Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 6 (6.7.1925)
- Date
- 1925-07-06
- Page
- Seite 105 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 6 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 105 AMTLICHER ANZEIGER Hummer 6 Beilage der Bayrischen Israelitischen Serneindezeitung 6. Juli 1925 Bekanntmachungen der Israelitischen kultusgemeinde München Bekanntmachung über die Bauumlagen juristischer Personen. Wir haben in Nr. 4 der Gemeindezeitung folgende Bekanntmachung veröffentlicht: Oie Israelitische Kultusgemeinde München erhebt für das Jahr 1925 ebenso wie die christlichen Kirchen eine Vauumlage in Höhe von 3 Prozent. Bauumlagenpflichtig sind auch juristische Personen, wie Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Das religionsgesellschaftliche Steuergesetz, das die Rechtsgrundlage für die Umlagenerhebung bildet, unterscheidet zwischen Bauumlagenpflichtigen ohne Bekenntnisgepräge und solchen mit Bekenntnisgepräge. Zu diesen letzteren zählen alle Gesellschaften, an denen ausschließlich Angehörige eines Bekenntnisses beteiligt sind. Während die Bauumlagen der Gesellschaften mit Bekenntnisgepräge der Religionsgemeinde des entsprechenden Bekenntnisses g a u 3 zufliehen, werden die Bauumlagen der Gesellschaften ohne Bekenntnisgepräge an die Religionsgemeinden sämtlicher Bekenntnisse verteilt und zwar nach Maßgabe des Anteils, den jedes Bekenntnis an der Gesamteinwohnerzahl der politischen Gemeinde hat. Die mit der Einhebung der Umlagen betrauten Finanzämter sind ebenso wie die Religionsgemeinden in der Regel nicht unterrichtet, wie die einzelnen Gesellschaften unter dem vorerwähnten Gesichtspunkt zu beurteilen sind. Die Fälle werden daher nicht selten sein, daß die Vauumlagen von Gesellschaften mit Bekenntnisgepräge auch den Religionsgemeinden der anderen Bekenntnisse zu Gute kommen. Das bedeutet bei Gesellschaften mit israelitischem Bekenntnisgepräge wegen des verhältnismäßig geringen Anteils unseres Bekenntnisses an der Gesamteinwohnerzahl Münchens den Verlust des größten Teils der von diesen entrichteten Vauumlagen. Dieser Mißstand kann nur beseitigt werden, wenn die Gesellschaften das einheitliche israelitische Bekenntnis ihrer Gesellschaften der Finanzbehörde bekanntgeben. Wir bitten daher alle Gesellschaften mit israelitischem Bekenntnisgepräge» uns entsprechende Mitteilung zugehen zu lassen. Die Verständigung des Finanzamtes wird alsdann durch uns erfolgen. Da uns auf Grund dieser Bekanntmachung nur eine geringe Zahl von hiesigen Firmen Mitteilung über ihr Vekenntnisgepräge hat zugehen lassen, bringen wir das obige Ersuchen in Erinnerung. Nach einer Mitteilung des Finanzamtes erfordert die Anerkennung einer Gesellschaft (G. m. b. H., A.-G. usw.) als einer solchen mit einheitlichem Vekenntnisgepräge, daß die sämtlichen Namen der Gesellschafter, ihr Glaubensbekenntnis und ihre Wohnung dem Finanzamt angegeben werden. Wir bitten daher diejenigen Gesellschaften (G. m. b. H., A.-G. usw.), deren Gesellschafter ausschließlich Personen jüdischen Glaubens sind, uns dies alsbald anzuzeigen und hierbei die Namen und Wohnung ihrer Gesellschafter anzugeben. M ü n ch e n , 3. Juli 1925. