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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1926-09-08 · 9 (8.9.1926) · p. Seite 252

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
2 (1926)
Issue
9 (8.9.1926)
Date
1926-09-08
Page
Seite 252 (sequence 33)
Language
German
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252 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 9 In tiefster Trauer erfüllt der unterfertigte Verband die Pflicht, den Mitgliedern seiner Körperschaften und den bayerischen Gemeinden Kenntnis zu geben von dem Ableben des Geheimen Zustizrats Dr. Sigmund Held in Nürnberg Mitglied des Rates und Vorsitzender des Verfassungsausschusses. Mit ihm ist eine der bedeutendsten und vornehmsten Persönlichkeiten des bayerischen Judentums dahingegangen. Der Verband bayer. israelitischer Gemeinden verliert in dem Verblichenen einen seiner Schöpfer und Führer. Mit vorausschauendem Blick verband Held den scharfen Sinn für das Notwendige und Mögliche. Einsicht, Wissen und Erfahrung paarten sich mit Güte und Anmut des Herzens. Sein kluger Rat ebnete die Wege. Der Adel der Seele durchftrömten die Handlungen des Tages. Ein tiefes religiöses Empfinden gab den Grundton für die Persönlichkeit. So wird Sigmund Held fortleben in dem Gedächtnis seiner Zeitgenossen und ferner Geschlechter. Uns war er der liebste Freund. Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Für den Rat: Für die Tagung: Dr. N e u m e y e r. Dr. S i l b e r s ch m i d t. Der unterfertigte Verband erfüllt hiermit die schmerzliche Pflicht, die Mitglieder seiner Vertretungen und die ihm angeschlossenen Gemeinden von dem Hinscheiden des Herrn Adolf Beer (St.Ingbert) Mitglied der Tagung, in Kenntnis zu setzen. Der Dahingeschiedene gehörte der Tagung des Verbandes seit seiner Gründung an. Trotz seines hohen Alters hat er in unermüdlichem Pflichteifer zum Wohle der bayerischen Judenheit gewirkt und dem Verband zu jeder Zeit und mit ganzem Herzen seine wertvolle Arbeit geleistet. Ihm ist es in erster Linie zu danken, wenn die Juden des Saarlandes in schwerster Zeit mit den Juden der Pfalz verbunden blieben. Wir werden dem Verblichenen stets ein ehrendes und dankbares Gedenken bewahren. München, den 3. September 1926. Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Für den Rat: Für die Tagung: Dr. N e u m e y e r. Dr. S i l b e r s ch m i d t. Tieferschüttert geben wir Kenntnis von dem nach kurzer Krankheit heute erfolgten Ableben des hochverehrten ersten Vorsitzenden der israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg Herrn Geheimen Äustizrat Dr. Sigmund Held Nachdem er feit dem Jahre 1895 der Verwaltung der Kultusgemeinde angehört hatte, übernahm er im Dezember 1909 als der berufenste Nachfolger des unvergeßlichen Geheimen Hofrat Gustav Josephthal den Vorsitz in der Gemeinde. Alle glänzenden Eigenschaften des Geistes und die ganze Fülle der Lebenserfahrung, die ihn in seinem Berufe hervorragend auszeichnete, stellte er in diesen 3 Jahrzehnten in aufopfernder Treue in den Dienst unserer Religionsgemeinschaft. Nicht minder wirkte er durch seine Persönlichkeit, die mit ihrer Vornehmheit und abgeklärten Ruhe in idealster Weise die Verhandlungen der Verwaltung und sonstiger Korporationen zu leiten, die Gegensätze, ohne die Sache hintanzusetzen, auszugleichen und die Einheit der Gemeinde auch in den schwierigsten Zeiten aufrecht zu erhalten wußte. Mit weitem Blick förderte er den Ausbau der Kultusinstitutionen und die Entwicklung der gemeindlichen Vereine und Anstalten. An der Schaffung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden hatte er hervorragenden Anteil; die vorausgehende langjährige Entwicklung wurde durch seine kenntnisreichen Arbeiten und durch seine Klugheit zum Ziele geführt. Er war die Zierde unserer Gemeinde, in der er uneingeschränktes Vertrauen und aufrichtigste Verehrung genoß, er hat ihr auch nach außen hin als ihr würdiger Vertreter die gebührende Ehrenstellung, wo auch immer, zu sichern verstanden. Die Kultusgemeinde bedauert auf's Tiefste den frühzeitigen Heimgang dieses ausgezeichneten Mannes und wird ihm alle Zeit ein treues und dankbares Gedenken bewahren. Nürnberg, den 30. August 1926. Vorstand und Vertretung der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg. Nachruf Am 7. August verschied plötzlich und unerwartet der Vorstand des Synagogenrates der hiesigen Israelitischen Kultusgemeinde und Abgeordnete des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden Herr Adolf Beer 30 Jahre lang hat er mit seltener Tatkraft, sicherer Zielstrebigkeit und vorbildlicher Hingabe die Geschicke unserer Gemeinde erfolgreich geleitet. Durch seine tiefe Religiosität war er der berufene Führer seiner Glaubensbrüder. Die Nachahmung seines Vorbildes sei unser Dank. Für die Synagogengemeinde St. Ingbert Der Synagogenrat Zwei sehr gut erhaltene Seferim sind zu verkaufen. Anfragen an Lehrer Erlebacher (Mönchsroth, Mfr.). Dieser übernimmt auch die Reparatur von Sefer Thoros und Tefillin. vis jiid. Stellenvermittlung und Berufsberatungs-Stelle MiinchenfMerzog-Max-Str.7/o,Yel.55283 vermittelt unentgeltlich Stellen jeder Art

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