Mannheim
Compact Memory

Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1935-01-01 · 1935 · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1935
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2720904-2721057--010-2727563
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

12 Vorlesungen in hebräischen Disziplinen werden in hebräischer Sprache gehalten. Die beiden Jerusalemer Lehrerseminare haben diese Kurse als Vorbereitungsanstalt anerkannt und das Recht erteilt, die Aufnahmeprüfung für die Lehrerseminare hier vorzunehmen. Die Reichsvertretung der deutschen Juden hat die Kurse als der Subvention würdig anerkannt. Von besonderer Bedeutung für die Fortbildung in der hebräischen Sprache und Literatur ist die hebräische Sprachschule, die seit Jahren in den Räumen des Seminars von dem hebräischen Sprachverein eingerichtet und zur Zeit von 400 Hörem besucht ist. Zu den Lehrern der Sprachschule gehören neben Herrn Reznicov auch ehemalige und jetzige Hörer unseres Seminars. Andererseits nimmt auch eine größere Zahl unserer Hörer an den Kursen der Sprachschule teil. Erwähnen wir noch, daß das Jüdische Lehrhaus (Freie jü~ dische Volkshochschule) von dem Unterzeichneten seit 15 Jahren geleitet wird, an dem außer den Rabbinern der Synagogengemeinde die Dozenten des Seminars jüdisch-wissenschaftliche Vorlesungen und Übungen abhalten, und das von über 500 Hörem jährlich besucht wird, so dürfte deutlich sein, welch großen Anteil an der jüdisch-kulturellen Arbeit in Breslau unser Seminar hat. Der Verein der Seminarfreunde hat es sich auch im Berichtsjahr angelegen sein lassen, dem Kuratorium der Kommerzienrat Fraenckelschen Stiftungen bei der Erhaltung unserer Anstalt und der materiellen Fürsorge für unsere Hörer zur Seite zu stehen. Wir sagen ihm hierfür unseren herzlichsten Dank. Den Synagogengemeinden Aachen, Augsburg, Bayreuth, Erfurt, Gleiwitz, Oppeln, dem Verband der Synagogengemeinden Oberschlesiens und insbesondere der Synagogengemeinde Breslau danken wir herzlich für die stete Förderung, die sie unserer Anstalt erwiesen haben. Vor allem gilt unser Dank der Reichsvertretung der deutschen Juden für die intensive Arbeit zur Erhaltung der Rabbinerbildungsanstalten als der zentralen Institutionen jüdischer Kultur in Deutschland. Gleichwohl reichten die aus diesen Qüellen unserer Anstalt zur Verfügung gestellten Mittel nicht hin, um unseren Aufgaben gerecht zu werden. Unter Mitwirkung der Reichsvertretung ist daher eine Notgemeinschaft Jüdischer Wissenschaft gegründet worden. Wir sind überzeugt, daß von der Reichsvertretung und allen jüdischen Instanzen in Würdigung der großen kulturellen Be-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.