Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 165)
- Language
- German
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Am 22. März, als dem Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers, wurde ein feierlicher Gottesdienst in der Seminar-Synagoge abgebalten. Am 27. Juni wurde das Grabdenkmal des verewigten Direetors Dr. Z. Frankel enthüllt, wobei der Chor der Seminar-Synagoge den Gesang vortrug und D1*. B. Ziemlich die Gedäcntnissrede hielt. Auch dieses Jahr haben aus der Director Dr. Z. Frankel’sehen Stiftung mehrere aus dem Seminar entlassene Hörer ansehnliche Stipendien erhalten. Das Seminar spricht seinen Dank für manche ihm gewordene Beweise des Wohlwollens und der ehrenden Theilnahme aus. Die Zinsen des im Jahre 1854 gestifteten Stipendieniegats von 2000 Fl. österr. Währung der sei. Koppelmann- und Esther- Fr ank ersehen Eheleute iu Prag sind dem Seminar auf längere Zeit zugesichert und auch in diesem Jahre einem Hörer als Stipendium ausgezahlt worden. Der Rentier Bernhard Poppelauer, gestorben zu Berlin den 28. Dezember 1874, vermachte ein Legat von Eintausend Thaler 4°/0 Wilhelmsbalin-Prioritäts-Obligationen behufs Fundirung eines von ihm bereits seit dem Jahre 1857 jährlich gezahlten Stipendii von 40 Thlr. Der Curator der Commerzienrath FraenckeVschen Stiftungen, Dr. med. Julius Lobethal, gestorben hierselbst am 12. Dee. 1874, bestimmte letztwillig, dass aus der von ihm begründeten Familien- Stiftung jährlich 50 Thaler an das Seminar als Stipendium für einen Seminaristen gezahlt werden solle. Der Director D1*. Zacharias Frankel, gestorben hierselbst am 18. Februar 1875, hinterliess der von ihm geleiteten Anstalt ein Legat von 7000 Thaler 41/2 °/0 Freiburger Prioritäts-Obligationen, über deren Zinsen der Testator theils zu Zuwendungen an Seminaristen, theils zu Gunsten der im Jahre 1871 begründeten und vorzugsweise für bereits angestellte, aber nicht auskömmlich dotirte Rabbiner bestimmten Dr. Zacharias Frankel’schen Stiftung Verfügung ge-