Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1868
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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7 graphie machte ihn ein Freund auf zwei Bände polnischer Manuscripte aufmerksam, welche seit fast einem halben Jahrhundert bei den Nachkommen eines Frankisten bestäubt als „langweilige Bibel" lagen. Diese zwei Manuscripte bilden jedoch nur eins; sie enthalten beide dieselben Lehren und Erinnerung von Frank, oder: „ausgewählte Worte des Herrn, die wir vor mehreren Jahren gehört haben": Wybrane stiowa Paftskie, ktöresmy siyszeli z dawnych lat. Der zweite Band hat dieselben „Worte oder Lehren" in anderer Ordnung, in besserem polnischen Style geschrieben und in Paragraphen abgetheilt. Vor jedem Spruch oder jeder Auseinandersetzung befindet sich die Abbreviatur S. P S$oioa Panskie (Worte des Herrn); in dem zweiten Bande M. P M6wi<(! Pari (es sprach der Herr). Aus diesen Manuscripten. aus denen Skimb. Auszüge unter dem Titel Nauka Franko, (Frank's Lehren) gegeben hat, lernen wir diesen Häresiarchen in puris naturdlibas kennen. Wenn die vaticanischen Aktenstücke bei Theiner und die Nachrichten bei den polnischen Schriftstellern Awedyk und Pikulski nur Geständnisse seiner Anhänger oder seine eigenen, vielleicht unter der Tortur erpressten (vergl. weiter unten) enthalten, die man ä la rigeur anzweifeln könnte, so werden sie durch die „Worte des Herrn", durch seine eigenen intimen Ergüsse übervoll bestätigt und zur vollen Gewissheit erhoben. Es scheint, dass einige seiner Anhänger, die des Polnischen noch nicht mächtig waren, nach seinem Tode diese Erinnerungen aufgezeichnet haben. Es kommen darin viele Bibelverse in ihrer hebräischen Urgestalt, mit rother Dinte geschrieben, und hebräische oder richtiger rabbinische aus dem jüdisch-polnischen Kreise entnommene Worte vor: Das (Religion); Macline (Kreis, frankistische Gesellschaft); Ammuryc (soll heissen Am-AreZj Idiot); Ajalta (Bezeichnung für Jungfrau); ausserdem die typischen Termini Esau, Se'ir und Edom. Mit dem Worte Emine (jüdisch-polnische Aussprache für Emuna*) der Glaube) wird in diesen Manuscripten ein wahrhaft blasphemirendes Spiel getrieben (vergl, weiter). Herr Skimborowicz, welcher die Kabbala und die sabbatianische Typologie nicht kennt, hat die Tragweite dieser 0 m, runo, pN oy, xrfpN, .-uidk.