Di. u. Do. 8.20—9. c) Bibl.-hist. Übungen, A, Di. 10—11. 2. a) Die Geschichte der Juden im arabischen Spanien, Mi. 9—10, Do. 6—7 ab. b) Quellenkunde zur Geschichte der Juden in Schlesien, Do. 7—8 ab. 3. Die neueste hebräische Dichtung (hebräisch) Mo. 6—7 ab. 4. a) Talmud Chullin III (Fortsetzung) und VIII. A, Fr. 7.30—9. b) Talmud Kidduschin, III und IV, B, Mo. u. Mi. 7.30—9. 5. Herr Direktor Glaser, Leiter des jüd. Wohlfahrtsamtes, mit der Abhaltung von Vorlesungen und Übungen am Seminar beauftragt, kündigt für das Sommersemester an: 1. Einführung in die Aufgaben der Wohlfahrtspflege unter besonderer Berücksichtigung der jüdisch-sozialen Arbeit. 2. Praktische Übungen: Führungen durch Wohlfahrtsanstalten, Teilnahme an Sitzungen und Veranstaltungen sozialer Fürsorge. Beginn des Sommer-Semesters 25. April 1927. Alle Anfragen find an das Unterzeichnete Kollegium zu richten. Breslau, Wallsttaße 14, 1. März 1927. Das Dozenlenkollegium des jüdifch-kheologifchen Seminars Fraenckelfche Stiftung) Prof. Guttmann, z. Zt. Vorsitzender. Rabbimfche Lehranstalt (Jeschiwoh) Frankfurt am Main Das Sommersemester an der Rabbinischen Lehranstalt (Jeschiwoh) beginnt s. G. w. am Rausch Chaudesch Jjar (3. Mai 1927). Anmeldungen werden für alle drei Abteilungen schon jetzt ent- Neuheiten in Herren- und Damen-Stoffen Feinste deutsche und englische Fabrikate ffleinberger^ hen>^rinder mar KT Jöissinger gegengenommen. (Ober-, Mittel- und Unterstufe.) Der Unterricht erstreckt sich auf Bibel, hebräische Grammatik, Talmud mit Kommentatoren und Schulchan Aruch. Den Schülern ist überdies Gelegenheit geboten, sich in profanen Fächern unter fachgemäßer Leitung fortzubilden. Für den Lehrgang in der Unterstufe werden schulentlassene Knaben und Jünglinge ausgenommen, die schon einige Kenntnisse in Bibel und Talmud besitzen. Anmeldungen sind zu richten an den Leiter, Herrn Rabbiner Dr. I. Hoffmann, Frankfurt a. Main, Börneplatz 16, welcher zu jeder näheren Auskunft bereit ist. Das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Wyk a. Föhr für tuberkulosgefährdete Kinder und weibliche Jugendliche wird, nachdem die notwendigen Umbauten vollendet fein werden, voraussichtlich am 1. Juni eröffnet werden können. Für eine Wyker Kur geeignet sind Kinder mit überstandener Tuberkulose, Skrophulose,, mit Drüsen- und Bronchialkatarrh usw. Von der Aufnahme ausgeschlossen sind tuberkulosekranke Kinder, Kinder mit ansteckenden Krankheiten sowie nur Erholungsbedürftige. Das Heim steht unter fachärztlicher Leitung (des Herrn Dr. Gundermann, leitendem Arzt der Schöneberger Heilstätte der Stadt Berlin in Wyk a. Föhr) und wird alle modernen Kurmittel zur Anwendung bringen; es trägt daher den Charakter einer Heilstätte. Der Pflegesatz (einschließlich Kurtaxe, Arzt, Kurmittel) beträgt für alle Insassen .£ 4.— täglich. Es können etwa 28 Kinder von 4—14 Jahren (Knaben und Mädchen in getrennten Kolonien) gleichzeitig ausgenommen werden. Außerdem ist das Heitn dafür eingerichtet, auch 4—6 weibliche Jugendliche bis 18 Jahren mindestens für 3 Monate aufzunehmen. Man hat diese neue Maßnahme vorgesehen, um solchen Mädchen, die nach beendeter Schulzeit und während der ersten Berufsjahre durch eine geschwächte Konstitution der Tuberkulose-Gefahr leichter ausgesetzt sein können, durch mehrmonatlichen Aufenthalt an der See, bei geeigneter Ernährung, sonstiger Kurbehandlung und unter ärztlicher Aufsicht stehender Beschäftigung die notwendige Gesundungsmöglichkeit zu bieten, die ausschlaggebend für das ganze spätere Leben sein kann. Jede Kurperiode ist auf sechs Wochen berechnet; in Ausnahmefällen kann sie auf Wunsch des Arztes verlängert werden. Zur Anmeldung erbitte man Fragebogen, die alle notwendigen Angaben enthalten, bei der „Anmeldestelle für Wyk a. Föhr per Adresse: Geschüflssielle des Jüdischen Frauenbundes, Berlin 6 2» Rosenstraße 2—4. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme liegt in den Händen des Vertrauensarztes Herrn Dr. Rudolf Naumann (Berlin). Nach Eingang der Anmeldungen wird entschieden werden können, ob die erste Kurperiode für Mädchen oder Knaben eingerichtet wird. Die besondere Station für weibliche Jugendliche bleibt durchgehend geöffnet. plus dem Verbände Bad üifsingen Am Sonntag, 6. März, fand hier unter zahlreicher Beteiligung der Stadt- und Landbevölkerung ein Wohlfahrtstag des Verbandes statt. — Am Vormittag wurde der bekannte Film: „Ein Freitag Abend" vorgeführt. Das Theater war gut besucht — auch von einer Anzahl Nichtjuden. Die schönen Bilder mit ihrer naturwahren Einfachheit erfüllten die Zuschauer mit bewegter Teilnahme an allen Vorgängen. Der Film wurde von der Ortspresse sehr beifällig kritisiert. — Am Nachmittag fanden drei Vorträge statt, gehalten von den Münchener Damen Frl. Dr. Strauß und Frl. Katzenstein über „Armenfürsorge im allgemeinen und Jugendfürsorge im besonderen." Herr Justizrat Dr. Hommel (Schweinfurt) sprach hauptsächlich über „Wanderbettel" und über die „Provinzialarmenkassen." Auch für diesen Teil der Wohlfahrtstagung hatte sich eine große Zuhörerschaft eingefunden, die die belehrenden und überzeugenden Ausführungen der einzelnen Redner mit dankbarem Beifall aufnahmen. Eine, kurze Diskussion trug zur Klärung und Vertiefung bei. Den Veranstaltern und Referenten gebührt aufrichtiger Dank.

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