Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 170)
- Language
- German
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X Am 27. Januar beging das Seminar die übliche Gedächtnissfeier für den Stifter der Anstalt, den verewigten Commerzienrath Jonas Fraenckel; am 3. März für den verewigten Direktor Dr. Z. Frankel, wobei Herr Dr. Brann die Gedächtnissrede hielt. Am 22. März, dem Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers und Königs, wurde ein feierlicher Gottesdienst in der Seminar- Synagoge abgehalten. Am 11. Juni wurde zur Feier der goldenen Hochzeit|Ihrer Majestäten, des Kaisers und der Kaiserin, ein ausserordentlicher Gottesdienst abgehalten, wobei Herr Dr. Bärwald die Predigt hielt. Die Zinsen aus dem Direktor Dr. Frankel-Stiftungsfonds wurden auch in diesem Jahre als Stipendien unter einige aus dem Seminar entlassene und noch nicht angestellte Rabbinen vertheilt. Ausser den aus fundirten Legaten fliessenden Stipendien erhielten mehrere Seminaristen ansehnliche Stipendien in diesem Jahre: 1) Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wiens bewilligte auch in diesem Jahre 200 fl. als Stipendium für Seminaristen. 2) Aus der Kaula’schen Stiftung in Stuttgart 300 Mark für einen Seminaristen. 3) Aus der Michael Mai ,sehen Stiftung in Mannheim erhielten 4 Seminaristen Stipendien, 2 zu je 150 und 2 zu je 100 Mark. 4) Aus der C. M. Goldschmidt’schen Stiftung in Frankfurt a. M. für 2 Seminaristen je 200 Mark. 5) Aus der S. S. und J. Goldschmidfsehen Stiftung in Cassel ein bedeutendes Stipendium für 2 Seminaristen. 6) Aus der Freiherr Jonas von Königswarter'schen Stiftung 470 fl. für 1 Seminaristen. Herr Edmund Oppenheim hier übersandte bei Gelegenheit einer Familienfeier 30 Mark zur Vertheilung unter unbemittelte Seminaristen. Auch aus der P rings heim’ sehen Stiftung sind 30 Mark zur Vertheilung übersandt worden. Die Synagogen- Gemeinde in Oppeln gewährte auch in diesem Jahre eine Subvention für unbemittelte Seminaristen. Frau Mathilde Jereslaw in Rosenberg (O.-Schl.) machte dem Seminar ein Geschenk an Geld und werthvollen Büchern.