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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1913-01-01 · 1912 (1913) · page 13

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1912 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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13 sie ihre Duldung, ihre Nahrungsmöglichkeit und jede Erweiterung oder Beschränkung ihrer Rechte zu verdanken1). Am wenigsten verhängnisvoll war diese Entwickelung im ersten halben Jahrhundert der preussischen Herrschaft gerade hier in Schlesien. Denn die ״Königlichen geordneten Landrabbiner“, denen die Verfassung von 1744 gewisse Rechte einräumte* und die von 1744—1793 im Amte waren, Bendix Rüben Gompertz2) und Joseph Jonas Fränckel3) waren nicht nur durch umfassende Gelehrsamkeit und asketische Frömmigkeit, sondern auch durch sehr grosse materielle Besitztümer ausgezeichnet. Schon diese Tatsache genügte, um ihren Standesgenossen eine weitgehende Rücksichtnahme auf die religiösen Lebensanschauungen dieser ehrwürdigen Gelehrten aufzuzwingen. Freilich war sie nicht im Stande, den Strömungen der Zeit den Zugang zu verw׳ehren. Früher vielmehr als irgend wo anders im deutschen Vater־ lande fanden die neuen Bildungsideale, die Moses Mendelssohn und seine Jünger verbreiteten, hier Anhänger, Freunde und Bewunderer. Der Obervorsteher Simon Hirsch gewann den Hauslehrer Mendelssohns, den fein gebildeten Joseph Pick aus Reichenau (Böhmen) zum Erzieher seiner Kinder4), und der russische Viehmakler Aron Zadek berief den berühmten Philosophen Salomon Maimon5) zum Hofmeister *) Vgl. Kali sch, Berlins jüdische Reformatoren, S. 30. 126. -) Vgl. Gesch. des Landrabbinats, S.21 ff. Kauf mann-Freudenthal, a.a.O., S. 221 ff. Landsberger, zur Biographie des R. Baruch Wesel, S. A., aus dem Jahrb. der jüd, lit. Gesellsch. V, 1908. 8) Gesch. d. Landr., S. 36 ff. Gesch. d. jüd. theol. Seminars, S. 4 ff. 4) S. meine Geschichte der Industrieschule für isr. Mädchen, S. 5. Stein- Schneider, C. B. 5976. Das Lied, das er zur Hochzeit der ältesten Tochter Mendelssohns, Brendel (= Veronika), der nachmaligen Dorothea Schlegel, mit Simon Witzenhausen am (1. Nissan =) 3. April 1783 verfasst hat, habe ich im 11 אוצר הספרות, S. 433 ff. neu gedruckt Simon Hirsch war der Grossvater Heinrich Simons, welcher der Mitarbeiter Ludwigs v. Rönne an dem trefflichen Buche über die ״früheren und gegenwärtigen Verhältnisse der Juden in den sämmtlichen Landestheilen des Preussischen Staates14 (Breslau 1843) und später Abgeordneter in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. und Präsident des Rumpfparlaments in Stuttgart gewesen ist. Vgl. ADB. XXXIV, 37 ff. 5) Vgl. Sal. Maimons Lebensgesch. Herausgeg. v. K. P. Moritz, S. 242 ff. im Neudruck (München 1912), S. 305 ff. So ganz unbekannt, wie S. 486 des Neudrucks zu lesen ist, ist Maimons Grab in Glogau keineswegs. Es ist in jeder der beiden Totenlisten (vgl. meine Bemerkung MS. 1911, S. 362, Anm. 1) erwähnt. Im Folioband lesen wir auf dem letzten beschriebenen Blatt: המ*נד1י□ לצד מערס בין דרום לצפון בהנדרב״ע נ= ני־ עלמין! נגד השים ה־יז הנקרא לעווינזאהן מ־כח ברגליו

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