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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1926-10-07 · 10 (7.10.1926) · p. Seite 269

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
2 (1926)
Issue
10 (7.10.1926)
Article
Hebräische Sprachschule München
Date
1926-10-07
Page
Seite 269 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 10 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 269 scheu Syntax statt. Beabsichtigt ist die Behandlung der biblischen und mischnischen Syntax des Verbums, Pronomens, Nomens, Objekts, Nominal- und Verbalsatzes, einfachen und zusammengesetzten Satzes usw. Teilnehmerkarte für die sechs Vorlesungen zu M. 3.— (für Schüler der Sprachkurse 1.50) im Unterrichtslokal erhältlich. Winter-Semester 1926/27. Beginn: 15. November. Am 15. November wird ein neuer Anfängerkurs eröffnet, zu dem schon jetzt Anmeldungen entgegengenommen werden. Die gegenwärtig bestehenden Kurse werden fortgesetzt. Zum Eintritt in die Kurse sind folgende Vorkenntnisse nötig: Kurs I (neuer Anfängerkurs): Mechanisches Lesen vokalisierter Texte. Kurs II (bisheriger Kurs I): Die ersten 50 Lektionen des Rathschen Lehrbuches oder Entsprechendes. Kurs III (bisheriger Kurs III): Das ganze Rathsche Lehrbuch oder Entsprechendes. Kurs IV (bisheriger Kurs IV): Verständnis leichter unvokalisierter Texte. Hebräische Formenlehre. Unterrichtssprache hebräisch. Kurs V (bisheriger Kurs V): Freie Lektüre mittelschwerer unvokalisierter Texte. Unterrichtssprache hebräisch. Unterrichtslokal und Adresse: Ottostraße 2. Telephon 56199. An alle jüdischen Frauen in München. Die Unterzeichneten wenden sich mit besonderer Eindringlichkeit an alle jüdischen Frauen in München. Denn wir bedürfen des Urteils aller Frauen, ' der Arbeitskraft aller Frauen, der Begeisterung aller Frauen. Obgleich wir nun aber angewiesen sind auf alle jüdischen Frauen nach Zahl, nach Gesinnung, nach Fähigkeiten so müssen wir doch mit Bedauern feststellen, daß unserer Ortsgruppe bis jetzt nur etwa achthundert Frauen angehören. Wir glauben das kommt daher, daß viele Frauen noch nicht unterrichtet sind davon, was die Ortsgruppe München des jüdischen Frauenbundes im jüdischen Leben Münchens bedeutet. Wir vermuten, sie wissen noch nicht, daß wir der Not dieser Zeit auf jede Weise zu steuern suchen, sowohl in den eigenen Reihen, wie überall, wo immer es not tut. Auf sozialem Gebiet durch unseren Arbeitsnachweis, unsere Armenhilfe, unseren Mädchenschutz (Zufluchtszimmer!) unsere „mensa", unsere Nählehrkurse, unsere Wärmestube; auf kulturellem Gebiet durch unsere wirtschaftliche Frauenschule auf dem Lande, unsere Vortragsabende, unseren Geschichtskurs, unsere pädagogische Gruppe (worauf besonders die jungen Frauen hingewiesen seien). Alle Frauen müssen uns helfen, alle Frauen müssen Mitglieder werden der Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes, und wir bitten um Anmeldung — Mindestbeitrag M. 3.— jährlich — bei einer der ergebenst Unterzeichneten: Rosa Werner, Ehrenvorsitzende, Herzog-Max-Straße 3, Telephon 53 6 95. Clara Oppenheimer, 1. Vorsitzende, Landwehrstraße 4/III, zur Zeit Jüdisches Landheim Wolfratshausen. Clementine Kramer, 2. Vorsitzende, Trautenwolfstraße 4/II, Telephon 313 57. Dr. Rahel Straus, 1. Schriftführerin, Kobellstraße 13, Telephon 73 8 89. Jenny Baerwald, 2. Schriftführerin, Richard-Wagner-Straße 16, Telephon 51 0 71. Recha Stark, 1. Kassierin, Bavariaring 21, Telephon 52 7 58. Hermine Ellinger, 2. Kassierin, Beethooenstraße 14, Telephon 53 478. Nähstube. Die Herbstfeiertage liegen hinter uns und der nahende Winter mahnt uns, wieder auf dem Plan zu sein. Wir wollen und müssen helfen, Sorgen und Entbehrungen zu lindern überall da, wo solche mit dieser Jahreszeit in verstärktem Maße einkehren und wollen damit wenigstens kleine Freude tragen in das Haus derjenigen, die ein Recht haben, auf unsere Hilfe zu warten. über das erste Jahr unserer Tätigkeit haben wir am 7. Oktober 1925 in Nummer 9 dieser Zeitung berichtet. Wenn wir heute nach Ablauf unseres zweiten Arbeitsjahres Rechenschaft geben, so wollen wir in erster Linie herzlich danken den edlen Spendern an Rohstoffen und Geld, die uns ihr Wohlwollen so reich geschenkt haben, aber auch unseren vielen lieben Damen, die so fleißig ihre Hände geregt und durch ihre Mitarbeit geholfen haben, ein so erfreuliches Ergebnis zu liefern. Ihnen allen ist wohl die Freude der Bedachten der schönste Dank. Es wurden fertiggestellt und abgeliefert: 115 Hemden, 135 Kissen, 71 Bettücher, 48 Bezüge, 17 Handtücher, 4 Schürzen, 9 Lodenmäntel, 3 Überzieher, 14 Hosen, 9 Schürzen, 7 Kleidchen, 6 Dirndlkleider, 8 Leibchen, 4 Röckchen, 3 Blusen, 1 Spielanzug. Für soziale Vereinigungen wurden genäht: 65 Handtücher, 17 Kissen, 4 Überzüge, 4 Badetücher, 11 Bettdecken, 13 paar bunte Vorhänge, 17 paar weiße Vorhänge. Die Verteilung der fertigen Stücke lag wieder in den Händen von fünf bewährten Frauen der Gemeinde. Nach wie vor fordert die wirtschaftliche Not unsere Arbeit, und große Ansprüche werden an unsere Hilfsbereitschaft gestellt. Wir bitten daher herzlich, unsere Nähstube auch weiterhin in jeder Weise zu unterstützen durch Spenden und durch Mitarbeit. Wir nähen mit Dienstag, 5. Oktober beginnend, wieder jeden Dienstag nachmittag von halb 6 Uhr in der Ritterschen Speiseanstalt, Klenzestrahe 4. Wir bitten Frauen und Mädchen, welche mitnähen und uns unterstützen wollen, sich an Frau Lang, Blumenstrahe 31 oder Frau Landauer, Gentzstraße. 1, zu wenden. Heinrich Schalit Pianist und Komponist (m. d. österr. Staatspreis f. Komposition ausgezeichnet) Wied er beginn des Privatunterrichts Klavier: Von den Anfängen bis zur Reife — moderne Schule—Einzelunterricht und Kurse auch für begabte Anfänger Theorie: Allgemeine Musiklehre, Gehörbildung, Musikdiktat; Harmonie-, Kontrapunkt- und Kompositionslehre. Lied- und Partienstudium Anmeldungen: Bauerstraße 25/lV, Tel. 34220 Der Unterricht wird außerdem erteilt im Studio bei M. J. Schramm, Rosenstraße 5

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