Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1872
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 52)
- Language
- German
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n worden. Herr Dr. J. P e r 1 e s, Rabbiner der Brüdergemeinde zu Posen wurde als Rabbiner ,der israel. Gemeinde nach München berufen-, sein Nachfolger in Posen ward Herr D1-. Ph. Bloch, Schüldirector in München. Herr Dr. A. S tier wurde von der Gemeinde zu Steinamanger zu ihrem Rabbiner gewählt. Herr Dr. J. Blumenstein, wegen seiner aufopferungsvollen Dienste als Feldprediger von Sr. Majestät dem Kaiser und Honig mit dem Eisernen Kreuze decorirt, ward als Rabbiner nach Luxemburg berufen. Die Geschichte des Seminars ist reich an Erfolgen und erfreulichen Erlebnissen: doch es kennt kein erfreulicheres als das Fest, welches am 8. Oct. des vergangenen Jahres in seinen Räumen begangen wurde. — Unsre Anstalt feierte an diesem Tage den siebenzigjährigen Geburtstag des Directors Dr. Z. Frankel. Monate vorher waren Freunde und Verehrer desselben zusammengetreten, um eine würdige Feier dieses Tages vorzubereiten. Es waren Männer verschiedener Confessionen, verschiedener Richtungen, Stände und Berufsarten, von nah und fern, aus Deutschland, Oesterreich, England, Holland, Dänemark, Frankreich, Russland und Nord-Amerika. In den Frühstunden des 8. October, dem Freudenfeste der Thora (שמחת תורה תר״לב) vereinigte die gottesdienstliche Feier in der Synagoge des Seminars die Genossen, Schüler und Freunde des Jubilars. Herr Dr. B. Rippner gab in der Festrede den Gefühlen und Gedanken der Anwesenden warmen Ausdruck. Nach Beendigung des Gottesdienstes empfing der Jubilar die grosse Zahl von Behörden, Collegen und Privatpersonen, die zum Theil aus weiter Ferne gekommen waren, um ihre Glückwünsche zu überbringen. Es würde dem Sinne des so vielfach Gefeierten wenig entsprechen, sollte es hier versucht werden, alle die Zeichen der Liebe und Verehrung aufzuzählen, welche ihm an diesem und den folgenden Tagen dargebracht wurden; alle die herrlichen Worte zu verzeichnen, in denen die Erinnerung an das segensvolle Wirken Frankel’s, der Dank für sein Herz und Geist gewinnendes Walten, die Hoffnung auf eine fernere, lange, gottgesegnete Thätigkeit sich kleideten. Nur auf den Grundgedanken sei hingewiesen, der alle die tief empfundenen Reden, Ansprachen, Adressen und Zuschriften durchzog. ■;־• Man wies hin auf die trübe, wirre Zeit, die dein Wirken FrankeTs