Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 1 (1.1.1926)
- Article
- Generalversammlung der Ortsgruppe München des jüdischen Frauenbundes
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 2)
- Language
- German
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Nrl Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 15 Wir stehen als Frauenbund auch in Verbindung mit den hiesigen nichtjüdischen Frauenvereinigungen, sind dem Stadtbund Münchner Frauenvereine angeschlossen, arbeiten mit dem Institut für soziale Arbeit und haben die Möglichkeit, die jüdischen Interessen in allgemeinen Frauenversammlungen zu vertreten. Dr. R. Str. Sammlung der Arbeitsgemeinschaft für öffentliche und freie Wohlfahrtspflege. Die von der Arbeitsgemeinschaft für öffentliche und freie Wohlfahrtspflege, der auch unser Wohlfahrtsamt angeschlossen ist, veranstaltete Sammlung ist, wie unseren Gemeindemitgliedern wohl aus den Tageszeitungen bekannt sein dürfte, zu einem vorläufigen Abschluß gelangt. Wir wissen zu unserer Genugtuung, daß auch die Mitglieder unserer Kultusgemeinde in erfreulicher Weife sich an dieser Sammlung beteiligt haben. Das Wohlfahrtsamt der Kultusgemeinde hat nach dem üblichen Verteilungsschlüssel bisher die Summe von Mark 4260.— erhalten. Die jüdische Stellenvermittlung, Herzog-Max-Straße 7/„, vermittelt unentgeltlich Stellen jeder Art. Kauft Wohlfahrtsmarken vom Wohlfahrtsamt unserer Gemeinde! — Ihr helft dadurch unseren Armen! Erklärung. Verschiedene Vorkommnisse veranlassen mich zu folgender Erklärung: Bittstellern, Sammlern für Wohltätigkeitsanstalten usw. stelle ich seit geraumer Zeit keinerlei allgemeine Empfehlungen aus. Wenn ich jemanden einer bestimmten Persönlichkeit zu empfehlen wünsche, geschieht dies durch direktes Schreiben oder durch telephonischen Anruf. Entgegenstehende Behauptungen sind unwahr. München, im Dezember 1925. Rabbiner Dr. L. Baerwald. vücherschau. Der Morgen. Das fünfte Heft des „Morgen" zeichnet sich wie seine Vorgänger dupch reichhaltigen Inhalt aus. Es enthält: William James: Unsterblichkeit. Univ.-Prof. Engelbert Krebs: Urkirche und Judentum. Univ.-Prof. Karl Boßler: Reine Sprache — reine Rasse. Privatdozent Dr. Fritz Heinemann: Gestalten der Spätantike, III. Tertullian. Studienrat Pros. Dr. Werner: Staat und Erziehung. Prof. Dr. Julius Goldstein: Bemerkungen zu zwei Büchern. Prof. Dr. Erik Noelting: Das Problem der Volksgemeinschaft und die Einordnung des Judentums. Dr. Ernst Simon: Zum Verständnis Bialiks.' „Der Jude". Sonderheft: „Antisemitismus und jüdisches Volkstum". Im Jüdischen Verlag, Berlin NW 7, Dorotheenstraße 35 erscheint soeben ein Sonderheft der Zeitschrift „Der Jude", das durch seinen Inhalt und seine Mitarbeiter außerordentliches Interesse Hervorrufen wird. Hervorragende Dichter und Politiker Europas, Juden und Nichtjuden, ergreifen in diesem Heft zum Thema des Antisemitismus und Zionismus das Wort. Aus der Fülle der Beiträge heben wir vor allem den Artikel von Heinrich Mann über das jüdische Palästina-Werk, den Beitrag des bekannten französischen Sozialistensührers Leon Blum über Juden- und Franzofentum und das „Nachwort zur Bernstein-Shaw-Kontroverfe" von Bernhard Shaw hervor, das Shaw zur Klarstellung seines Verhältnisses zum Judentum, Antisemitismus und Zionismus der Redaktion „Der Jude" gesandt hat. — Von anderen Beiträgen erwähnen wir die von: Arnold Zweig, Hermann Stehr, Otto Flake, Oskar A. H. Schmitz, Jakob Wassermann, Rudolf G. V i n d i g , Martin V u b e r, Emil Ludwig und dem bekannten Pazifisten Prof. L. Q u i d d e. Das umfangreiche Heft, auf holzfreiem Papier gedruckt, ist durch alle Buchhandlungen oder direkt durch den Verlag, Berlin NW 7, Dorotheenstraße 35, zu beziehen. AMTLICHER ANZEIGER Hummer; l Beilage der Bayerischen Israelitischen Bemeindezeitung 1. Januar 1926 Bekanntmachungen des Verbandes Bekanntmachung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Betreff: Errichtung eines Bayer. Israel. Landesheims für dauernd Kranke und Sieche. Im Anschluß an unser Ausschreiben gleichen Betreffs in Nr. 11/12 der Bayer. Israel. Gemeindezeitung vom 3. Dezember 1925 geben wir bekannt: Der Verpflegsatz von M. 6.— für den Tag gilt nur für diejenigen Pfleglinge, die aus eigenen Mitteln oder durch Beihilfen in der Lage find, die Kosten zu tragen. Im übrigen tritt auf Antrag ein ermäßigter Verpflegssatz von M. 100.— monatlich ein. Mit dem Aufnahmeantrag ist das Gesuch um Bewilligung des ermäßigten Satzes zu verbinden. München, 20. September 1925. Dr. E. Straus. Bekanntmachung über Landesverbands- und Kultusgemeindeumlagen der Lohnsteuerpflichtigen. An die Gemeinden und Kreissteuerstellen! Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat dem Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden mit Entschließung vom 12. Dezember 1925 bekanntgegeben, daß die unten abgedruckte an die Erzbischöflichen und Bischöflichen Ordinariate und an den Katholischen Diözesansteuergesamtverband gerichtete Entschließung vom gleichen Tage für die Landesverbands- und Kultusgemeindeumlagen der Israeliten in Bayern entsprechend gilt. Die der Entschließung an die katholischen Kirchenbehörden beigelegene Übersicht werden wir den Gemeinden und Kreissteuerstellen im Rahmen unserer demnächst ergehenden Ausführungsbestimmungen bekanntgeben. München, den 21. Dezember 1925. Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Dr. Neumeyer. München, den 12. Dezember 1925. Nr. II 14788. Abschrift. Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus. An die Erzbischöflichen und Bischöflichen Ordinariate und an den Katholischen Diözesansteuergesamtverband München.