Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1868
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 68)
- Language
- German
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60 sich von ihnen anbeten Hess, und dass er in Polen nur darauf bedacht war, einen Landstrich angewiesen zu erhalten, um mit seinen Sektirern im Schatten der Heimlichkeit den mystischen Unfug fortsetzen zu könneo. Er hatte auch oft geäussert, wenn er nur zweihundert in Waffen geübte Anhänger gehabt hätte, würde er sich einen gesonderten "Wohnplatz erkämpft haben1). Es scheint, dass die Inquisition gegen die der Heuchelei angeschuldigten Frankisten die Folter angewendet hat2). Auch gegen Frank muss wohl die Tortur in Gebrauch gekommen sein; es ist sonst nicht erklärlich, warum dieser Erzlügner ein so offenes Geständniss abgelegt hat3). Er gestand nämlich ein, dass er, als Jude geboren, zur mohammedanischen Religion übergetreten sei, um irgend einen Vortheil von der Pforte zu erhalten. In seiner Erwartung getäuscht, habe er sich nach Kamieniez begeben, um sich zum Führer der Contratalmudisten aufzuwerfen. Er habe das christliche Bekenntniss geheuchelt und die Taufe empfangen, um dasselbe Spiel in Polen zu treiben, wie früher in der Türkei. Auf dieses Geständniss, verbunden mit der Aussage von Zeugen gegen ihn, wurde er als öffentlicher Betrüger zur Haft in einer Festung verurtheilt (am 19. Februar 1760). Er hätte eigentlich als betrügerischer Apostat und Häresiarch den Tod verdient-, aber das Tribunal nahm Rücksicht darauf, dass der König sein Taufpathe, also gewissermaasseii sein geistiger Vater, war; so sollte er mit der Kerkerstrafe davon kommen4). Er müss übrigens noch während seiner Haft in Warschau Gelegenheit gehabt haben, mit seinen Akolyten zu verkehren und Hoflhung gehegt haben, zu entkommen. Denn er liess den Sechsen den Befehl zukommen, keinem von ihnen bei seinem Austritt J) Das. S. X und S. XVII: St sia piu volle, dichiarato (F), che siavesse . . dugent' uomini atti al maneggio delle armi, avrebbe ben trovato per se} e per quei che lo secondano il solido stabilimento. a) Schreiben des Lipman Kohen bei Emden I p. 83b: □,>"nD,,D OfTlN V")DV) pjjhD «in vtrbwn jtd-d pn d'Tini "es tdbo wDNnty dhjidn pw mm cpb>p>. *) Beil. S. XVII (15) . . . e stato publicato per un solenne impostore e come tale sarä racchiuso in luogo fortificato. 4) Bei Emden I p. 83a: b6l 2X\ltiDW OIT)D3 rpJ? CpW®*?) fll^hl imorD otpw nn *{?qtw vby □,Dn "o lmmon.