Mannheim
Compact Memory

Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1910-01-01 · 1910 · page 48

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1910
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 48)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2720904-2721019--47-2725563
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

195 ha-Levi1), Rosch-Jeschibah in Lemberg. Dazu kamen noch seine beiden gelehrten Söhne R. Jacob2), der selbst in anerkannter Weise litterarisch tätig war, und R. Abraham3), Rabbiner in Bresc. Lit., sein rühmlich bekannter Schwiegersohn R. Chajjim Menachem Man ben Isaak4), Rabbiner in Wien, und sogar schon sein Enkel Feiwel5), an dessen Scharfsinn und Gelehrsamkeit der Grossvater seine Freude hatte, und noch einige andere Gelehrte6). Dabei gewähren uns seine Rechtsbescheide manchen interessanten kulturhistorischen Einblick in die Zeitverhältnisse, unter denen er lebte. Mit grosser Empörung eifert er gegen den Wucher7), gegen den Missbrauch, die Vorbeter nicht nach der Gottesfurcht, sondern nur nach der Stimmbegabung auszuwählen, und gegen den Unfug, die Gebete nach Theatermelodien absingen zu lassen8). Dem Anspruch eines Privatlehrers, die gesammte Jugend einer Gemeinde zu unterweisen, tritt er energisch entgegen. Im Interesse des Jugend- Unterrichts müsse freier Wettbewerb in diesem Bereiche herrschen9). Denn der Jugendunterricht lag hie und da sehr im Argen, und bitter klagt R. Benjamin darüber, dass in einigen Orten Reussens völlige Analphabeten zur Thora aufgerufen werden10). Arendenpacht11) und Branntweinbrennerei12) waren damals wichtige Gewerbe der Juden. Wir erfahren von lebhaftem Handel, den die galizischen Juden nach der Walachei trieben und von den Waaren, die sie ג) Nr. 34, 47. Er war ein Verwandter des Verfassers. Vgl. auch RGA. des R. Meir Lublin, Nr. 53 u. 104. Er starb am (13. Nissan —) 24. März 1604. Buber, Nr. 155. 2) Nr. 57, 58, 59, 60, 67, 70, 71, 89, 101, HO, vgl. Abr. Rapaport, fol. 58 b. St C. B. 5507. 3) Nr. 21, 50, 63, 99, 100, vgl. Nr. 56. Der Zusatz zu Nr. 25 ist von ihm verfasst. Vgl. עיר תהלה, S. 26, 154. Dembitzer I, 21a f. 4) Nr. 102, vgl. auch Mose Nerol I, 16a, 19b, 39c, 92a, 94a; II, 2c, 7b. 8c, 9c, 10b. S. Kaufmann, Letzte Vertreibung der Juden aus Wien, 42 ff. und über seine weitere Nachkommenschaft Dembitzer, a. a. O. Seine Frau hiess Leah und starb zu Lebzeiten des Vaters (Nr. 82). 5) Nr. 95. 6) Z. B. R. Elieser Jeruschalmi (Nr. 10), Elimelech ha-Cohen (Nr. 36), sein- Verwandter R. Mendel (Nr. 80) u. R. Schmeril (Nr. 6). ד) Nr. 34. 8) Nr. 6. 9) Nr. 3. 10) Nr. 62. n) Nr. 27, 28. | 12) Nr. 43, 58, 59. |

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.