Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1922 und 1923 (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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mann, den Vorsitz; sein Festvortrag galt dem Thema: ״Die Schicksale des Talmuds“. Gleichzeitig hatten wir die Freude, 6 Kandidaten entlassen zu können: die Herren Dr. Felix Aber, Dr. Paul Holzer, Max Katten (inzwischen gleichfalls zum Dr. phil. promoviert), NathanKlotz, Dr. Friedrich Rülf und Dr. Hugo Schiff. Herr Dr. Schiff sprach im Namen seiner Kollegen herzliche Worte des Rückblickes, des Dankes und des Abschieds. :Die Einbuße, die das Seminar in so erfreulicher Weise durch die Entlassung von 8 Rabbinern erfuhr, konnte durch Neueintritt einer großen Reihe von Hörem mehr wie ausgeglichen und die Zahl der Hörer unseres Seminars, die während der Kriegsjahre zurückgegangen war, bedeutend vermehrt werden. Im Jahre 1922 traten folgende Herren ein: Fritz Bloch, München, Max Vogelstein, Breslau, Martin Pleßner, Breslau, Herbert Fischer, Breslau, Emil Schorsch, Hungheim (Baden), Dr. med. Josef Prager, Breslau, Ab r aham Aß, Bjalystok (Polen), Moses Lubin, Lomza (Polen). Im Jahre 1923 traten die Herren Friedrich Katz, Tarnopol, Nachum Frenkiel, Ostrow (Polen), Ascher Isakoff- Chananel, Schumen (Bulgarien), Moses König, Succawa (Bukovina), und Isaak Emmanuel, Saloniki (Griechenland) ins Seminar ein. Im Ganzen gehören dem Seminar zur Zeit 22 ordentliche Hörer und 7 Gasthörer (darunter 4 Frauen) an. Von ehemaligen Hörem des Seminars wurden berufen: Herr Rabbiner Dr. Freier, früher in Eschwege, zum Oberrabbiner in Sofia (Bulgarien); Herr Rabbiner Dr. Schüft an, früher in Görlitz, nach Erfurt; Herr Rabbiner Dr. Behrens, früher in Göttingen, nach Fürth; Herr Dr. Neilhaus zum Rabbiner in Stettin; Herr Dr. Hahn zum Rabbiner in Essen; Herr Dr. Aber zum akademisch gebildeten Religionslehrer in Breslau, sodann: zum Rabbiner in Stadt und Land Salzburg; Herr Dr. Holzer zum Rabbiner an der Dammtorsynagoge in Hamburg; Herr Dr. Katten zum akademisch gebildeten Religionslehrer in Wien; Herr Dr. Rülf zum Direktor der Religionsschule in Hamburg, sodann zum Rabbiner des Tempelverbandes ebenda; Herr Dr. Schiff zum Landesrabbiner in Braunschweig. Die Gedenkfeiern für den verewigten Direktor Dr. Frankel fanden in beiden Jahren in herkömmlicher Weise statt. Die wissenschaftlichen Vorträge wurden.von den Kandidaten Katten (״Ueber den Stil der hebräischen Schriften Frankels“) und Dr. Jacob (״Die