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München. Bekanntmachung über das Ergebnis der Wahlen zur Gemeindevertretung 1925 Die Wahl in die Gemeindevertretung haben nicht angenommen: Herr Kommerzienrat Dr. H. Schülein; ferner die Ersatzleute: Herr Dr. Ernst Loeb, Frau Elisabeth Kitzinger. Als Nachfolger des Herrn Kommerzienrat Dr. H. Schülein ist nunmehr Herr Louis Picard in die Gemeindevertretung eingerückt. München, 1. Juli. 1925. Der Wahlleiter: Dr. Neumeyer. Bekanntmachung über die Besetzung der Ausschüsse und die Ernennung der Beauftragten der Gemeinde. Aus Grund gemeinsamen Beschlusses des Vorstands und der Gemeindevertretung der Israelitischen Kultusgemeinde München vom 18. Juni 1925 sind nachstehende Damen und Herren als Mitglieder der gemeindlichen Ausschüsse und als gemeindliche Beauftragte für Anstalten gewählt worden: Wahlprüfungsausschutz: J.R. Eugen Beer als Vorsitzender, J.R. Dr. Max Feuchtwanger, Isidor Popper, Dr. Julius Siegel, J.R. Dr. Adolf Strauß, RA. Dr. Ernst Wilmersdörffer. Revisionsausschutz: Direktor Max Apfel als Vorsitzender, Jakob Fränkel, Simon Leiter, Louis Weil, Isaak Wildberg. Versassungs- und Geschästsordnungsausschutz: OLGR. Dr. Alfred Neumeyer als Vorsitzender, IR. Eugen Beer, Geh. IR. Dr. Siegfried Dispeker, IR. Dr. Max Feuchtwanger, Geh. IR. Prof. Dr. Heinrich Frankenburger, RA. Dr. Alfred Perlmutter, RA. Dr. Elias Straus, IR. Dr. Adolf Strauß, Dr. Ludwig Wassermann. Finanz- und Stiftungsausschutz: Geh. IR. Pros. Dr. Heinrich Frankenburger als Vorsitzender, Geh. IR. Dr. Siegfried Dispeker, Albert Landauer, Justin Lichtenauer, Viktor Löwenstein, Louis Picard, Hermann Rofenthaler, Dr. Julius Siegel, IR. Dr. Adolf Strauß, Dr. Ludwig Wassermann, Sigmund A. Weil, RA. Dr. Ernst Wilmersdörffer. Synagogenausfchutz: Albert Landauer als Vorsitzender, Direktor Max Apfel, IR. Eugen Beer, Dr. Karl Löwenthal, Bernhard Lustig, Isidor Popper, Louis Selinger. Ritualausschutz: Hermann Rofenthaler als Vorsitzender, IR. Dr. Max Feuchtwanger, Albert Landauer, Dr. Louis Levinger, Samuel Rothschild, Louis Selinger. Ausschuß für Bauwesen und Friedhofsanlagen: Geh. IR. Prof. Dr. Heinrich Frankenburger als Vorsitzender, Direktor Max Apfel, ^Leopold Ballin, *Dr. Paul Drey, Hermann Rofenthaler, Samuel Rothschild, Josef Schachno, Ingenieur Hugo Sternberger, Sigmund A. Weil. Sozialer Ausschuß: RA. Dr. Elias Straus als Vorsitzender, Frau Betti Ascher, Frau Jenny Vaerwald, Rabbiner Dr. Leo Baerwald, *Leopold Ballin, Sanitätsrat Dr. Fritz Baron, Hofrat Dr. Eugen Doernberger, Arthur Einhorn, Frau Irma Eßlinger. Felix Feuchtwanger, Dr. Leo Feuchtwanger, Dr. Karl Feust, Frau Nelly Fränkel, Dr. M. I. Gutmann, Dr. Menki Jchenhäuser, Frau Elisabeth Kitzinger, Adolf Lang, Frau Selma Löwenstein, Frau Lollo Löwenthal, Dr. Karl Löwenthal, Bernhard Lustig, Frau Alice Marx, Frau Elise Neumeyer, Frau Klara Oppenheimer, Dr. Max Prager, Frau Lucie Reinemann, Louis Selinger, Frau Dr. Rahel Straus, Frau Gertruds Weil, Dr. Alfred Werner, Frau Rosa Werner. Beauftragte für Friedhöfe: Albert Landauer als Vorsitzender. Isaak Bacharach, Julius Bloch, *JR. Dr. Dreifuß, Felix Feuchtwanger, Frau Lucie Reinemann, Louis Selinger, Frau Mina Wiener. o Wohltätigkeits- und Waisenstiftungsausschuß: Albert Landauer als Vorsitzender, Frau Hermine Ellinger, Jakob Fränkel, David Horn, Frau Selma Löwenstein, Frau Lucie Reinemann, Louis Selinger, Frau Recha Stark, Samuel Rothschild. Beauftragte für Krankenhaus: Albert Landauer als Vorsitzender, Isidor Popper, Samuel Rothschild, Frau Lina Weil, Dr. Berthold Weiß. Beauftragte für Pensionat: Albert Landauer als Vorsitzender, Bernhard Lustig, Louis Selinger, Frau Lucie Reinemann, Arthur Wechsler, Frau Lina Weil.