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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1927-02-09 · 2 (9.2.1927) · p. Seite 48

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
3 (1927)
Issue
2 (9.2.1927)
Article
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur, 27. Band, Berlin [Rezension]
Date
1927-02-09
Page
Seite 48 (sequence 1)
Language
German
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48 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 2 Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur, 27. Band, Berlin. Das vom ^Verband der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur herausgegebene Jahrbuch, das jetzt zum 27. Male e>rscheint, bietet wiederum ein Fülle von lesenswerten und belehrenden Artikeln. Den Eingang bildet wie üblich das Kalendarium für 5687. Darauf erfolgt der Rückblick auf das abgelaufene Jahr 5686 von I. E l b o g e n. Von besonderem Interesse ist der Aufsatz von M. Golde über die berühmte illustrierte Bibel des Herzogs von Alba, die auf Veranlassung des Ordensgenerals von Calastrava durch Rabbi Mose de Arragel übersetzt und erklärt wurde. A. S. Horodesky bringt eine begeisterte Würdigung des Schohar, dieser vielbesprochenen Grundschrift der Kabbala. Das Kulturproblem in der jüdischen Geschichte behandelt Dr. F. Perles, Von einigen interessanten Persönlichkeiten des jüdischen Lebens handeln die Aufsätze von M. Grunwald über den hervorragenden russisch-jüdischen Bildhauer Antokolski, und I e s s i e Kurrein über ihren Vater Louis Loewe, den Begleiter des Sir Moses Montefiore auf seinen Reisen nach Damaskus und Palästina und dem langjährigen Berater dieses unvergeßlichen Philanthropen. I. Kaftan setzt seine anregenden und anschaulichen Erinnerungen fort, die uns nach dem aufstrebenden Berlin von 1860 führen. Georg Hermann, der ewig junge, beschließt die Reihe, mit einer Erinnerung an den ersten Jom Kippur, den er als Vierjähriger bewußt erlebte. Das Buch zeichnet sich durch Illustrationen und durch besseres Papier vorteilhaft von seinen Vorgängern aus. Der Preis für das Exemplar beträgt Ä 3.50. Bestellungen sind an die Buchhandlung von M. Poppelauer, Berlin C, Neue Friedrichstraße 59, zu richten. Ein neues „Kochbuch für die jüdische Küche" gibt der Jüdische Frauenbund heraus. Das Buch, das weit mehr enthält als nur Kochrezepte, entspricht allen Anforderungen, die man an ein modernes Kochbuch stellt. Es erleichtert der Hausfrau, Köchin oder Wirtschafterin eines größeren Betriebes die Arbeit durch geschickt zusammengestellte Speisenfolgen für Wochen- und Festtage, für einfache und anspruchsvoller geführte Haushalte, Heime verschiedener Art und Volksküchen. Für die in den jüdischen Gesetzen wenig bewanderte Hausfrau bringt das Kochbuch eine Zusammenstellung und Deutung der jüdischen Speisegesetze und ihrer Durchführung in Haushalt und Küche in Arttkeln über „Die Speisegesetze", „Die Durchführung des Religionsgesetzes in Küche und Haushalt", „Lichtanzünden am Schabbos und Jomtof", „Die jüdischen Gerichte, ihre Entstehung und Symbolik". Aus dem Inhaltsverzeichnis erwähnen wir ferner noch folgende Ausätze: „Die Einrichtung der Küche", „Kurze Abhandlung über die Ernäh¬ Sonntag, den i3. Februar 1927, abends 8 XJlir im Hotel Rheinischer Hof, Bayerstraße D lenstbotenh all IM KAUFMANNS-KLUB Einladungen erfolgen durch die Vorstandschaft Der Festausschuß rungslehre", „De>r Einkauf und die hauswirtfchaftliche Rechnungsführung", „Aus Urgroßmutters Kochbuch". In dem Hauptteil des Buches wird außer der Angabe erprobter Rezepte das Einmachen, die Säuglings- und Krankenküche sowie die vegetarische Kost besonders behandelt. Das sehr hübsch gebundene, fast 300 Seiten starke Buch ist zum Preise von M. 3.