Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 1 (27.2.1925)
- Date
- 1925-02-27
- Page
- Seite 13 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 1 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 13 5. Jüdische Jugendpflege. Berichterstatter: Frl. Edith Schulhöfer, Referendarin, Nürnberg. 6. Schaffung eines jüdischen Siechenheims für Bayern. Berichterstatter wird noch bestimmt. 7. Sonstige Anträge. Aussprache. Nachmittag 4 Uhr: Fortsetzung der Aussprache über die gesamte Tagesordnung. Die endgültige Tagesordnung wird mit den Vorlagen an die Tagung in der noch vor der Versammlung erscheinenden 2. Nummer des Amtlichen Anzeigers veröffentlicht werden. Die Tagung ist öffentlich. Die Verbandsleitung würde es herzlich begrüßen, wenn die Verbandsgemeinden ihr Interesse an den Verhandlungen durch Abordnung von Gemeindemitgliedern in die Sitzungen bekunden und namentlich Vertreter ihrer Wohlfahrteinrichtungen in die Dienstag, den 17. März 1925 anberaumte Wohlfahrtstagung entsenden möchten. Besondere Einladungen an die Gemeinden sind bereits ergangen. München, den 20. Februar 1925. Dr. Silberschmidt. Dr. Neumeyer. vekannlmachungen der Gemeinde. Umlagen. Auf die Brrmögenssteuer 1924 werden Kultusumlagen (Gemeinde- und Landesumlagen) in Höhe von 15% der durch die Finanzämter festgesetzten Steuerbeträge erhoben. Die Umlagen sind in der Zeit vom 10.—20. Februar 1925 bei der Steuerstelle der Gemeinde, Herzog Maxstraße 7/1, vormittags zwischen 9 und 12 Uhr, einzuzahlen. Bei verspäteter Zahlung werden Verzugsentschädigungen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen erhoben. Der Vor st and. Sitzung der Gemeindevertretung der Israelitischen Kultusgemeinde München am 12. Februar 1925. Anwesend: Dr. Oestreich als Vorsitzender; Justizrat Dr. Feuchtwanger, Justizrat Beer, Apfel, Bacharach, Sanitätsrat Dr. Baron, Bloch, Justizrat Dr. Fraenkel, Justizrat Dr. Heilbronner, Lichtenauer, Dr. Löwenthal, Frau Reinemann, Rosenthaler, Rothschild, Dr. Siegel und Justizrat Dr. Strauß. Von den Mitgliedern des Vorstands waren a n - wesend: Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer als Vorsitzender, Geheimer Justizrat Professor Dr. Frankenburger, Dr. Elias Straus, Landauer, Selinger, Dr. Wassermann. Protokollführer: Gemeindesyndikus Rechtsanwalt Flaschner. Der vom Finanzausschuß vorberatene und vom Vorstand bereits angenommene Etatsentwurf wird von der Gemeindevertretung nach Durchberatung der einzelnen Posten in seinen Einzelheiten wie in seiner Gesamtheit genehmigt. Damit ist der Etat für das Jahr 1925 wie folgt aufgestellt. Gemeinde-Etat 1925. Einnahmen. Ausgaben. 1. Vorjahr. 1924 .)( 1925 Jl 4 600.— 2. Häuser (ohne Synagoge u. Friedhöfe) 8 676.07 8 500.— 3. Gemeindliche Anstalten u. Einrichtungen a) Synagoge. 11 870.43 14 000.— b) Schächtwesen. 1 326.18 2 000.— c) Friedhöfe.. . 9 595.89 12 000.— d) Bibliothek und Lehrkurse . . . 1 937.39 5 000.— e) Gemeindezeitung. f) Jsr. Abteilung im Krankenhaus 7 000.— Schwabing g) Ritualbad. 