Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1870
- Date
- 1870-01-01
- Page
- – (sequence 79)
- Language
- German
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Das Semimar begehet die sechszehnte, an das Andenken seines Stifters, des sei. Commercienrathes Jonas Praenckel, anknüpfende Gedächtnisfeier. Das Streben des Seminars, eine Pflanzstätte für das gründliche Studium der Wissenschaft des Judenthums zu bilden, und dauernde Liebe zu ihr im Geiste seiner Hörer anzufachen, fand einen schönen Lohn in dem im J. 1868 von den einstigen nunmehr grösstentheils als Rabbiner fungirenden Hörern gestifteten jüd. theologischen Verein. Dieser Verein, dem sich mehrfach andere gelehrte Rabbiner anschlossen und der gegenwärtig an fünfzig Mitglieder zählt, setzt sich zum eigentlichen Ziele in jährlichen Zusammenkünften, theils durch Vorträge, theils durch sonstige mündliche Mittheilung Gegenstände der jüd. Wissenschaft zu besprechen und sie in lebendigem Gedankenaustausch nach ihren verschiedenen Richtungen und Verzweigungen zu fördern. — Einen nicht minder befriedigenden Lohn seiner Bestrebungen erblickt das Seminar in den in der Berufung seiner Hörer sich kundgebenden Zeichen des ehrenden Vertrauens der Gemeinden. Herr Dr. J. Horowitz, Rabbiner zu Märkisch-Friedland, wurde als Oberrabbiner der israel. Gemeinde zu Crefeld und des dortigen, etwa vierzig Gemeinden umfassenden Sprengels berufen; Herr Dr. M. Gädern an n, Prediger der israel. Gemeinde zu Wien, wurde von dem dortigen Cultusvorstand definitiv zum Rabbiner der Gemeinde ernannt. Herr Dr. M. Zuckermajndel, Rabbiner zu Gnesen, wurde in gleicher Eigenschaft nach Märkisch-Priedland berufen. Herr Dr. H. Gross aus Szenitz wurde l;als Rabbiner der Gemeinde in Gross-