Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1868
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
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19 Röhatyn, ein bereits bejahrter Mann zu Frank's Zeit, der in hohem Ansehen bei ihnen stand; von seinen Kindern haben zwei Söhne und eine Tochter eine traurige Berühmtheit erlangt. Die Söhne Salomon und Nathan Schor (später Wolowski genannt) waren Frank's Haupthelfershelfer und setzten nach seinem Tode die Schwindeleien fort. Die Tochter Chaja war das Orakel der podolischen Sabbatianer. Sie verstand den Sohar, redete in Verzückung dessen Sprache und soll, wie Zeugen in einem Verhör aussagten. Ehebruch mit Erlaubniss ihres Mannes in mystischem Cynismus getrieben haben. Neben Salomon Schor von Rohatyn spielte später eine Rolle unter den podolischen Sabbatianern Jehuda Leib b. Nathan Krisa aus Nadworna (Galizien) und Nachman b. Samuel Levi, Rabbiner von Busk (Lemberger Kreis). Die phantastische Kabbala war es, welche diese heimlichen Sektirer zur Verwilderung gebracht hat. Im Auffluge, das Höchste zu erreichen, erlahmten ihre Flügel, und sie fielen in einen Sumpf. Indessen fehlte es ihnen an einem Führer, der sie zu einer Gemeinde verbinden sollte. Diesen fanden sie in Jakob Lebowicz oder Frank. Er hatte in der Türkei, wie schon angedeutet, mit statt Elias heissen. Es ist auch derselbe, welcher (bei Skimb. p. 15) der Disputation von Kamieniec beigewohnt hatte: Zisa Szloma z Rohatyna mit Anderen und seinem unzertrennlichen Genossen Leibko z Nadworny; endlich auch derselbe, der mit Anderen ein unvorsichtiges Geständniss über Frank abgelegt hat (das. p. 26) unter dem Namen Lukacz Franciszek. Von seiner Schwester, des alten Elisa Tochter, heisst es im Zeugenverhör (Emden I p. 5): nTG&5> niPN i"P*n vntja rwNDD "ün -wxz *oy piD]£ kx~D *p\\ *kx mnx Nvr~ ptwei psno tpvi □TDND obo non Hfl' *JpT DJ "ENI "Q3. Sie wird als ein freches, unzüchtiges Weib geschildert (das. p. 20 u. 36 b.): NM ' * TOE> '"D "QU TWX iTTSDI i"Ü1T nfi^X 7tOHX~1 pp"D J/B^N m. Emden bemerkt dabei: yw pNJ TAD Tn "im* HDND "DD mD'Nl p«i> r&DÜ nNTn milNH. — Der in den Urkunden oft genannte Genosse des Salomon Schor heisst in den jüdischen Quellen ItJOHp "pDu D^lp D*1^ ÜV, Leib Kris gleich Jehuda Krysa. — Ein dritter frankistischer Rabbiner, in den polnischen Quellen öfter genannt (bei Skimb. p. 15) als Gegner bei der Disputation von Kamieniec, war Nachman aus Busk (p. 7), Frank's Be- gleiter auf seiner propagandistischen Reise: Lachman Szmujlo wicz, Rabbiner von Busk; Lachman Nachman, Sohn des Samuel. Es ist derselbe, dessen Sendschreiben von den Gegnern aufgefangen und von Emden mitgetheilt werden (s. o. S. 9, 3.): bjD ^NW p piU 2*