Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1892
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
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Buchau in Württemberg und Joseph Wiener aus Pfalzburg in Lothringen; im October Moses Fried aus Zbaras in Galizien. Das Vertrauen der Gemeinden zu der Wirksamkeit des Seminars fand erneuten Ausdruck in der Berufung seiner ehemaligen oder erst noch zu entlassenden Jünger. Es wurden berufen: Landrabbiner Dr. M. Guttmann in Hildesheim zum Rabbiner der Synagogengemeinde in Breslau; Dr. J. Caro, früher in Pilsen, als Oberrabiner in Lemberg; Dr. Adolph Posnansky, früher In Reichenberg, als Rabbiner in Pilsen (Böhmen); Dr. Bernhard Zimmels, früher in St. Pölten in Nieder-Oesterreich, als Rabbiner in'Mährisch-Ostrau; Dr, Heinrich Berger alsRabbinatsvertreter in Teschen; Dr. Adolph Biach als Rabbiner in Brüx; Dr. Benno Jacob als Rabbiner in Göttingen; cand. phil. Israel Jelsky als Prediger in Lodz; Dr. C. Josephsohn als Rabbiner in Lauenbürg in Pommern; Dr. Felix Lazarus als Religionslehrer und Hülfsprediger in Cöln am Rhein; Dr. Joseph Levi als Rabbiner In Alzey: Dr. Gotthilf Walter als Rabbinatsvertreter in Bromberg. — Vorübergehend wurden als Stellvertreter des Rabbiners berufen: Cand. phil. David Rau in Pless und Julius Reach in Reichenberg in Böhmen. Seit dem Sommer 1889 besteht am Seminar ein Gesangverein jüdischer Theologen, der die Pflege des Gesanges, insbesondere des gottesdienstlichen, sich zur Aufgabe gemacht hat. Derselbe hat seit seinem Bestehen in Gemeinschaft mit seinem technischen Leiter* Kapellmeister Pulvermacher, wesentlich dazu beigetragen, dass die bei feierlichen Gelegenheiten üblichen - Gesangsleistungen am Seminar überaus würdig und gefällig sich gestalteten. Auch im abgelaufenen Jahre hat der Verein dadurch Dank und Anerkennung verdient und gefunden. Möge derselbe im Kreise unserer Zuhörer stets die rege und umfassende Betheiligung finden, die ihm seines edlen Zweckes wegen gebührt. Im Einzelnen ist zur Geschichte des Seminars Folgendes aus dem Jahre 1891 anzuführen: Am 27. Januar, dem Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers und gleichzeitigen Todestage des Stifters, wurde die herkömmliche Gedenkfeier so begangen, dass das mehrstimmig vorgetragene Königsgebet vorangestellt und die Bedeutung des Tages für uns als Bürger des deutschen Vaterlands zunächst hervorgehoben ward, worauf die Rede sich der besonderen Seminatfeier zuwendete. Seminarrabbiner Dr. Israel Lewy hielt die Gedächtnissrede. Hieran schloss sich die feierliche Entlassung der geprüften Qandi-