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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1925-07-06 · 6 (6.7.1925) · p. 89

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
1 (1925)
Issue
6 (6.7.1925)
Article
Inhalt
Date
1925-07-06
Page
89 (sequence 1)
Language
German
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Älachrichtenblatt öer Israelitischen Rultusgememöe in München unö öes Verbanöes Bayerischer Israelitischer Gemeinöen Israelitische Gemeinüezeitung Erscheint am Anfang jeüen Monats. — Verlag: L. Heller/ München/ Bezugspreis für öie nicht öurch Sie Isr. kultusgemelnöe München eingewie- Herzog Marslraße 4, Kernsprecher 53o$>?/ Postscheckkonto nc.3987 München, senen Bezieher: Mk. 4.— für öas Arche. Anzeigenpreis: Sie 4gesp.su»-- Bchristleitung: Sr. Lugen Vchmiüt, Rechtsanwalt in München/ Karlstraße 6. Feile 40 Psg./Kamilienanzeigen/Vtellengesuche unö ähnliche Angebote if pfg. München/ 6. Juli Ar. 6 Inhalt: Hebräische Buchdruckereien im Gebiete des heutigen Bayern. — Die jüdische Ausstellung in Köln. — Kardinal Faulhaber über deursches Nationalgefühl. — Staatszuschüsse an den Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. — Waisenhäuser. — Erster Verbandstag des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden. — Die drei Wünsche Salomo's. — Aus der Gemeinde. — Vereine. — Bücherschau. — Amtlicher Anzeiger: Bekanntmachungen der Gemeinde. — Personalnachrichten. — Kalendarium. Alle Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde München, sämtliche Lehrer und Gemeindevorsteher, sowie die Delegierten des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden erhalten die Bayerische Israelitische Gemeindezeitung dauernd SVatis zugestellt. Sollte in einem einzelnen Falle die Zusendung unterblieben sein oder die Adressierung nicht sllmmen, so bitten wir, dies dem Verlag sofort zu melden. — Wer nach Vorstehendem nicht zum Gratisempfang berechtigt ist, kann die Gemeindezeitung gegen eine Gebühr von Mk. 4.— für das Jahr beim Verlag abonnieren. Verlag B. Heller, München, Herzog Maxstraße 4 Die Menschheit schreitet langsam fort, weil die Erziehung nicht schnell besser wird. M. Lazarus, Erzhg. u. Geschichte. Bebräische vuchdruckereien im Sebiete des heutigen Bayern. Von Dr. Josef P r y s in München. Mehr noch als in anderen Kulturkreisen ist in dem in sich geschlossenen der Juden das Buch der Maßftab der geistigen Entwicklung überhaupt. Das gilt für die Zeit vor der Erfindung der Buchdruckerkunft, dies galt und gilt aber auch nach diesem Zeitpunkte. Was gedruckt wurde, wie gedruckt wurde, wie viel Auflagen ein Werk erlebte, was für Papier und was für Einband verwendet wurde, wie ein Buch in den Handel kam, wie teuer es war, welche Formate bevorzugt wurden, seine innere und äußere Ausstattung, das alles ist kulturgeschichtlich von großem Interesie. Dazu kommt, daß ausführliche Approbationen bekannter Rabbiner, wie sie den meisten hebräischen Werken, besonders den rabbinischen, beigegeben wurden, sowie die üblichen Angaben des Druckortes, des Druckjahres, des Druckers, der Setzer usw. für den Historiker eine stets willkommene Quelle für biographische und lokale Forschungen bilden. Wenn uns daher die meist schlimmere äußere Lage und die ebenfalls nicht immer erfreulichen inneren Verhältnisse der deutschen Juden in den zwei Jahrhunderten nach Erfindung des Buchdrucks nicht an und für sich bekannt wären, der Mangel an bedeutenden hebräischen Druckereien in Deutschland innerhalb dieser Zeit würde uns darauf Hinweisen. Die verhältnismäßig wenigen Druckwerke jedoch, die damals in Bayern entstanden, fast noch mehr aber viele in den später zur Blüte gelangenden Druckereien in Sulzbach, Wilhermsdorf und Fürth hergestellten Bücher setzen eine uns heute seltsam anmutende Anspruchslosigkeit des Publikums voraus. Ja, manche der letztgenannten Erzeugnisse stehen nach Inhalt und Form — es handelt sich meist um Gebetbücher und Teile von solchen, Tischgebete usw., die mit unbeholfenen, undeutlichen Lettern gedruckt sind und noch der Seiten- oder Blattzahl ermangeln —: •flSWYl tnm *78 N7N ÜHTp IBP inuii tk IX'IWF'I iBD’in tk inuii m niälwi TK’ eia nipp |«k nwi^teii DP'iplüflOMippm r-j’H«uaSm 0100*11» wt|ui /jwimaouuuno'WiiTK :■j'It’ii •u>«io lä o'j r i'H I'IH *. (M'ii |üi /j’iH O’J |io3» ulnfwoj wipp Lft ■)ü«ih 'r r'X pnp |”K o«' ppi |'K piaä'H li opiT^ji pihou» in äh o-i-uia k«t: o!^j jm Kt nK’ jppi ph HK.TU) CUPliä tthtutibjikPpaog - ti Jchenhausener Gebetbuch a. d. Jahre 1544. Eigentum der Bayer. Staatsbibliothek in München. 4» A. hebr. 298. Titel in Originalgröße.

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