Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1925 (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2720904-2721045--002-2726497- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Am Sonntag, dem 25. Januar 1925, fand in üblicher Weise in Anwesenheit der Vertreter der staatlichen, städtischen und synagogalen Behörden sowie der Rabbiner der Synagogengemeinde die Gedächtnisfeier für den Stifter des Seminars, den verewigten Kommerzienrat Jonas Fraenckel, statt. Der Vorsitzende, Herr Dozent Dr. Lewkowitz, erstattete den Bericht über die Tätigkeit des Seminars im abgelaufenen Jahre. Hierauf übernahm der Unterzeichnete den Vorsitz; sein Festvortrag: ״Der Begriff des Uebermenschen in der jüdischen Religionsphilosophie“ ist inzwischen im 1. Heft der Zeitschrift ״Der Morgen“ zum Abdruck gelangt. Alsdann erfolgte die Entlassung des Rabbinatskandidaten Dr. M a x E1 k , welchem in Vertretung des abwesenden Seminarrabbiners der Vorsitzende das von dem Herrn Seminarrabbiner eingesandte Rabbinatsdiplom überreichte. Herr Dr. Elk verabschiedete sich mit herzlichen Worten des Rückblicks und des Dankes. Gesangsvorträge des Herrn Oberkantor B o r i n umrahmten weihevoll die Feier. Durch die Freigiebigkeit der vier Breslauer Logen U. O. B. B. war das Seminar wieder in der Lage, Preisaufgaben zu stellen, deren Themata bei der Seminarfeier bekanntgegeben wurden. Sie lauteten: 1. Das Verhältnis von Mischna und Tossefta; 2. Die Bibelexegese des Gersonides; 3. Spinozas Verhältnis zum Judentum; 4. Geschichte des jüdischen Wohlfahrtswesens in Breslau. Die Frist zur Einlieferung lief am 1. Dezember 1925 ab. Während im vorigen Jahre keine Bewerbungen eingelaufen sind, sind uns diesmal drei Arbeiten zugegangen,über welche bei der diesjährigen Feier berichtet werden wird. Im Jahre 1925 sind folgende zeitweilig ausgeschiedene Hörer wieder eingetreten: Max Vogelstein aus Breslau und Nachum Frenkiel aus Ostrow. Neu eingetreten sind zu Ostern die Herren: Max Koppel aus Kerschenbroich (Rheinland), Lothar Marx aus Schriesheim (bei Heidelberg), Fritz Pinkuß aus Magdeburg, % Josef Schwarz aus München-Gladbach; — im Winterhalbjahr die Herren: Dr. Nachum Wahrmann aus Frankfurt a. M., Majer* Selzer aus Trembowla (Bez. Tamopol), David Kahane aus Grzymälow (Bez. Tamopol), Wolf Steckei aus Tamopol,