— (zuzüglich Porto- und Verpackungsspesen) erhältlich beim israelitischen Frauenverein Düsseldorf, Schützenstraße 19. Bei Mindestabnahme von 6 Stück ermäßigt sich der Preis auf M. 2.50. Vereine Jüdischer Jugendverein, München. In der Generalversammlung am 13. Januar 1927 wurde die vorjährige Vorstandschaft (1. Vorsitzender Herr Reißer) wiedergewählt. Das Programm für das Vereinsjahr 1927 steht noch nicht endgültig fest. Der bisher eingeschlagene Weg, die jüdische Nichtorganisierte, Jugend zu gemeinsamer geistiger, jüdischer Arbeit zusammenzuschließen, wird auch weiterhin beschritten werden. Öffentliche Vortragsabende über aktuelle, jüdische Themen werden vorbereitet. Die „Donnerstag-Abende" finden bis auf weiteres in den Räumen der Gesellschaft „Museum", Promenadestraße 12, 1. Stock links, statt. Den Zyklus „Geschichte des jüdischen Volkes", hält wie bisher Herr Oberlehrer Dr. Kehler. Die „Literatur-Arbeitsgemeinschaft" liest z. Zt. „Jakob Wassermann, Laudin und die Seinen". Nächster Abend: Montag, den 14. Februar, abends 81/2 Uhr, Herzog-Max-Straße 5/1 Rückgeb. (Beratungszimmer). Die Tage der anderen „Arbeitsgemeinschaften" werden jeweils an den „Donnerstag-Abenden" mitgeteilt. Herr Justin Weinberg, Vriennerstraße 30, Tel. 53112, erteilt Auskunft über die Fahrten der „W andergruppe n". über die „S k i g r u p p e", Herr Both, Lindwurmstraße 180. Über alle anderen Vereinsangelegenheiten Herr Karl Reißer, p. Adr. „Ewer"-Buchhandlung, Ottostraße 2, Tel. 52407. Wir machen immer wieder auf die „Freitag-Abende" aufmerksam. Jeder ist willkommen! Die „Abende" finden im Beratungszimmer der Gemeinde, Herzog-Max-Straße, 5/1, Rückgeb., abends 8^/2 Uhr, statt. Die Leitung dieser „Freitag-Abende" haben abwechselnd die Herren Studienrat Schaalmann, Professor Klugmann, Kantor Müller u. a. Aufruf zur Gründung eines „Jüdischen Kammerorchesters" Um einem Mangel abzuhelfen, der allen denen, die sich gerne in gleichartigem Kreise mit größeren Kammermusikwerken beschäftigen wollen, immer fühlbarer geworden ist, soll die Gründung eines Münchener Jüdischen Kammerorchesters versucht werden. Alle, die ein Streichinstrument (Kontrabaß, Violoncell, Bratsche, Geige) oder irgendein Blasinstrument spielen und die sich jugendlich genug fühlen (wobei es nicht auf die Zahl der Lebensjahre ankommt!), sich gemeinsamer Musikpflege um der Musik willen ernsthast zu widmen, werden hiermit gebeten, ihre Anschrist der Schriftleitung dieses Blattes unter „Münchener Jüdisches Kammerorchester" mitzuteilen und auf welcher Stufe technischen Könnens sie ungefähr stehen (etwa durch Angabe der zuletzt gespielten Stücke). Zionistische Ortsgruppe München Mittwoch, den 9. Februar, abends 8 Uhr, findet im Bibliothekssaal der Gemeinde, Herzog-Max-Strahe 7, eine Achad-Haam- Gedenkfeier statt. Eröffnungsrede: Dr. Elias Straus. Vortrag: Schriftsteller Dr. Jakob Klatzkin (Berlin). Mal- und Zeichenunterricht NATURSTUDIUM PORTRÄT — LANDSCHAFT - BLUMEN KOMPOSITION — RADIERUNG KURSE UND EINZELUNTERRICHT JAMES BIEBERKRAUT NEUREUTHERSTRSSSE 18/4

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