Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
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40 Vorstand und Repräsentanten der Synagogengemeinde in Pasewalk. Vorstand der Synagogengemeinde in Pless. Vorstand der Synagogengemeinde in Stettin. Im verflossenen Jahre wurde am 27. Januar, am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers und Königs und dem gleichzeitigen Sterbetage des Stifters, die Doppelfeier in üblicher Weise begangen. Die Fest- und Gedenkrede hielt Herr Dr. Horovitz. Zur Bewerbung um den Dr. David Rosin’schen Preis war für das laufende Jahr die Aufgabe gestellt worden: ״Die Ethik des Bachja ibn Pakuda“. Eine Bearbeitung ist nicht eingegangen. Zur Bewerbung um den Josef Lehmann *sehen Preis ist für das abgelaufene Jahr die Aufgabe wiederholt worden: ״Der Einfluss Al-Gazzali’s auf Chasdai KreskasV Eine Arbeit ist eingegangen. Das Ergebnis soll am 27. Januar d. J. öffentlich verkündet werden. Das Seminar zählt gegenwärtig 32 Hörer. Von den Zöglingen des Seminars sind im verflossenen Jahre in Ämter berufen worden: Herr cand. phil. Heilbronn als Prediger nach Spandau; Herr Dr. Lazarus als stellvertretender Rabbiner und Religionslehrer nach Frankfurt a. M.; Herr Dr. Le vi, bisher Rabbiner in Alzey, als Oberrabbiner nach Crefeld; Herr Dr. Ludwig Levy als Rabbiner nach Brünn. Ausserdem ist zur Geschichte des Seminars im abgelaufenen Studienjahre zu berichten: Am 24. Februar 1904 beging das Seminar die Gedächtnisfeier für den verewigten Direktor Dr. Z. Frankel. Die Gedächtnisrede hielt Herr Dr. Ludwig Levy. Am 7. April, dem letzten Tage des Pessachfestes, wurde im Anschluss an die Predigt eine Gedenkfeier für den verewigten Direktor Dr. Lazarus begangen. Die Predigt hielt Herr Dr. A. Kober. Am 30. September legte Herr Dr. Horovitz laut § 3 des Regulativs für die Befugnisse des Lehrerkollegiums vom 3. November 1882 den Vorsitz im Lehrerkollegium nieder, welchen der Unterzeichnete übernahm. Am 19. September, dem Versöhnungstage, wurde in der Predigt das Andenken des verewigten Seminar-Rabbiners Dr. D. Joel und des Professors Dr. H. Graetz hervorgehoben. Die Predigt hielt Herr Dr. M. Fried. Am 3. Dezember, am Chanuckafeste, wurde in der Predigt das Andenken der verewigten Dozenten am Seminar: Dr. B. Zuckermann und Dr. D. Rosin gefeiert. Die Predigt hielt Herr Dr. L. Golinski.