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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1903-01-01 · 1903 · p. [Seite]

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
[Seite] (sequence 103)
Language
German
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IRI
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Jahresbericht. Das jüdisch-theologische Seminar begeht am 27. Januar d. J. zum neunundvierzigsten Male die Gedächtnissfeier für seinen Stifter, den verewigten Commercienrath Jonas Fränckel. Anlässlich dieser Feier wird das Ergebniss der Bewerbungen um den Joseph Lehmann’schen und den Dr. David Rosin’schen Preis bekannt gegeben werden. Im verflossenen Jahre wurde am 27. Januar, dem Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers und Königs und dem gleichzeitigen Sterbetage des Stifters, die Doppelfeier in üblicher Weise begangen. Die Fest- und Gedenkrede hielt Herr Seminar-Rabbiner Dr. Lewy. Daran schloss sich die feierliche Entlassung der Herren Candidaten DDr. Julius Grünthal und Siegfried Grzymisch unter Ueberreichung der Rabbinatsdiplome, worauf Herr Dr. Grzymisch Abschiedsworte an die Lehrer und die Studiengenossen richtete. Die Aufgabe für den Lehmann’schen Preis im abgelaufenen Jahre lautete: ״Historische Topographie der Judenstadt zu Köln am Rhein“. Eine Arbeit war eingelaufen mit dem Motto: נם צפול מצאה בית וגף Ps. 84, 4. Der Verfasser der Abhandlung sagt im Begleitwort selber, dass er ausser Stande gewesen sei, die Arbeit abzuschliessen und in der Reinschrift abzuliefern, sich aber dennoch veranlasst gesehen habe, sie einzureichen, um zu zeigen, dass er sich mit dem Gegenstände beschäftigt habe. Da nun aus dem umfangreichen Concept hervorgeht, dass der Verfasser sich eingehend und mit anerkennenswerthem Fleiss dem Studium der einschlägigen Quellen gewidmet, er auch handschriftliches Material in reichem Maasse verglichen hat und nur mit der Ausarbeitung und endgiltigen Feststellung seiner Ergebnisse bis zur Ablieferungsfrist nicht fertig geworden ist, so stellt das Lehrer-Collegium nochmals dasselbe Thema für das laufende Studienjahr in der Zuversicht, dass der Verfasser nunmehr eine befriedigende Lösung der Arbeit zu Stande bringen werde. In der That ist eine Arbeit mit demselben Motto im laufenden Jahre von neuem eingereicht worden. Auch zur Bewerbung um den Dr. David Rosin’schen Preis ist eine Abhandlung eingegangen. Das Thema lautete: ״Reconstruction des Commentars Ihn

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