Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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15 Eine empfindliche Einbuße in finanzieller Hinsicht erlitt das Seminar auch durch das Versagen der ״Notgemeinschaft“, die in früheren Jahren unserer Anstalt, wie der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, eine bedeutende Hilfe bei der Behebung der wirtschaftlichen Nöte leisten konnte. Ungeachtet der empfindlichen Einschränkung der Gewährung von Stipendien und Mensa academica, ist die Lage des Seminars besonders schwierig geworden. Die Verwaltung des Seminars sah sich daher im abgelaufenen Jahre besonderen Problemen gegenübergestellt. In dieser Stunde der schweren Sorge danken wir besonders denjenigen Institutionen, Gemeinden und Persönlichkeiten, denen neben dem Kuratorium der FraenckeFschen Stiftungen in der Hauptsache die wirtschaftliche Fürsorge für unsere Anstalt zufällt. In allererster Reihe gebührt unser Dank dem schon erwähnten Preußischen Landesverbände Jüdischer Gemeinden, ferner den Süddeutschen Landesverbänden, einer Anzahl Großgemeinden in Deutschland, insbesondere der Synagogengemeinde Breslau für die großzügige Förderung des Seminars. Neben der Synagogengemeinde als solchen verdient das jüdische Wohlfahrtsamt Breslau besondere Erwähnung, das in einzelnen Sonderfällen warmes Verständnis für die Not unserer Hörer gezeigt hat. Ebenso danken wir dem stets hilfsbereiten Freunde unserer geistigen und sozialen Bestrebungen, Herrn Lippmann Bloch und den anderen opferwilligen Freunden, deren Beiträge uns die Erhaltung der Mensa academica und der Studentenhilfe (Frühstücks- und Abendbrottisch für besonders bedürftige Hörer) ermöglichen. Gern entledigen wir uns auch der Dankespflicht für die Bereitstellung von Stipendien gegenüber den deutschen Landesverbänden und dem Obersten Rat jüdischer Gemeinden in Prag, den Synagogengemeinden Berlin, Beuthen O.-S., Düsseldorf, Frankfurt a. M., München, M.-Gladbach und Offenbach sowie der Großloge für Deutschland, den Breslauer Logen im U. O. B. B. und dem Förderer jüdischer Geistesarbeit, Herrn Salman Schocken, Zwickau-Berlin. Besondere Hervorhebung verdient noch in diesem Zusammenhang das warme Interesse zweier unserer ehemaligen Hörer, der Herren Rabbiner Dr. Martin Littmann in Zürich und Rabbiner Dr. Emil Schlesinger in St. Gallen, die 1ms wiederholt aus ihren Kreisen Beihilfen zukommen ließen.