Mannheim
Compact Memory

Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1926-04-02 · 4 (2.4.1926) · p. 105

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
2 (1926)
Issue
4 (2.4.1926)
Article
70. Geburtstag von Frau Professor Werner
Date
1926-04-02
Page
105 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2727810-2727823-2727827-2729613--00937-2729668
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 4 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 105 und unter Mitwirkung von Professor Kirschner. Es sprachen Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer, Rabbiner Dr. Baerwald, Justizrat Leo Oppenheimer und Frau Klementine Krämer, die in ihren Worten des wohltätigen Wirkens von Frau Professor Dr. Werner gedachten und den Wunsch und die Hoffnung auSsprachen, sie möge noch lange inmitten der Gemeinde und zu deren Nutz und Frommen weiterwirken. Mit wenigen schlichten Worten dankte die Jubilarin und versprach auf dem bisherigen Wege forzuschreiten, in der Gewißheit, auf die Unterstützung der Gemeinde in ihrem karitativen Werke rechnen zu können. Israelitisches Schwesternheim. Das abgelaufene Berichtsjahr war für uns in doppelter Beziehung ein Jahr des Wiederaufbaues. In finanzieller Hinsicht ist eü gelungen, den Weiterbestand des Schwesternheims dadurch zu sichern, daß in dankenswerter Weise sowohl die Verwaltung der Kultusgemeinde, die München-Loge wie auch der weitaus größte Teil unserer früheren Mitglieder uns wieder durch Gewährung von Jahresbeiträgen unterstützt haben. Andererseits war eö uns möglich, zum erstenmal nach mehrjähriger Pause wieder eine Anzahl von Schülerinnen zu gewinnen, nach deren Ausbildung wir hoffen, nicht nur dem Krankenheim die notwendigen Stationsschwestern, sondern auch genügende Kräfte für die Stadtpflege zur Verfügung stellen zu können. Durch die teueren Ausbildungskosten für die Schülerinnen wurde unsere finanzielle Lage sehr angespannt. Der Betrieb schließt mit einem Fehlbetrag von etwa 4000 Mark, zu dessen Deckung wir einen Teil der Spenden in Angriff nehmen müssen, die uns anläßlich der früher besprochenen Jubiläumsfeier zugeflossen sind. Hat das Ergebnis unserer Jubiläumösammlung infolge der wirtschaftlich ungünstigen Lage auch nicht unseren Hoffnungen und Wünschen entsprochen, so haben wir um so mehr Anlaß, der Verwaltung der KultuSgemeinde und den Logen sowie den Vereinen und Einzelspendern unseren allerherzlichsten Dank auszusprechen. Der Ertrag der Jubiläumsspenden von M. .10 455.50 wurde abzüglich des Fehlbetrages von M. 4000.— im Betriebsfonds pro 1925 mit M. 6455.50 zugunsten unseres Pensionsfonds verwandt, dessen Mittel wir in diesem Jahr zum erstenmal in Anspruch zu nehmen gezwungen sind. Unsere verdiente Oberschwester Marianne, die uns volle 25 Jahre in der Privatpflege und im Krankenheim als Operationsschwester in hervorragender Weise gedient hat, mußte infolge ihrer erschütterten Gesundheit in den Ruhestand treten. Wir danken ihr an dieser Stelle nochmals herzlichst für alles, was sie unzähligen Leidenden an Liebesdiensten geleistet hat. Gleicher Weise sei auch hier der Frau Oberin und allen Schwestern für ihre opferfreudigen und erfolgreiche Arbeit Dank gesagt. Wir schließen mit der dringenden Bitte an die Allgemeinheit, unsere Institution, über dere» segensreiches Wirken in der Gemeinde wohl nur eine Stimme herrscht, nach Kräften zu unterstützen und zu fördern. Die Namen der Spender für den „Jubiläums-Fonds" werden wir in nächster Zeit veröffentlichen. Eine Reihe weiterer Spenden für Betriebs- und Pensionsfonds sind uns bei freudigen und traurigen Anlässen im Laufe des Jahres zugeflossen, für die wir