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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern · 1927-02-09 · 2 (9.2.1927) · p. Seite 5

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Journal
Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1927
Issue
2 (9.2.1927)
Article
Samuel Adler s. A.
Date
1927-02-09
Page
Seite 5 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 2 Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern 5 War ihm so die Außenwelt verschlossen, so leuchtete das Licht seines Geistes um so Heller. Neben dem Studium der heimatlichen Pflanzenwelt, trieb er besonders Sprachstudien, namentlich vergleichende Sprachwissenschaft, wobei er in tiefem Forschergeist aus Grund eigens konstruierter Gesetze dem.Zusammenhang der europäischen Sprachen mit dem Hebräischen, das er als Ursprache ansah, nachging. In den hebräischen Gebetsdichtungen fand er sprachliche Schönheiten von wunderbaren Zusammenhängen von Seele und Körper, Mensch und Gott. Es war wie eine Offenbarung, wenn ihm ein Wort davon über die Lippen floß. Adler kam täglich, nicht' Alter. Kälte oder schlechtes Wetter vorschützend, zum gemeinsamen Gottesdienst. Er erlebte sein Gebet täglich aufs neue. Bei besonderen Anlässen versah er den Vorbeterdienst. Wie lauschte die Gemeinde tief andächttg seinem Gebet, seinem geschulten lyrischen Tenor. Er betete ohne Buch. Gebe>t oder Psalm, Bibel- oder Mischnawort, alles floß ihm auswendig vom Mund. Sein Leichenbegängnis legte Zeugnis ab von seiner hohen Verehrung bei Juden und Nichtjuden. Mit seinem Tode wurde viel Wissenschaft begraben. Wird sie den Erdhügel durchbrechen und aufblühen? (Vom Schriftleiter gekürzt.) 5lus den vezirkskonferenzen kihingen. Am Sonntag, dem 19. Dezember, tagte in Kitzingen die 2. Vezirkskonferenz unter Leitung des Herrn Bezirksrabbiners Dr. Wohlgemuth. Das „Lernen" leitete sie ein. Ein Stück Gemoro aus Chulin mit dem dazugehörigen Tosphos bildete den Inhalt. Daran schloß sich ein Referat des Herrn Oberlehrer Wechsler von Aschbach, der mit Bienenfleiß viele, Midraschim zusammengetragen, die sich aus Schabbos beziehen. Der Herr Kollege hatte feine Darbietungen in die Form eines Schiur-Vortrages gekleidet. Die Konferenz machte, es sich zur Aufgabe — da es in ihrem jetzigen Programm liegt —, alle, jene Midraschim aus dem Dargebotenen zusammenzustellen, die sich im Unterricht verwenden lassen. . Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen wurden Midraschim besprochen, die sich bei der Behandlung von Mesusoh, Zizis und Tephilin in der Religionsstunde eignen, die religiösen Betrachtungen vertiefen und beleben. Da der Midrasch in dem Religionsunterricht von vielen Kollegen noch recht stiefmütterlich behandelt wird, so waren gerade diese Besprechungen von besonderer Bedeutung. Dem Herrn Bezirksrabbiner Dr. Wohlgemuth für seine vortreffliche Leitung den besten Dank. Für die nächste Konferenz wurde, als Thema für die praktische Pädagogik vorgesehen: „Der Midrasch bei Besprechung des Pesach-, Schewuos- und Sukkosfestes. I. A.: Robert Einstädter. Ansbach, 2. Januar 1927. Nach kurzen Begrüßungsworten erledigte sich der Vorsitzende der angenehmen Pflicht, im Namen der Konferenz eine Reihe von Glückwünschen zu übermitteln. Es wurden beglückwünscht Herr Hauptlehrer Strauß (Uffenheim) aus Anlaß seiner Ernennung zum Ehrenmitglied des Heimatmuseums Uffenheim, Herr Bezirksrabbiner Dr. Munk zu seiner Verlobung und der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Oberlehrer Dingfelder (München) zur Verlobung seines Sohnes. Alsdann wurde zu verschiedenen aktuellen Angelegenheiten, wie Schächtfrage, Krankenkasse u. a. Stellung genommen und das Rundschreiben der Vereinsleitung, Fortbildungsfragen betreffend, eingehend besprochen. Nach einer kurzen Pause kam das „Lernen" zu seinem.Rechte. S. Schmid. Von unserer Hilfskasse Im abgelaufenen Jahre wurden aus der Hilfskasse des Vereins für Unterstützungen verausgabt: An Pensionisten.JC 2150.