4. Besoldungen a) Beamtengehälter, Aufwands- und Ausgleichsentschädigungen b) Angestelltengehälter. e) Synagogenchor .... 6) Versicherungsbeiträge . 5. Pensionen a) Ruhegehälter. b) Sustentationen. 6. Regie der Verwaltung . . . 7. Einmalige größere bauliche Maß nahmen oder Reparaturen 8. Förderung allgemein religiöser und jüdisch sozialer Angelegenheiten a) Geschlossene Fürsorge. b) Offene Fürsorge. c) Sonstige soziale und kulturelle Zwecke, insbesondere Reichsu. Landesanstalten ....... 9. Talmud Thora 10. Refundierung des Stiftungsvermögens 11. Rückkauf von Synagogenplähen . . 16 12. Dispositionsfonds des Vorstands . . . 13. Sonstige und unvorhergesehene Ausgaben 139.45 2 522.06 28 507.40 9 997.16 700.- 3 000.— 130 000.- 26 400.- 13 000.- 25 000.- 4 500.- 34 000.- 10 000.- 28 000.— 20 000.— 31500.- 48 500.- 6 500.- 10 000.- 10 000.- 6 000.- 3 600.- 440 000.- Auf Grund des hiernach durch Umlagen zu deckenden Betrages von JC 276 300.— beschließt die Gemeindevertretung für das Steuerjahr 1925 einen Umlagensatz von 7% zu den direkten Reichs- und Landessteuern zu erheben und diesen durch die Finanzämter zur Einhebung zu bringen. Es werden sonach an Gemeinde- und Verbandsumlagen für das Steuerjahr 1925 insgesamt 10% durch die Finanzämter zur Einhebung gebracht, derselbe Umlagensatz, den auch die christlichen Kirchen für das Steuerjahr 1925 in München anfordern. Von den 7% Gemeindeumlagen werden 3% als Bauumlagen erhoben, durch die auch die baulichen Ausgaben aus dem Jahr 1924 mitgedeckt werden sollen. Der Bedarf der Gemeinde bis zum Eingang der neuen Steuern soll durch die bereits zur Ausschreibung gelangte und von den gemeindlichen Körperschaften genehmigte Nacherhebung auf die Vermögenssteuer 1924 gedeckt werden, die in Höhe von 15% dieser Steuer und zwar 10% für die Gemeinde und 5% für den Verband Bayer. Israel. Gemeinden bereits beschlossen ist. 1924 1925 1. Vorjahr J[ J[ a) Bestand am 31. 12. 24 . 25 000.— b) Eindringliche Rückstände an Kultusumlagen . 15 000 — c) Eindringliche Gebührenrückstände .... 4000 — 2. Häuser Herzog Maxstraße 3, 5, 7 . . . 4 898.10 7 700.— 3. Gemeindliche Anstalten und Einrichtungen a) Synagoge. 28 699.— 27 000.— b) Schächtwesen. 5144.22 10 000.— c) Friedhöfe. 31 102.50 28 000 — 4. Ersatzleistung zu Besoldungen und Pensionen .. 10 757.76 46 000.— 5. Regie. 752.74 1000.— 6. Umlagen aus der Vermögenssteuer 1924 und Umlagen pro 1925 ....... 276300.— 440 000.— Trauungen. 11. 1. Martin Löwenthal mit Annie Hahn. 15. 1. Anschel Bornstein-(Berlin) mit Chaja Goldberg. 18. 1. Hermann Schulhofs mit Hilde Winkler. 3. 2. Rechtsanwalt Dr. Alfred Karger-(Berlin) mit Frau Anna Guggenheim, geb. Seckstein. 15. 2. Marko Frommer mit Bertha Bloch (Schwandors). Bar Ulizwah-Feiern. 24. 1. Rudolf Salomon, Zögling der israelitischen Jugendhilfe, Vaderstraße 5. 7. 2. Heinz Maier-Nossen, Sohn des verstorbenen Kaufmanns Josef Maier, Äußere Prinzregentenstraße 14. 7. 2. Andre Weil, Sohn des Kunsthändlers Jacques Weil, Lenbachplatz 5.