Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1902
- Date
- 1902-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
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— 2 Zurufen oder wach zu erhalten; denn sein Name bleibt ohnehin unvergesslich in unserer Mitte. Er ist, abgesehen von seinen hohen Verdiensten um die Ehre des Judenthums, die Erhaltung unseres heiligen Glaubens, die Pflege der Thora und die Hebung der jüdischen Wissenschaft, als der geistige Begründer dieser Anstalt anzusehen, deren Jünger Rabbiner in den grössten Gemeinden Deutschlands und auch ausserhalb Deutschlands sind, dieser ersten Anstalt für jüdische Theologie in Deutschland, die mustergiltig für andere inzwischen entstandene Rabbinerbildungsanstalten geworden ist. Möge nun der Geist der Gottesfurcht und der Gotteserkenntniss, die der selige Meister pflegte, stets in unserer Mitte walten, mögen die Jünger dieser Pflanzstätte für jüdische Theologie, wie aller Pflanzstätten für dieselbe, von inniger Frömmigkeit und lauterem Glauben, wie er, durchdrungen sein, möge die Erinnerung an ihn die Pietät für unsere Väter und Lehrer und ihre Heiligthümer fördern, unsere Ueberzeugung und Gesinnung festigen. זכר צדיק לברכה Die Aufgabe für den Lehmann’schen Preis im abgelaufenen Jahre lautet: ״Historische Topographie der Judengasse zu Köln am Rhein“. Eine Arbeit ist eingelaufen. Das Ergebniss der Bewerbung soll am 27. Januar d. J. öffentlich verkündet werden. Zur Bewerbung um den Dr. David Rosin’schen Preis ist wiederum die Arbeit mit dem Motto: תכון תפלתי קטרת לפניך משאר! כפי מנחות ערב (Ps. 141, 2.) eingegangen. Der Verfasser bemerkt im Vorwort, dass er sich noch kurz vor Ablauf des Termins zur nochmaligen Einreichung derselben in berichtigter, aber wenig veränderter Form entschlossen habe und er deswegen bisher unterlassen habe, einige Partieen der ihnen nothwendigen Umarbeitung zu unterwerfen. Er hebt ferner hervor, dass er sich wiederholt damit beschäftigt habe, die damals gerügten Mängel abzustellen und dadurch den Anforderungen des Statuts näher gekommen zu sein hoffe. Da nun bereits vor zwei Jahren das Lehrer־ Collegium die Begabung und Leistungsfähigkeit des Verfassers auf Wissenschaftlichem Gebiete lobend anerkannt hat und jedenfalls mehrere Irrthümer in der neuen Darstellung verbessert worden sind, hat sich das Lehrer-Collegium entschlossen, der Arbeit dieses Mal den Preis zuzuerkennen, in der zuversichtlichen Voraussetzung, dass der Ver-