Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 102)
- Language
- German
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10 Die Zinsen aus dem Direktor Dr. Zacharias Frankel-Fonds haben auch im vergangenen Jahre die ihrer Bestimmung entsprechende Verwendung gefunden. Herr Seminarrabbiner Prof. Dr. Lewy hat die ihm von einem Komitee seiner ehemaligen Schüler zu Ehren seines fünfundzwanzigjährigen Amtsjubiläums überreichte Summe von 35C0 Mark zu einer Stiftung bestimmt, deren Zinsen für ein jeweiliges Bedürfnis, nach Ermessen des Lehrerkollegiums und des Kuratoriums zur Ver- Wendung kommen sollen, wie z. B. als Stipendium für einen bedürftigen Seminaristen, dessen Vater das jüdisch-theologische Seminar besucht hat, als Zuschuss zu den Zinsen des Frankel-Fonds oder als Beitrag zur Aussteuer einer Tochter eines Dozenten am Seminar zu ihrer Vermählung. Ferner hat Herr Prof. Dr. Lewy Namens seiner Frau Gemahlin zur Erhöhung des Kapitals der Stiftung die Summe von 150 Mark überwiesen. Herr Rabbiner Dr. Koch aus Gothenburg hat zur Erhöhung des Legats für die verewigte Frl. Irma Fränkel 400 Mark gesandt. Ausser den aus fundierten Legaten fliessenden Stipendien erhielten auch im vergangenen Jahre mehrere Seminaristen Unter- Stützungen durch Zuwendung nachstehender Stipendien, für die das Seminar hiermit seinen aufrichtigen Dank ausspricht. Der Vorstand der hiesigen Synagogen-Gemeinde hat, wie alljährlich, eine Subvention von 600 Mark zu Stipendien bewilligt. Vom Vorstande der S3magogen-Gemeinde hierselbst hat ein Seminarist aus der Alexander Bernhardt’schen Stiftung ein Stipendium von 60 Mark erhalten. Von dem israelit. Studien-ßeförderungs-Verein hier erhielten vier Seminaristen Stipendien. Ein Teil der Zinsen des Rabbiner Dr. Joel-Fonds wurde von der hiesigen Lessingloge zur Verteilung an Seminaristen überwiesen. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde in Beuthen O.-S. erteilte einem Seminaristen aus Schlesien das Stipendium der Rabbiner Dr. Rosenthal-Stiftung. Die vom Vorstand der Synagogen-Gemeinde in Schneidemühl dem Seminar zugewiesenen Zinsen aus der Rabbiner Salomon Brann’schen Stiftung wurden einem Seminaristen aus der Provinz Posen gewährt. Von der Synagogen-Gemeinde in Magdeburg erhielt ein Seminarist ein Stipendium von 150 Mark.