Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 43)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
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VORWORT Während ältere Arbeiten1, die die israelitischen Feste behandeln, zumeist von dem Pentateuch ausgegangen sind, der die Festordnung und das Festritual am ausführlichsten behandelt, hat die bibelexegetische Schule der modernen Zeit die Entstehung der altisraelitischen Feste ganz verschiedenen Perioden zugeteilt, wobei die Zeit, der sie angehören, sich deutlich in ihnen wiederspiegeln soll. Während man, vom Pentateuch ausgehend, der prophetischen Literatur keine zu große Bedeutung für die Gestaltung und das Werden des Festtages beizumessen brauchte, hat wiederum die kritischere Richtung, weil sie die Entstehung und das Begehen vieler Festtage in die nachexilische Zeit verlegte, auf eine speziellere Darstellung des Festtages nach der prophetischen Literatur keinen allzugroßen Wert zu legen brauchen. Nach Wellhausens ״Prolegomena zurGeschichte Israels“ (1883)wurde zu Jerusalem und Bethel seit Salomo und Jerobeam ,,das Fest“ gefeiert, das man etwa um die Septemberzeit dort, wie auch zu Sichern und Siloh, als einzige wirkliche Panegyris beging (p. 97). Arnos und Hosea haben, nach Wellhausen (p. 98), wohl mehrere Feste gekannt, aber keinen Anlaß gehabt, eines bei Namen zu nennen. Erst bei Jesaja finden sich nach ihm bestimmtere Angaben. Mit der Zentralisation des Kultus, dessen umgestaltender Einfluß sich im Priesterkodex zeigt, macht erst das Deuterononium den Anfang, und der Priesterkodex fußt auf diesem. (Wellhausen p. 108.) Es ist darum nicht verwunderlich, daß der# Festtag in der prophetischen Literatur bei Wellhausen nur eine kleine Rolle spielt. Die vorliegende Arbeit will die Feste, wie man sie in alter Zeit in Israel und Juda feierte, nur von der prophetischen Literatur ausgehend, darstellen. Dieses Schrifttum soll in Bezug auf das, was es über die alten Feste enthält, einmal für sich untersucht werden. Es wird sich zeigen, daß man nach der Untersuchung des Sprachgebrauches und der in den prophetischen und historischen 1 L. George, die älteren jüdischen Feste mit einer Kritik der Gesetz• gebung des Pentateuch. 1835. Ewald, de feriarum hebr. origine ac ratione 1841. Bachmann, die Festgesetze des Pentateuch 1858.