— An Witwen und Waisen.JC 3500.— In Krankheits- und Notfällen.JC 1950.— JC 7600.— Die Beihilfen in Einzelfällen bewegen sich in Beträgen von 50 bis 300 JC. Nachdem durch die Aufwertung wenigstens ein Teil des früheren Vermögens der Kasse gerettet wird, ist zu erwarten, daß die Hilfstätigkeit des Vereins auch in Zukunft, wenn auch nicht in dem früheren Umfange, aufrechterhalten werden kann und somit die „Rechtsansprüche" der Mitglieder, obwohl sie cheoretisch verneint werden mußten, so doch tatsächlich bestehen bleiben. Der Religionsunterricht nach der neuen Lehrordnung für die bayerischen Volksschulen In der neuen Lehrordnung ist für die ausgebaute (7- bzw. 8klaffige) Volksschule für den Religionsunterricht folgendes Stundenmah vorgeschriebe,n: 1. und 2. Klasse je 3, 3. bis 7. Klasse je 4 und 8. Klasse 3 Stun- Verbilligter Bezugspreis Auf Wunsch teilen wir mit, daß die „Deutsche Israelitische Zeitung" mit der Beilage „Die Laubhütte" (Verlag: Hamburg, Gänsemarkt 35) Lehrern und israelitischen Kultusbeamten zur Hälfte des Bezugspreises, also vierteljährlich für M. 1.05, auf Verlangen zugestellt wird. Einzahlungen im Dezember 1926 Von: Sonn, Fulda 15.—; Bernheim, Nürnberg 15.—; Baracker, Sulzburg 8.—; Ehrmann, Friedberg 14.—; Bernstein, Aub 15.50; Senger, Würzburg 5.—; Hellmann, Würzburg 10.—; Tannenwald, Aschaffenburg 10.—; Martin Haßloch 7.—; Steinern Landau 30.—; Pollack, Marktbreit 7.50. Durch: Lion, Grünstadt 10.—; Ellinger, Fürth 106.—; Neumann, Feuchtwangen 10.—. Die nächste Zusammenkunft findet Sonntag, den 13. Februar, mittags 1 Uhr, im Gemeindesaal in Ansbach statt. Altenmuhr 15.—; Wofromm, Ermershausen 20.—; Nußbaum, Einzahlungen im Januar 1927 Von Gutmann, Öttingen 30.—; Dr. Fränkl, Augsburg 15.—; Heimann, Augsburg 15.—; Freudenberger, Thüngen 15.—; Adler, Fürth 15.—; Kissinger, Ursprüngen 7.50; Ehrenreich, Nürnberg 15.—; Bravmann, Gaukönigshofen 31.—; Kurzmann, Schweinfurt 15.—; Neumann, Feuchtwangen 10.—; Dr. Bamberger, Nürnberg 30.—; Sonn Jak., Würzburg 15.—; Sonn Dav., Würzburg 15.—; Sonn Moses, Buttenwiesen 30.—; Goldstein, Würzburg 7.50; Hosmann, Würzburg 15.—; Pollack, Markbreit 7.50; Steinern, Landau 30.—; Geßner, Rostock 10.—; Schloß, Mellrichstadt 4.—; Herz, Altenmuhr 15.—; Wolfromm, Ermershausen 20.—; Nußbaum, Dahn 15.—; Ehrmann, Friedberg 7.50; Gundersheimer, Brükkenau 15.—; Kahn, Krumbach 12.—; Dingfelder, München, mit herzlichem Dank für die, Glückwünsche zur Verlobung seines Sohnes 50.—; Blumenthal, Neustadt a. Aisch 30.—; Frank, Uffenheim 15.—; Strauß, Uffenheim 15.—; Krämer, Speyer 15.—; Dingfelder, München 15.—; Eisfeld, München 15.—; S. Glaser, München 15.—; H. Glaser, München 10.—; Kirschner, München 15.—; Dr. Klugmann, München 15.—; Müller, München 15.—; Kahn, Krumbach 12.—; Wechsler, Aschbach 20.—; Anfänger, Würzburg 15.—■; Lehmann, Würzburg 15.—; Neubauer Dr., Würzburg 15.—; Stoll, Würzburg 30.—; Wolf, Lendershausen 15.—; Lehmann, Eschau 15.—; Neustädter, Kissingen 10.—; Schwarzenberger, Bödigheim 15.—. Durch Dingfelder, München 100.—; Wechsler, Afchbach 5.—; Hellmann, Würzburg 15.—. Diejenigen Kollegen, die mit ihrem Beitrag für 1926 noch im Rückstand sind, werden ersucht, denselben baldigst auf unser Konto, Scheckamt Nürnberg, Nr. 6479, einzuzahlen. Würzburg, 30. Januar 1927 Mit kollegialem Gruße! M. Hellmann.

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