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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1933-01-01 · 1933 · page 10

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1933
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721061--09-2727385
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11 vor auf die hebräische Sprachschule. Eine schriftliche Arbeit in hebräischer Sprache wird seit Bestehen des Seminars bei der Abschlußprüfung gefordert; überdies wird in Zukunft bei der Aufnahmeprüfung für Abteilung A der Nachweis neuhebräischer Kenntnisse verlangt werden. Die äußere Lage des Seminars hat sich während des Berichtsjahres weiter sehr verschlechtert. Die Verhandlungen mit der Reichsvertretung der deutschen Juden sind noch nicht abgeschlossen. Nur so viel möchten wir aber auf zahlreiche Anfragen unserer auswärtigen Freunde mit Nachdruck feststellen, daß das Kuratorium mit gleicher Entschlossenheit wie seither für die Erhaltung des Seminars eintreten wird, und daß die Dozenten gewillt sind, im Bewußtsein ihrer Verpflichtung gegen das hohe Erbe, das sie übernommen haben, die Opfer zu bringen, die die Lage des deutschen Judentums von ihnen verlangt. Wir glauben, daß es nicht an der Zeit ist, eine Stätte der Wissenschaft eingehen zu lassen, die 8 Jahrzehnte lang der Erkenntnis des Judentums gedient hat, und daß kein Streben nach ״Rationierung“ es rechtfertigen könnte, wenn gerade diejenige Rabbiner-Bildungsanstalt untergeht, die allein in Deutschland das Vertrauen konservativer wie liberaler Gemeinden genießt. Sollte von uns verlangt werden, daß wir neben den seither übernommenen Aufgaben uns auch neue Ziele stecken, wie etwa die Heranbildung von Lehrern für jüdische Schulen, so werden wir uns auch solchen Anregungen keinesfalls entziehen. Wir hoffen in unserem schweren Daseinskampf auf das Verständnis der gesamten Judenheit, ganz besonders aber auf das Verständnis aller derer, die unserm Seminar nahestehen und seine Verdienste zu schätzen wissen. Bereits im Berichtsjahre konnten wir zu unserer großen Freude feststellen, daß der Eifer unserer Freunde gerade in der Not sich bewährt. Manche besorgte und verständnisvolle Zuschrift von maßgebender Seite ließ uns erkennen, daß wir nicht allein stehen. Und es ist nicht nur beim Freundeswort geblieben. Der Verein der Seminarfreunde unter der Führung seines Vorsitzenden Herrn Hugo Lesser hat sich auch in diesem Jahr bemüht, uns die Sorge um die Förderung derjenigen Hörer zu erleichtern, die weder von ihrer Familie noch von ihrer Heimatgemeinde die erforderlichen Zuschüsse erhalten konnten. Überdies danken wir dem Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden, den süddeutschen Landesverbänden, dem Schweizerischen israelitischen Gemeindebund, der jüdischen Gemeinde Beilin, der Synagogen-

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