hier nochmals aufrichtig danken. Zionistische Ortsgruppe München. Donnerstag, 15. April 1926, abends 8 Uhr, spricht Herr Rabbiner Dr. Max Elk im Museumssaal, Promenadestraße, über „Liberalismus und Zionismus". Herr Rabbiner Dr. Elk, der München demnächst verlassen wird, hat sich bereit erklärt, vor einem weiteren Kreise von Gemeindemitgliedern diese beiden großen Bewegungen des modernen Judentums in einem Vortrag zu behandeln. An den Vortrag soll sich eine Aussprache anschließen, die, wie wir hoffen, gleich dem Vortrag selbst, zu einer Klärung des vielfach umstrittenen Problems beitragen wird. Näheres siehe im Anzeigenteil in dieser Nummer! Hebräische Sprachschule München. Sommersemefter 1926. (4. Semester.) Das Sommersemcster 1926 dauert von Anfang April bis Mitte Juli und von Anfang September bis Mitte November. Für die Zeit von Peffach bis Rosch-Haschana gilt folgender Stundenplan: Mo 8.30—7.30 Uhr morgens: I 6.00-7.30 Uhr abends: III 7 30—8.30 Uhr abends: II Di 6.30-8.00 Uhr morgens: V - 7.00-0.30 Uhr abends: IV Mi 6.30-7 30 Uhr 7.30-8.30 Uhr 8.30—9.30 Uhr morgens: I abends: Gr. abends: Klub Do 6.30—8.00 Uhr 6.00-7.30 Uhr 7.30—8.30 Uhr morgens: IV abends: III abends: II Fr 6.30—8.00 Uhr morgens: V - - 1. Kurs I: Neuer Anfängerkurs, beginnend mit Lektion I des Rathschen Lehrbuches. Dieser Kurs wird erst mit Beginn des Sommersemesters der Hochschulen (anfangs Mai) eröffnet, dafür bis Ende Juli fortgeführt. 2. Kurs II: Bisheriger Anfängerkurs, beginnend mit Lektion 51 des Rathschen Lehrbuches. Z. Kurs III: Bisheriger Kurs II, beginnend mit Lektion 101 des Rathschen Lehrbuches. Bibellektüre: Jona, Ruth, ausgewählte leichte Stücke aus dem Chumasch. 4. Kurs IV: Bisheriger Kurs III, beginnend mit leichter unpunktierter Lektüre (nach Fichmanns „Perakim Rilchonim", Teil 2). Bibel: Bereschith, 2. Teil. 5. Kurs V: Bisheriger Kurs IV. Agadoth aus Talmud und Midrasch (nach Bialik und RawnitzkyS „Sefcr haagada". Bibel: Samuel I (Schluß) und Samuel II. Lektüre aus der neuhebräischen Literatur. Stilübungen. (Unterrichtssprache ausschließlich hebräisch.) 6. Grammatikkurs: 1. Kurzer Überblick über die historische Grammatik des Hebräischen (April bis Juli); 2. Ausgewählte Kapitel des biblischen und mischnischen Syntax (September bis November). Unterrichtssprache deutsch. Voraussetzung zur Teilnahme: Kenntnis der praktischen hebräischen Grammatik.?. Klub: Praktische Sprechübungen für Fortgeschrittene. (Teilnahme unentgeltlich.) 8. Chaluz-KurS (für Chaluzim) nach noch zu vereinbarender Zeit. (Teilnahme unentgeltlich.) Leiter der Kurse: Dr. Max Meyer. Unterrichtslokal: Ottostraße 2/0. Anmeldung dortselbst vor und nach dem Unterricht. Jüdische Flieger im Weltkriege. Von Dr. Felix Teilhaber. Verlag „Der Schild", Berlin 1924. Bereits in zweiter Auflage erscheint das verdienstvolle Merkchen von Dr. Theilhaber, das einen sehr guten Einblick in die Tätigkeit jüdischer Flieger bei der deutschen Flugwafse im Weltkrieg bietet. Ohne erschöpfendes statistisches Material geben zu wollen, ist das Büchlein durch die Frische und Anschaulichkeit feiner Darstellung berufen, eine wichtige Rolle im Kampfe gegen gehässige Verleumdung zu spielen und so der Aufgabe zu dienen, die Oberstleutnant Siegert, ehemaliger Inspekteur der Fliegertruppen in dem Vorwort zu diesem Buche wie folgt zusannnenfaht: „Ich möchte mit diesem Vorwort die Stimmung deutscher Männer dahin beeinflussen, ihren Führern den Auftrag erteilen, Parteikämpfe in einer Form auszufuhren, die sich gleicherweise von Verunglimpfung Lebender wie von Leichenschändung entfernt hält. D96$/.45::/^^ 89999999

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.