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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1898-01-01 · 1898 · page 83

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1898
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 83)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720975--82-2724747
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Rabbiner in Leobschütz, zum Stiftsrabbiner der Markus und Rosalie Fuchs’schen Stiftung in Breslau, Herr Dr. Salomo Posner zum Religionslehrer und stellvertretenden Rabbiner in Karlsruhe (Baden), Herr Dr. David Sander, bisher Religionslehrer und stellvertretender Rabbiner in Karlsruhe (Baden), zum Grossherzogi. Provinzial- Rabbiner in Giessen, Herr Dr. M. S. Zuckermandel, Rabbiner in Pieschen, zum Stiftsrabbiner der Mora Leipziger’schen Stiftung in Breslau, Herr Dr. Samuel Sachs zum Prediger und Religionslehrer in Myslowitz, Herr Dr. Philipp Goldberger zürn Rabbiner in Marienbad (Böhmen) und Herr Dr. Joseph Zolinski zum Rabbiner in Kolmar (Posen), die letzteren drei, bevor sie die Prüfungen abgelegt haben. Am 10. Februar erlitt das Seminar einen schweren Verlust durch das Ableben seines langjährigen Curators, des Herrn Hermann Haber. Derselbe bekundete durch eine lange Reihe von Jahren, sowohl in seiner amtlichen Stellung als Curator der Commerzienrath Fränckelsehen Stiftungen, als auch ausseramtlich das wärmste Interesse für das Gedeihen dieser Anstalt. Das Seminar wird ihm ein ehrenvolles und dankbares Andenken dauernd bewahren. An die Stelle des Heimgegangenen trat Herr Dr. med. Samuel Freund. Ausserdem ist zur Geschichte des Seminars im abgelaufenen Studienjahre zu berichten: Am 10. Februar 1897 beging das Seminar die Gedächtnisfeier für den verewigten Director Dr. Z. Frankel. Die Gedächtnissrede hielt Herr Rabbiner Dr. Israel Finkeischerer. Am 22. März fand im Anschluss an den Morgengottesdienst eine Gedenkfeier für Kaiser Wilhelm I. in der Seminarsynagoge statt. Am 24. April, dem letzten Tage des Passahfestes, wurde im Anschluss an die Predigt eine Gedenkfeier für den verewigten Director Dr. Lazarus begangen. Die Predigt hielt Herr Dr. M. Fried. Am 27. Mai übersandte das Lehrercollegium anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin Glückwunschtelegramme an das Curatorium und die Hörerschaft der Anstalt, wie auch an Herrn Prof. Steinthal. Am 1. October legte Herr Dr. Brann laut § 3 des Regulativs für die Befugnisse des Lehrercollegiums vom 3. November 1882 den Vorsitz im Lehrercollegium nieder, welchen der Unterzeichnete übernahm. Am 6. October, dem Versöhnungstage, wurde in der Predigt das Andenken des verewigten Seminarrabbiners Dr. Dav. Joel und des Professors Dr. H. Graetz hervorgehoben. Die Predigt hielt Herr Dr. Fried.

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