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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1925-11-06 · 10 (6.11.1925) · p. 185

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
1 (1925)
Issue
10 (6.11.1925)
Article
Inhalt
Date
1925-11-06
Page
185 (sequence 1)
Language
German
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Nachrichtenblatt üer Israelitischen KultuSgemeinüe in München unü öes Äerbanöes Homerischer Israelitischer Gememöen Erscheint am Anfang jeöen Monats. — Verlag: L. Heller/ München, Bezugspreis für Sie nicht öurch öie Isc. Kultusgemeinöe München eingewie-- tzerzog Marstraste 4/ Fernsprecher 5)05-, Postscheckkonto Nr. )-S7 München, senen Lezieher: Mk.4.— für öas Jahr. Anzeigenpreis: Oie 4gesp.nun-> vchristleitung: Or. Lugen vchmiöt, Rechtsanwalt in München/ Karlstraste 6. Zeile 40Pfg./ßamilienanzeigen/vtellengesuche unö ähnliche Angebote if Pfg. München/ s. November Hc. to Inhalt: Ein Doppeljubiläum in Rothenburg 0. d. Tauber — Ansprache des Kommerzienrats Albert Joseph (Landau) anläßlich der Pfalzfahrt des Bayer. Landtages — Ein jüdisches Lehrhaus — Lehrkurse der Kultusgemeinde — Sigmund Fraenkel — Jüdische Jugendfürsorge — Aus der Gemeinde — Aus dem Verbände — Bücherschau — Amtlicher Anzeiger — Personalnachrichten Alle Mitglieder der Israelischen Kultusgemeinde München, sämtliche Lehrer und Gemeindevorsteher sowie die Delegierten des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden erhalten die Bayerische Israelitische Gemeindezeitung dauernd gVtttis zugestellt. Sollte in einem einzelnen Falle die Zusendung unterblieben sein oder die Adressierung nicht sümmen. so bitten wir dies dem Verlag sofort zu melden. — Wer nach Vorstehendem nicht zum Gratisempfang berechtigt ist. kann die Gemeindezeitung gegen eine Gebühr von Mk. 4.— für das Jahr beim Verlag abonnieren. Verlag B. Heller, München, Herzog-Max-Straße 4 Lin DoppeljubUäum in Rothenburg 0. d. tauber Von Hauptlehrer A. Strauß (Uffenheim). Welcher Kunst- und Altertumsfreund kennt nicht die weltberühmte, wegen ihrer Lage mit Jerusalem verglichene, „hochgebaute" Tauberftädt, jenes Schatzkäftlein in deutschen Landen, mit seinen bewährten Mauern und Türmen, romanischen und gothischen Kirchen, hochgiebeligen Bürgerhäusern, Renaiffaneebauten und Brunnen. Doch nicht von ihr, ihren Kunstdenkmälern und ihrer reichen Vergangenheit laßt uns heute erzählen, sondern von ihrer jüdischen Glaubensgemeinde, die am 25. Oktober die Jubelfeier ihrer fünfzigjährigen Wiede rgründung, verbunden mit dem fünfzigjährigen Ortsjubiläum ihres Lehrers, Herrn Moses Hofmann, begangen hat. Wiedergründung! Denn die, leider mit Blut und Tränen geschriebene Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rothenburg geht viel weiter zurück und reicht mmdeftens bis ins frühe Mittelaller. Bereits im Jahre 1180 wurde eines Juden von Rothenburg, Samuel Bischof, Erwähnung getan, der in Würzburg Zeugnis abzulegen hatte. Die erste urkundliche Nennung eines Juden in der Stadt selbst datiert von 12IO. Zweifellos hatten sich aber schon weit vorher Juden in größerer Anzahl dortselbft niedergelassen; denn um die Mitte des 13. Jahrhunderts war die jüdische Gemeinde schon so erstarkt, daß sie den bedeutendsten Rabbiner Deutschlands, Rabbi Meier ben Baruch, genannt M a h a r a m, zu ihrem geistigen Führer berufen konnte. Aus dieser Zeit ist noch ein Grabstein erhalten, welcher das Datum 1274 trägt. Die jüdische Bevölkerung nahm in der Stadt eine Sonderstellung ein, sie war in eigenes Quartier, das „Iudenviertel" verwiesen, welches gegen die übrige Stadt abgesperrt war. War auch ihre Lage erträglich gewesen, \WsSif-* Partie an der Judengasse in Rothenburg o. d. Tauber

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