Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 55)
- Language
- German
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lxhi XII. in Reichenbach: I. Manil oder Menil besass Schuldbriefe auf Nickil Monsterberg über 5 m. und 18 m. bem. gr. (zusammen mit Aaron von Strehlen und seinem Vater Jacob, XIV, 1. 5), auf den Herzog von Münsterberg (IV, 22) über 10 m. bem gr. (zusammen mit denselben) und auf Lang Peter von der Harte über 2 m. gr., die im Jahre 1453 beschlagnahmt werden (Stadtarchiv K. 17 b, 2, p. 4. 5. 6). XIII. in Schweidnitz: 1. Aaron, angeblich einer der Märtyrer des Jahres 1453 (MPH. UI, 789). 2. Cuschmann besass 1453 einen Schuldbrief über 22 m. b. gr. auf PranczkeLangerheide und zusammen mitSchepcz czu Nympcz (oben X, 1) einen solchen über 12 m. gr. auf Clericus Boltze. Beide wurden in der Breslauer Judengasse mit Beschlag belegt (Stadarchiv 17 b, 2, p. 6). 3. David b. Elieser, Adressat der RGA. 76/77 des R. Jacob Weil, in einer Zeit, in welcher das Amt des Rabbiners unbesetzt war (vgl. das Nähere im Text S. 72, No. 2, und S. 75, No. 3) 4 Doske besass einen Schuldbrief aus dem Jahre 1435 über 108 Mk. auf Herzog Hans von Münsterberg und seinen Bruder Herzog Heinrich (TV, 22. 23). Gläubiger waren auch noch Thana und andere Juden (0.84). Der Brief gehörte zu den in Schweidnitz, Striegau, Jauer und Löwenberg 1453 mit Beschlag belegten In welcher dieser Städte die Gläubiger wohnten, steht nicht fest. Hier nur darum unter Schweidnitz, weil (O. 83) Schweidnitz zuerst genannt ist. 5. Effraym, einer der Märtyrer des Jahres 1453 (MPH. IH, 789). 6. Elias, Vetter des Jacob zu Schweidnitz (No. 12), gehörte zu dem Consortium, dem der Rath von Liegnitz 300 Mk. schuldete, die er in einer Urkunde d. d. Liegnitz, 27. Januar 1425 zu Johannis zu bezahlen verspricht. Vielleicht ist er mit Elias in Breslau, dem Bruder Benisch’s und Oheim Jacobs das., identisch, vgl. F. I, 5. 7. Fab er hiess angeblich einer der Märtyrer des Jahres 1453 (MPH. III, 789). 8 Isaak hatte von Bischof Conrad am 2. Decbr. 1443 die Summe von 100 Mk. Gr. zu fordern. Dieser verspricht pünktliche Zahlung und event.2/ג Gr. Verzugszinsen von jeder Mark wöchentlich (Klose H, 2.71). 9. Rabbi Isaak gehörte angeblich zu den Märtyrern des Jahres 1453 (MPH. TTT, 789). Er hatte einen Sohn Joel in Gr.-Glogau (G. V, 3). 10. Israel Kaule gehörte zu den Theilnehmem an der angeblichen Hostienschändung des Jahres 1453, Er soll der Empfänger der von Breslau übersandten Hostien gewesen sein (MPH. III, 788 f.). II. Jacob Mossze, angeblich einer der Märtyrer des Jahres 1453 (MPH. HI, 789). 12. Jacob, früher in Breslau (vgl. G. I, 49), wohnte* 1425 in Schweidnitz. Am 27. Jan. 1425 verpflichtet sich der Bürgermeister und Rath zu Liegnitz, den Juden Jacob zu Schweidnitz, Elias seinem Vetter (F. I, 5), Kussiel (G. I, 68) und Merkel (G. I, 76), seinen Brüdern und noch einigen Anderen am Johannis-Tage 300 Mk. zu zahlen (Schirrm. S. 342, No. 557). Er gehörte auch zu dem Consortium,