Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1932
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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15 3. Literaturgeschichte: Die religiöse Dichtung (9.—12. Jahrhundert), A. 4. Neuhebräische Übungen, B. 5. Talmud: Bechorot I und VIII, A. Herr a. o. Dozent Dr. H. J. Zimmels: 1. Die von Sabbatai Zewi ausgehende Bewegung und ihre Auswirkungen. 2. Übungen zur jüdischen Geschichte: Lektüre des Seferha- Kabbala von Abraham Ibn Daud. 3. Talmud B: Joma VIII. 4. Talmud C: Einführung. 5. Kursorische Lektüre der Thora. 6. Liturgische Vorschriften. Herr Bürodirektor Glaser: 1. Die Aufgaben und Ziele der Jugendfürsorge unter besonderer Berücksichtigung der jüdischen Belange. 2. Praktische Arbeiten; Führungen usw. nach Vereinbarung. Frau Rosenbaum-Schwarz: Sprechtechnische Übungen. Der Verein der Freunde des Seminars unter Führung seines Vorsitzenden Herrn Hugo Lesser war wiederum bemüht, dem Kuratorium der Fraenckelschen Stiftungen bei der Erhaltung unserer Anstalt zur Seite zu stehen. Trotz der immer größeren Not der Zeit ließ er in seinem Bestreben nicht nach und half uns besonders tatkräftig in der Aufrechterhaltung der Mensa academica, die für die Bedürftigsten unserer Hörer eingerichtet ist. Alle Bemühungen des Kuratoriums und der Seminarfreunde aber konnten leider nicht verhindern, daß die wirtschaftliche Lage unseres Seminars wie die der Schwesteranstalten immer schwieriger wurde, da das eigene Vermögen verloren gegangen und die Subventionen der Gemeinden und Verbände um zwei Drittel zurückgegangen sind, während die Gebefreudigkeit der Einzelnen nachließ oder völlig versiegte. Die drei theologischen Lehranstalten sahen sich daher genötigt, sich mit einem Aufruf an die weite Öffentlichkeit und insbesondere an die Vorstände der Synagogengemeinden zu wenden. Der Vorstand der Berliner Gemeinde ist bestrebt, in Verbindung mit den anderen Synagogengemeinden und den Landesverbänden die Erhaltung der drei Anstalten zu sichern, und wir dürfen hoffen, daß diese Bestrebungen von Erfolg gekrönt sein werden. Wir danken denjenigen Institutionen, Gemeinden und Persönlichkeiten, die auch in dieser schweren Zeit unserer Anstalt