Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1867
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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2 tler babytamische wc\d jerusalemische Talmud nebst den hebräischen Schriften, 'die zugHeich mit dem Talmud öder wenig später verfasst sind, andererseits die nichthebräischen Schriften jener Zeit, zu denen .^besonders die dies Jösephus gezählt werden. Sowohl die Bibel als die nidhih.ebrä£schen Werke wurden von den Archäologen zum Zwecke der Bestimmung hebräischer Maasse hinlänglich benutzt und auisgebeutet. Anders steht es mit den talmudischen Sctiriften. Diese bedürfen noch der genaueren Durchforschung, sum eine eigentliche Darstellung des hebräischen Maasssystemes «ndgültig geben zu können. Diese Aufgabe, verbunden mit der Angabe und wenn möglich auch der Erklärung der in den talinudisehen Schriften, vorkommenden Maasse, soll in der vorliegenden Arbeit zu lösen: versucht werden. Es mögen nun die hervorragendsten bis jetzt angestellten Versuche zur Bestimmung des hebräischen Maasssystems angeführt werden, um unsere Lösung daran anzureihen. Die von mehreren Archäologen unternommene Vergleichung des hebräischen Maasses mit dem der Nachbarstaaten der Hebräer, wie Babylonien und Egypten, die versucht wurde, um hieraus die Grösse des hebräischen Maasses festzustellen, dürfte trotz der dabei gemachten anscheinend richtigen Voraussetzungen nicht zutreffend erscheinen, und daher als feste Basis wissenschaftlicher Forschung nur so lange dienen, als keine bessere, von inneren Wahrheitsmomenten getragene Grundlage aufgestellt ist. Die Urheber des eben genannten Versuches selbst lassen als Veranlassung zu demselben den Mangel directer Nachrichten in den hebräischen Quellen, woraus mit Sicherheit ein genaues Maass ababzüleiten wäre, gelten. Würden aber einmal feste Bestimmungen in diesen Quellen gefunden, dann wären diese zuverlässiger als die Folgerungen, die aus jenen Vergleichungen mit den Maasssystemen anderer Völker gewonnen wurden. Die Bestimmung des hebräischen Längenmaasses, durch den in der Bibel angegebenen Inhalt des ehernen Meeres und der zehn Becken im salomonischen Tempel, bei der man vom Zusammenhange des Längen- und cubischen Maases ausging, ist so unsicher, dass man sie weiter nicht zu beachten hat. Denn die nicht genaue Beschreibung der Form des ehernen Meeres und die 1. Reg. 7, 26.