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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1928-01-01 · 1927 (1928) · page 4

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1927 (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721041--03-2726739
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4 könnten bei einer weiteren Durcharbeitung zu einer wertvollen Klärung des Problems verhelfen. Der Preis konnte der Arbeit, die mit lobenswertem Fleiße durchgeführt. wurde, nicht zuerkannt werden. Als Aufmunterung zu weiterer wissenschaftlicher Arbeit wurde dem Verfasser ein Teilpreis zugesprochen. Die zweite Arbeit über Posen hat sich — wegen der schweren Erreichbarkeit der archivalischen Quellen — fast ausschließlich auf die Verwertung gedruckten Materials beschränkt. Das Bestreben nach lückenloser Berücksichtigung aller einschlägigen Arbeiten ist lobend hervorzuheben. Die Uebersichtlichkeit des Stoffes und der Ergebnisse ist durch den vom Verfasser zugrunde gelegten Plan beeinträchtigt. Die von ihm befolgte Gliederung nach Orten erschwert den Ueberblick, zumal er bisher nur etwa die Hälfte der von Juden bewohnten Ortschaften der Provinz Posens in den Kreis seiner Betrachtung gezogen hat. Die Ergebnisse tragen deswegen zufälligen Charakter. Es fehlt der Arbeit nicht an Erkenntnis historischer Voraussetzungen. Bei einer weiteren Durchdringung des ihm zu Gebote stehenden Materials würde der Verfasser sicherlich ein klares Bild der Wirtschafts- Struktur der Juden Posens geben können. Die Darstellung läßt die notwendige Straffheit vermissen. Bei methodischer Schulung hat der Verfasser durch die scharfsinnige Analyse der angeführten Ergebnisse gezeigt, daß er unter Heranziehung des notwendigen archivalischen Materials zur Lösung der gestellten Frage einen wertvollen Beitrag liefern könnte. Wenn auch der Arbeit der Preis nicht zugebilligt werden konnte, so sollte doch durch die Gewährung eines Teilpreises die Anerkennung für seine Leistung zum Ausdruck kommen. Als Verfasser der Arbeiten erwiesen sich die Hörer Marcus Breger (Posen) und Bernhard Brilling (Schlesien). Nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Preisbewerbungen übernahm der Unterzeichnete den Vorsitz; sein Festvortrag hatte zum Thema: ״Partikularismus und Universalismus nach jüdischer Lehre". Darauf erfolgte die Entlassung der Rabbinatskandidaten Dr. Alexander Guttmann und Dr. Arthur Victor durch den Seminarrabbiner. Herr Dr. Guttmann sprach zugleich im Namen seines Kollegen herzliche Worte des Dankes. Gesangsvorträge des Herrn Oberkantor Borin verliehen der Feier eine besondere Weihe.

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