Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1927 (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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7 25 jährigen Dozentenjubiläums unsere herzlichsten Glückwünsche Bussprechen zu können. Ebenso gratulierten wir Herrn Rabbiner Dr. Sander in Gießen und Herrn Rabbiner Dr. Pinkuss in Heidelberg zum 60. Geburtstag. Nach, schwerer Krankheit starb kurz vor Pessach die Gattin unseres unvergeßlichen Seminarrabbiners Dr. S. Horovitz, Frau Rosa Horovitz geb. Bloch. Mit ihr ist das letzte Mitglied der alten Dozentengeneration dahingegangen. Mit inniger Dankbarkeit gedenken wir, wie sie treu ihrem Gatten zur Seite gestanden und den Hörern unseres Seminars ihre Fürsorge zugewandt hat. Die jüdische Wissenschaft und die gesamte Judenheit hat durch den plötzlichen Heimgang des hochverehrten Oberrabbiners der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, Prof. Dr. C h a j e s einen schmerzlichen Verlust erlitten. Herr Dozent Dr. R a b i n nahm, begleitet von dem Kurator unserer Anstalt Herrn Rechtsanwalt Kober, an der .Bestattungsfeierlichkeit teil und gab unserem Schmerze Ausdruck. Am Todestage des verewigten Direktor Dr. Frankel hielt Herr Dr. Wahrmann den wissenschaftlichen Vortrag über das Thema: ,,Entstehung und Bedeutung der Formel הלכה למשה 4מסיני". Im Gottesdienste in der Seminarsynagoge wurde, wie alljährlich, der übrigen heimgegangenen Dozenten gedacht: am Pessachfeste des Direktors Dr. Lazarus und des Seminarrabbiners Dr. Horovitz, am Neujahrsfeste des Seminarrabbiners Professors Dr. L e w y , am Versöhnungstage des Professors Dr. Gr aetz , am Sukkotfeste des Professors Dr. B r a n n und am Chanukkah der Dozenten Dr. Zuckermann und Dr. R o s i n. Die Predigten wurden teils vom Seminarrabbiner und vom Dozenten Dr. Heinemann, teils von den Hörem der Abteilung A Dr. Hananel, Emmanuel und C h a - meides gehalten. Wie wir im Vorjahr von der Erneuerung unserer Seminarsynagoge berichten konnten, gereicht es uns zur besonderen Befriedigung, diesmal auf weitere Fortschritte in der inneren Umgestaltung des Seminargebäudes hinweisen zu können. Dank der unermüdlichen Energie des Kuratoriums konnten die Bibliotheksräume erneuert werden, so daß unser kostbarer Besitz, die Bibliothek, eine entsprechende Aufstellung gefunden hat. Auch wurden Studien- und Aufenthaltsräume für die Hörer geschaffen.