Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1930
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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15 besondere der Synagogengemeinde Breslau, für die großzügige Förderung des Seminars. Ebenso danken wir dem stets hilfsbereiten Freunde unserer geistigen und sozialen Bestrebungen Herrn Li pp mann Bloch und den anderen opferwilligen Freunden, deren Beiträge uns die Erhaltung der Mensa academicä und der Studentenhilfe (Frühstücks- und Abendbrottisch für bedürftige Hörer) ermöglichen. Gern entledigen wir uns auch der Dankespflicht für die Bereit- Stellung von Stipendien gegenüber den deutschen Landesverbänden;und dem Obersten Rat jüdischer Gemeinden in Prag, den Synagogengemeinden Berlin, Beuthen O.-S., Düsseldorf, Frankfurt a. M., München, M.-Gladbach und Offenbach, sowie der Großloge für Deutschland, den Breslauer Logen im U. O. B. B. und dem Förderer jüdischer Geistesarbeit Herrn Salm an Schocken, Zwickau-Berlin. Der Verein Liwj ath-Chen hat im vergangenen Jahre dank der eingegangenen Spenden seine segensreiche Wirksamkeit fortsetzen und bedürftige Hörer des Seminars unterstützen können. Folgender Aufruf erging an die Freunde des Vereins: Der Verein Liwjath-Chen, dessen Aufgabe es ist, hilfsbedürftigen Hörem des jüd.-theol. Seminars zu Breslau Stipendien und zinslose Darlehen zu gewähren, erstattet Bericht über seine Tätigkeit im Jahre 1930. Allen bisherigen Gönnern unseres Vereins sprechen wir unseren besten Dank für ihre edelmütige Unterstützung aus. Trotzdem sich im vergangenen Jahre die Einnahmen etwas gesteigert haben, konnten wir den hohen Anforderungen, die an uns gestellt wurden, noch immer nicht gerecht werden, da die Zahl der Kommilitonen stark gewachsen ist und unsere Rücklagen aus der Vorkriegszeit völlig entwertet ,worden sind. Wir wenden uns daher an alle Edeldenkenden, denen das Gedeihen der jüd. Wissenschaft und das Wohl ihrer zukünftigen Vertreter am Herzen liegt, an alle Gönner des jüd.-theol. Seminars, sowie an alle jüd. Institutionen mit der herzlichen Bittei die Zwecke des Vereins nach Kräften zu:fördern. Während des 75 jährigen Jubiläums, das das Seminar im vergangenen Jahre gefeiert hat, ist es uns gelungen, einen kleinen Fonds zu gründen, der als Ersatz für die während der Inflation entwerteten Gelder dienen soll. Aber es ist unbedingt erforderlich, diesen Fonds wesentlich zu vergrößern, damit die Zinsen desselben eine sichere Grundlage für unsere weitere Arbeit bilden.