Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 85)
- Language
- German
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83 selbst ein offenbares Unrecht begeheD, oder würde er nicht vielmehr ein solches Verfahren für eine Beschimpfung ansehen? Brächten wir nun beim Opfer unschädliche Thiere um, so würden wir eingestandener Maassen ein Unrecht begehen. Also, um den Göttern Ehre zu erweisen, dürfen wir gar kein Thier opfern. Aber auch nicht um ihnen für ihre Wohlthaten Dank zu entrichten. Denn wer die gebührende Gegenleistung für die Wohlthat und das Entgelt für das Wohlthun entrichten will, darf sich die Mittel dazu nicht dadurch verschaffen, dass er Anderen Böses zufügt5 denn hierdurch würde der Dank ebensowenig für entrichtet gelten, wie wenn man Jemandem als Dank und Ehrenbezeigung einen Kranz überreichte, den man erst einem Dritten geraubt hat. Endlich fallt auch der dritte Anlass, das Bedürfniss der Wohlthaten, fort. Denn wer mittels einer ungerechten Handlung Wohlthaten erjagen will, unterliegt dem Argwohn, dass er nach empfangener Wohlthat nicht einmal dankbar sein werde. Also darf man auch wegen erhoffter Wohlthat Thiere nicht den Göttern opfern. Denn wenn man auch bei solchem ungerechten Verfahren wie das beispielsweise erwähnte vielleicht einmal einen Menschen täuschen kann, vör Gott ist auch Täuschung unmöglich. Sind demnach dies die drei einzigen Anlässe zum Opfern und trifft keiner von ihnen hier zu, so ist es klar, dass man überhaupt keine Thiere den ovv Tifiijg yyrjcraiz' av avd-qwnog zig Tvy%ävsiv qfiwv q &s6c, bzav äöixovvTsg sv&vg diu Tyg anaq%^g (pcuv(ö[.ie&a, 1} fictXXov 325 aTifxiav olfoccii? av to zotovzo dgäv; sv zip de ys &vsiv avaiqovvzsg zä f.ir}d£v aSixovvza twv £(f>oav, adixrjasiv 6f.ioXoyovf.tsv wazs zifiijg f,isv svsxa ov d-vzsov zwv Xomwv £<pwv ov&sv ov l.i7iv ovös zwv svsqystfiwv %aqiv ainoig ccTrodidovzag. 6 yäq zrjv öixaiav afioißrjv Tijg svsqyetiiaq xai xijg simouag to avxa^iov 330 änoöiöovg ovx ix zov xaxwg zivag dqäv btpsiXsi zavza naqsysiv. ovd£v yäq fiäXXov afisißsa&ai dol-si 1} xav sl zä zov nsXuq aqnaöag Tig özstpavoii) Tiväg wg %aqiv anodidovg xai Tifiyv. aXV ovb*£ %qsiag zivbg Svsxa twv aya&wv o yäq ädixw nqu^si zb nad-siv sv ^rjqsvwv vnomog sazi fi7jd& sv na&wv %äqiv s"£,siv. 335 ojCt ovd' irr' sXm^ofisvji svsqysaia &vzäov sazi zotg &soig .£qia. xai yäq öi] twv ft£v äv&qwnwv Xä&oi Tig av i'Gwg zivä zovzo nqdzzwv, tov Ss -d-sbv afirjftavov xai Xa&sTv. sl zoivvv üvzsov (xhv zovzwv Tivbg Svsxa, ovdsvbg d£ zovzwv %aqiv avzb nqaxzsov, C. 25 6r(Kov cog ov övzäov söziv £(pa zb naqänav zotg d-soig. zaXg yäq 323 riyqautx av Tvy%avuv r\\itüv 6 &edg. | 335 ovS' ihti£onivr]s svegysaiag. 6*