Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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"־^«l y$FX Correktheit des Ausdruckes. Ausserdem enthielt die Arbeit manche unrichtige Auffassungen und gewagte Hypothesen. Indessen hat in Anbetracht der hervorgehobenen Vorzüge und in der sicheren Erwartung, dass der Verfasser, falls er seine Arbeit zu veröffentlichen gedenkt, die gerügten Mängel thunlichst abzustellen bemüht sein werde, das Lehrer-Collegium einstimmig den Beschluss gefasst, der eingelieferten Arbeit den Preis zuzuerkennen. Die Eröffnung des mit dem angeführten Spruche versehenen Umschlages ergab, dass Dr. L. Dobschütz Verfasser der preisgekrönten Schrift war. Die Preisaufgabe für das abgelaufene Jahr lautet: Verlauf des Kosakenkrieges unter Chmielnitzki während der Jahre 1648 und 164g mit besonderer Berücksichtigung der jüdischen Quellen. Eine Bearbeitung des Gegenstandes ist nicht eingegangen. Das Seminar zählt gegenwärtig einschliesslich der abwesenden, bereits amtirenden Candidaten 50 Hörer, nach Abzug derselben 43. Neu eingetreten sind im vergangenen Jahre: Moritz Wiener aus Lipnik (Galizien), Adolf Weissmann aus RosenbergO/S., Emil Schlesinger aus Dombrau Oesterr.-Schl., Ascher Bretholz aus Chorostkow (Galizien), Ludwig Demuth aus Rimbach im Odenwald (Grossh. Hessen). Von den ehemaligen Zöglingen des Seminars sind im verflossenen Jahre folgende zu Rabbinatsämtern berufen worden: L. Kahn, bisher Rabbiner in Laupheim, zum Rabbiner in Heilbronn (Württemberg); Dr. B. Einstein, bisher Rabbinatsvertreter in Heilbronn, zum Rabbiner in Laupheim; D. Simonsen, bisher zweiter Rabbiner in Kopenhagen, zum Oberrabbiner daselbst; Dr. Abraham Lewinsky, bisher Bezirksrabbiner in Weilburg, zum Landrabbiner in Hildesheim, Dr. Martin Littmann, bisher Rabbiner in Elbing, zum Rabbiner in Zürich; der zu entlassende Rabbinatscandidat Dr. Neumann Sandler ist zum Prediger in Schwedt a. d. O. gewählt worden. Ausserdem ist zur Geschichte des Seminars vom Jahre 1892 Folgendes zu berichten: Am 7. März beging das Seminar die Gedächtnisfeier für den verewigten Director Dr. Z. Frankel. Die Gedächtnisrede hielt Dr. Neumann Sandler. Am 19. April, dem letzten Tage des Pessachfestes, wurde im Anschluss an die Predigt eine Gedenkfeier für den verewigten Director Dr. L. Lazarus begangen. Die Predigt hielt Herr cand. phil. Leo Fränkel.